Während PC-Spieler noch gespannt auf Valves offizielles Steam-Machine-Comeback warten, prescht ein weiterer Dritthersteller mit einer eigenen Wohnzimmer-Lösung vor.
Das Unternehmen Playnix bietet ab sofort über seinen hauseigenen Online-Store einen kompakten Linux-Gaming-PC an, der für rund 1.140 Euro direkt den Platz unter dem heimischen Fernseher erobern will.
Um sich gegen die künftige Hardware-Konkurrenz von Valve zu behaupten, setzt das auf Linux basierende System als großes Zugpferd auf eine brandneue Radeon RX 9060 XT mit 16 GB VRAM.
Doch wer genauer auf das Datenblatt schaut, entdeckt einen technischen Unterbau, der teilweise nicht mehr zeitgemäß erscheint.
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Vermischung von aktueller und älterer Hardware
Der Star des rund 1.150 teuren PCs ist die Radeon RX 9060 XT-Grafikkarte mit 16 Gigabyte VRAM. Angetrieben wird das System von einem Ryzen 5-Prozessor mit 3,6 GHz und sechs Kernen sowie 16 Gigabyte DDR4 Arbeitsspeicher.
Dazu kommt eine 512 Gigabyte große NVMe SSD, ein Flex 600 Watt Netzteil sowie die Möglichkeit, eine weitere NVMe zu verbauen.
Bei den Anschlussmöglichkeiten setzt Playnix auf HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5, Gigabit Ethernet und eine wilde Mischung aus USB-Ports. So gibt es neben einem USB-C 3.1-Port zwei USB 3.0-Ports und ganze vier USB 2.0-Ports. Verbaut sind Noctua und Thermalright-Lüfter.
Playnix bewirbt das neue System als PC für das Wohnzimmer und gibt an, dass Spieler 4K 60 FPS mit FSR oder XeSS-Presets in Spielen wie Cyberpunk 2077 erreichen werden. Unabhängige Tests müssen dies aber noch bestätigen.
Ein genauer Blick in das Datenblatt wirft Fragen auf
Während die Grafikkarte von AMD im Juni 2025 vorgestellt wurde, ist Playnix bei einigen Komponenten Kompromisse eingegangen.
- Prozessor: Da das System DDR4-RAM verwendet, handelt es sich bei dem Prozessor wahrscheinlich um kein aktuelles AMD-Modell. Playnix selbst macht keine genauen Angaben hierzu.
- Arbeitsspeicher: Mit DDR4-3200 RAM setzt Playnix statt auf den neuen DDR5-Speicher auf langsameren Arbeitsspeicher.
- Anschlüsse: Vier USB-2.0-Ports sind im Jahr 2026 ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Allerdings gibt es zumindest neuere USB-Anschlüsse.
Die Hardware im Detail
- Maße: 320 x 247 x 64 mm / 12.6 x 9.7 x 2.5 inches
- Betriebssystem: PlaynixOS ( Arch-Linux-basierend)
- CPU - Ryzen 5500 - 6 cores 3.6Ghz 65W TDP
- Kühlung: Noctua & Thermalright-Lüfter
- RAM - 16 GB DDR4 3200MT/s Dual Channel (2x8GB)
- GPU - Radeon RDNA4 mit 32CUs 150W TDP (9060 XT)
- VRAM: 16 GB GDDR6
- SSD - NVME + freier NVME-Slot
- Netzwerk - Wi-Fi 6E & Bluetooth 5
- Ein- und Ausgänge: 2x USB 3.0 + 4x USB 2.0 + 1x USB-C 3.1 + 1x Gigabit Ethernet + 1x HDMI 2.1 mit HDR 4K 120hz / 8K 60hz Support+ 1x DisplayPort 2.1 mit HDR 4K 120hz / 8K 60hz Support
- Netzteil - Flex 600W
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Letztendlich präsentiert Playnix einen Linux-PC, der ältere und neuere Hardware vereint. Wer schlichtweg PC-Spiele in hoher Auflösung bequem auf dem heimischen Fernseher genießen möchte, dürfte dank der 16 Gigabyte VRAM der RX 9060 XT dennoch auf seine Kosten kommen.
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