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Tuning-Tipps: Sechs Wege, um euren PC kostenlos schneller zu machen

Die meisten PCs lassen sich mit ein paar Handgriffen schneller machen. In unseren Tuning-Tipps zeigen wir euch sechs Wege, um gratis mehr aus eurem Rechner rauszuholen.

von Alexander Köpf,
15.05.2021 08:00 Uhr

Mehr Leistung ist bei PCs eigentlich immer gefragt. Oftmals liegt Rechenpower sogar brach, was sich durch simple Handgriffe schnell ändern lässt. Im folgenden Guide verraten wir euch die aus unserer Sicht effektivsten und einfachsten Methoden, um mehr aus eurem Rechner herauszuholen.

Das Beste daran: Die Tipps lassen sich völlig kostenlos mit der Hardware umsetzen, die ihr bereits besitzt. Grade mit Blick auf den aktuell mehr als schwierigen Hardware-Markt ist das besonders wichtig.

Euer PC lahmt, Windows 10 ist euch zu träge oder ihr wollt einfach ein paar fps mehr im Lieblingsspiel? Mit unseren sechs Tipps könnt ihr mehr Leistung aus eurem PC herauskitzeln.

Schnellnavigation:

XMP-Profil aktivieren

Moderne Arbeitsspeicher bieten oftmals Overclocking-Einstellungen, die seitens der Hersteller in Form eines sogenannten XM(P)-Profils (XMP steht für Extreme Memory Profile) auf den Riegeln hinterlegt werden. Der Begriff stammt von Intel, einige Hersteller haben eigene Technologien, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. Bei Asus wird das zum Beispiel D.O.C.P. (Direct Overclock Profile) genannt.

Diese müssen aber meist via BIOS/UEFI manuell aktiviert werden, was viele vergessen. Das Prozedere unterscheidet sich zwar von Hersteller zu Hersteller und oftmals auch von Modell zu Modell, grundlegend funktioniert das aber auf allen Platinen recht ähnlich.

Zunächst müsst ihr ins BIOS/UEFI gelangen, wozu es mehrere Wege gibt:

  • Ihr könnt beim Neustart des Systems eine der F-Tasten oder auch »Löschen« oder »Entfernen« drücken.
  • Manche Hersteller bieten Tools an, die euch per automatischem Neustart direkt ins BIOS/UEFI bringen.
  • Ihr könnt auch einfach auf »Neu starten« drücken und gleichzeitig die Shift-Taste gedrückt halten. Nun geht es über die Punkte »Problembehandlung« (Troubleshoot) und »Erweiterten Optionen« (Advanced Options) zu den »UEFI Firmware-Einstellungen« (UEFI Firmware Settings), die ihr mit »Neustart« (Restart) bestätigt.

Im BIOS angekommen, müsst ihr nun das Menü zum Übertakten eures Arbeitsspeichers suchen. Das findet ihr typischerweise unter Reitern wie »Overclocking«, »Memory« oder auch »Advanced«.

Falls euer Arbeitsspeicher XMP/D.O.C.P. unterstützt, könnt ihr dann unter einem Punkt »Memory Profiles« (oder so ähnlich) von »Automatic« auf eines oder mehrere Profile wechseln. Nun braucht ihr nur noch zu speichern und euren PC neu zu starten.

Wie unser Leser »eismann872« bemerkt hat, kann D.O.C.P. in Einzelfällen offenbar zu Problemen führen. Diese erforderten, das BIOS manuell, per Flash zu überschreiben und damit zurückzusetzen. Im Netz finden sich zwar ähnliche Berichte, die Probleme scheinen allerdings nicht der Normalfall zu sein.

Was bringt das? DDR4-Speicher wird ohne manuellen Eingriff oft mit dem Standardwert von 2.133 MHz betrieben, obwohl die gekauften Module häufig deutlich höhere Taktraten bieten. Deshalb kann dieser Tuning-Tipp für eine vergleichsweise große Performance-Steigerung sorgen, insbesondere mit Ryzen-CPUs.

Offiziell unterstützen übrigens sowohl die aktuellen Modelle von AMD (Ryzen 5000) als auch von Intel (Core i 11000) maximal DDR4-3200, höhere Taktraten zählen also als Overclocking. Solange euer Speicher und Mainboard für den entsprechenden Betrieb ausgelegt sind, könnt ihr auch höhere Taktraten nutzen.

Generell gilt: Je höher die Taktrate liegt, desto eher kommt es zu Problemen. Werte von bis zu 3.800 MHz sind unserer Erfahrung nach inzwischen aber zuverlässig nutzbar.

Neben der Taktrate spielt auch die Speichermenge eine wichtige Rolle. Wie viel RAM Spieler haben sollten, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Wie viel RAM braucht man?   513     34

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Wie viel RAM braucht man?

Resizeable BAR und Smart Access Memory aktivieren

Mit dem Release von AMDs Radeon-RX-6000-Reihe im vergangen Herbst hat bei Spieler-Grafikkarten eine neue Speichertechnologie Einzug gehalten. Bei AMD nennt sich das Smart Access Memory (SAM), bei Nvidia Resizeable BAR (rBAR). Damit wird der CPU Vollzugriff auf den Videospeicher der GPU gewährt, wodurch in vielen Fällen mehr Bilder pro Sekunde möglich sind.

