Die Forschung an neuen Technologien steht niemals still - auch im Bereich der Displaytechniken.
Einem Forschungsteam der Zhejiang Universität in China ist es nun gelungen, ein LED-Panel mit extrem kleinen Pixeln herzustellen. Ein einzelnes Pixel misst dabei etwa 90 Nanometer.
Die neu entwickelten LEDs basieren auf einem Material namens Perowskit, das sich durch seine orthorhombische Kristallstruktur auszeichnet. Perowskit wird bereits in anderen Bereichen wie der Solarenergie eingesetzt und bietet auch in der Display-Technologie Vorteile:
- Perowskit ermöglicht eine effiziente Umwandlung von elektrischer Energie in Licht.
- Zudem kann das Material bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden, was die Herstellung vereinfacht und potenziell kostengünstiger macht.
- Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität von Perowskit, sodass verschiedene Eigenschaften wie Farbe oder Leistung optimiert werden können.
Die Forscher rund um Leiterin Baodan Zhao konnten so eine Pixeldichte von 127.000 Pixeln pro Zoll erreichen – deutlich höher als herkömmliche LED-Displays. Dennoch soll die Effizienz gewährleistet sein.
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Natürlich gibt es noch Herausforderungen
Besonders auf den VR- und AR-Bereich als mögliches Anwendungsgebiet hat das Forschungsteam ein Auge geworfen, da hier hochauflösende Bildschirme auf kleinstem Raum benötigt werden. Auch für Smartphones sollen sich neue Möglichkeiten eröffnen.
Wie immer bei solchen Forschungen gilt aber auch, dass es sich eben nur um eine Forschung handelt, die bis zur Marktreife noch einige Hürden überwinden muss:
- Derzeit können die LEDs nur monochrome Farben darstellen, was sie für viele Anwendungen einschränkt. Um konkurrenzfähig zu sein, müssen die Forscher also noch eine Lösung für Farbdisplays entwickeln.
- Zudem ist unklar, welche Lebensdauer mit Perowskit hergestellte LED-Displays aufweisen – Langzeittests sollen folgen.
Ein weiterer interessanter Aspekt betrifft die Grenzen des menschlichen Sehvermögens, da es eine physiologische Schwelle gibt, jenseits derer das menschliche Auge keine zusätzlichen Details mehr wahrnehmen kann.
Verbesserungen der Auflösung über etwa 576 Megapixel hinaus würden möglicherweise keinen wahrnehmbaren Nutzen mehr bringen, da das menschliche Auge Schwierigkeiten hätte, den Unterschied zu erkennen.
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