Die Bildschirmzeit von Kindern wird seit Jahren diskutiert – eine neue Studie nimmt jetzt die Handy-Nutzung der Eltern in den Fokus

Nicht nur die Bildschirmzeit der Kinder kann sich negativ auswirken, auch die der Eltern kann Folgen haben.

Die Handynutzung der Eltern kann sich auch auf die Kinder auswirken. (Bild: Jacob Lund auf Adobe Stock) Die Handynutzung der Eltern kann sich auch auf die Kinder auswirken. (Bild: Jacob Lund auf Adobe Stock)

In den vergangenen Jahren wurde verstärkt hinterfragt, welche negativen Auswirkungen eine häufige Bildschirmnutzung auf die Entwicklung von Kindern hat.

Eine neue Studie legt jetzt aber nahe, dass auch die ständige Smartphone-Nutzung der Eltern den Kindern empfindlich schaden kann.

Eltern, die auf Handys starren

Die Debatten rund um mögliche Social-Media-Verbote und die Handynutzung an Schulen drehten sich bisher vor allem um die Bildschirmnutzung der Kinder selbst. Folgen wie eine sinkende Aufmerksamkeit, Depressionen und Schlafstörungen wurden angeführt.

Die im Magazin »Frontiers of Psychology« erschienene Studie »“Mommy, do you love your phone more than me?”: Parental device use and the adolescent-caregiver attachment bond« richtet den Blick nun aber auf die Eltern.

Untersucht wurde dabei, welche Auswirkungen es auf Kinder haben kann, wenn ihre Eltern viel Zeit vor Bildschirmen, speziell am Smartphone, verbringen. Tatsächlich konnte nachgewiesen werden, dass eine hohe Bildschirmzeit der Eltern etwa zu Unsicherheiten bei den Kindern führen kann.

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Physische Anwesenheit ist dabei alleine nicht ausreichend, um eine starke Bindung aufzubauen. Wenn Eltern zwar physisch verfügbar, aber emotional abwesend sind, kann sich das negativ auf die Beziehung zu ihren Kindern auswirken.

So könne bei Kindern der Eindruck entstehen, dass Eltern wichtige Momente in ihrem Leben trotz Anwesenheit verpassen, weil diese eben nur aufs Handy starren. Solche Bindungsprobleme könnten Kinder dann später auch in ihrem Erwachsenenleben einschränken und verfolgen.


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Ein zentraler Begriff ist dabei der der »Technoference«, der für Unterbrechungen in der Kommunikation durch technische Geräte steht. Bisher wurde dieser vor allem im Zusammenhang mit romantischen Beziehungen untersucht, kommt nun aber auch vermehrt in der Erziehungsforschung zum Einsatz.

Die Studie ist ein Hinweis darauf, dass es nicht ausreicht, nur auf die Bildschirmzeit von Kindern zu schauen, ohne die eigene Nutzung kritisch zu hinterfragen. Gerade, wenn dadurch wichtige Momente der Kinder verpasst werden.


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