Voraussetzung ist eine Grafikkarte aus AMDs RX-6000- und Nvidias RTX-3000-Reihe und eine Ryzen-3000- oder Ryzen-5000-CPU. Intel hat zunächst empfohlen, Re-Size BAR nur im Zusammenspiel mit Prozessoren der 10. oder 11. Core-i-Reihe zu nutzen, mittlerweile haben einige Boardpartner die Funktion jedoch auch auf älteren Platinen für Coffe-Lake- und Skylake-X-CPUs (Core i 7000, Core i 8000 und Core i 9000) freigeschaltet.

Euer Mainboard muss die Technologie also ebenfalls unterstützen. Für viele Platinen gibt es aber bereits entsprechende BIOS-Updates - hier müsst ihr euch auf den jeweiligen Produktseiten umsehen.

Bei AMD-Grafikkarten genügt es, die Funktion im jeweiligen BIOS freizuschalten. Die findet ihr je nach Hersteller und Modell an unterschiedlicher Stelle. Manchmal müssen dazu auch etwaige Sicherheits- und Kompatibilitäsfunktionen deaktiviert werden.

Wichtig: Die Funktion wird im BIOS fast immer als Re-Size BAR bezeichnet, selbst wenn ihr eine AMD-Grafikkarte nutzt. So geht ihr vor:

Asus Sucht nach dem Menüpunkt Above 4K Decoding...

MSI ...dann findet ihr auch Re-Size BAR, sofern euer Board die Funktion unterstützt.

  • Navigiert ins BIOS/UEFI eures Systems (wie unter »XMP/D.O.C.P.-Profil aktivieren« beschrieben)
  • Wechselt in die »Advanced Settings« (oder einen ähnlich bezeichneten Menüpunkt)
  • Nun müsst ihr »Above 4G Decoding« und im Anschluss »Re-Size BAR Support« aktivieren.

Bei Nvidia-Grafikkarten müsst ihr zudem euer Video-BIOS flashen. Das betrifft alle RTX-3000-Modelle bis auf die RTX 3060 und kommende Karten, da diese bereits ab Werk mit einem entsprechenden BIOS bestückt werden.

Inwiefern das für ältere Modelle gilt, die erst noch produziert werden, ist unklar - das lässt sich aber sehr leicht prüfen, wenn ihr vorgeht wie weiter unten im Text beschrieben.

Für die Founders Editons gibt es ein entsprechendes Flashtool bei Nvidia selbst. Links zu den Tools der Boardpartner finden sich ganz unten auf der Seite des Flashtools.

So überprüft ihr, ob rBAR oder SAM aktiv sind:

  • Nvidia: Navigiert in die Nvidia Systemsteuerung (Rechtsklick auf den Desktop), wählt dort den Reiter Hilfe und anschließend die Systeminformationen.
  • AMD und Nvidia: Navigiert in den Geräte-Manager und sucht eure Grafikkarte. Rechtsklick auf die GPU, dann auf Eigenschaften und den Reiter Ressourcen. Steht hier Großer Speicherbereich, ist SAM respektive Re-Size BAR aktiviert)

Was bring das? Nicht alle Spiele sind für die Re-Size BAR zertifiziert. Aber selbst wenn nicht, gibt es Möglichkeiten (beispielsweise mit dem Nvidia Profile Inspector), die Funktion zu aktivieren. Letzteres kann unter Umständen zu schlechterer Performance führen. Insgesamt überwiegen die Vorteile jedoch klar. Je nach Spiel und Auflösungsstufe sind sogar Performance-Zugewinne im niedrigen zweistelligen Prozentbereich möglich.

Overclocking

Wenn es darum geht, den PC schneller zu machen, darf das Übertakten natürlich nicht unerwähnt bleiben. Prinzipiell lassen sich CPUs, GPUs, Arbeitsspeicher, Videospeicher und Caches übertakten. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Was bringt das? Gerade das Übertakten von Grafikkarten bringt oftmals nur wenig, geht aber meist deutlich zu Lasten der Leistungsaufnahme respektive der Abwärme und Lautstärke. Falls ihr es dennoch probieren wollt, haben wir einen passenden Plus-Guide, der das Overclocking Schritt für Schritt erklärt.

Effizienter und in manchen Fällen ebenfalls von mehr Performance gekrönt ist außerdem das sogenannte Undervolting:

Was ist Undervolting?   32     24

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Was ist Undervolting?

Das Übertakten einer CPU führt oftmals ebenfalls zu Erfolg: Einen entsprechenden Guide haben wir in Planung und liefern ihn in Zukunft nach. Aber auch beim Übertakten einer CPU gibt es einiges zu beachten.

So spielen Performance-Gewinne meist nur bei niedrigeren Auflösungsstufen eine Rolle, da sonst die GPU der bestimmende Faktor ist. Typischerweise fangen die Vorteile ab WQHD (2.560 x 1.440 Pixeln) an, sich zu egalisieren und haben spätestens bei 4K (3.840 x 2.160 Pixeln) keine Bedeutung mehr.

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