Wenn ihr euren Medienserver mit Plex betreibt und mit dem Gedanken gespielt habt, ein Abo auf Lebenszeit abzuschließen, habt ihr nicht mehr allzu lange für »günstige« Konditionen Zeit.
Ab dem 1. Juli 2026 steigt nämlich der Einmalpreis für den sogenannten »Plex Pass« von 250 auf 750 US-Dollar – mal eben 500 US-Dollar mehr.
Bestehende Lifetime-Abonnenten sind laut Plex von der Änderung ausgenommen und behalten alle bisherigen Vorteile ohne Aufpreis. Monatliche und jährliche Abonnements bleiben (zumindest vorerst) ebenfalls unverändert.
- Plex selbst begründet den Schritt damit, dass man in der Vergangenheit überlegt habe, das Lifetime-Angebot ganz zu streichen, da wiederkehrende Abonnements die Entwicklung langfristig besser finanzierten.
- Stattdessen wolle man es nun zu einem Preis anbieten, der den »tatsächlichen, laufenden Wert« der Software widerspiegle, so die offizielle Ankündigung des Unternehmens.
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»Kein Preisanstieg, sondern Abschreckung«
Der Plex Pass schaltet unter anderem Hardware-Transcoding frei (also die Umrechnung von Videoformaten direkt auf der Grafikkarte statt der CPU) und ermöglicht es, Freunden und Familienmitgliedern kostenlosen Zugriff auf die eigene Mediathek zu gewähren. Hinzu kommen Sync-Funktionen, mobile Downloads und der Musikplayer »Plexamp«.
Wer diese Funktionen als Serverbetreiber täglich nutzt, bekommt ein vollwertiges Paket – allerdings zu einem Preis, der kaum noch nach entspanntem Einmalkauf klingt, wie die Heimkino-Community auf Reddit befindet.
Denn hier trifft die Ankündigung auf massiven Gegenwind.
Link zum Reddit-Inhalt
- Für »OpticYogi« ist die Strategie klar: Plex wolle damit einen Kaufrausch zum alten Preis auslösen und alle übrigen Nutzer dauerhaft in monatliche Abonnements drängen, deren Preise künftig ebenfalls steigen dürften.
- »BassCameron« bringt es hingegen auf einen anderen Punkt: Der neue Preis lese sich wie eine Kampfansage an alle, die partout kein Abo wollten. Plex wolle das Lifetime-Modell nicht offen abschaffen – sondern es durch schieren Schock unattraktiv machen.
- »After_shock7« formuliert es knapper: »Das ist kein Preisanstieg, das ist eine Abschreckung.«
Jellyfin wartet – und ist gratis
Nicht wenige in der Community verweisen auf »Jellyfin«, eine vollständig quelloffene und kostenlose Alternative zu Plex, die in den vergangenen Jahren deutlich an Funktionsumfang zugelegt hat.
»lidlpainauchocolat« stellt in diesem Kontext die Frage, die sich viele Plex-Nutzer nach der Ankündigung stellen dürften: In einer Welt, in der Jellyfin kostenlos ist und das Funktionsgefälle zu Plex rapide schließe, sei der Schritt zu einem so teuren Abonnement zumindest zu hinterfragen.
Ob Plex mit der Preiserhöhung tatsächlich die langfristige Entwicklung absichert oder schlicht potenzielle Lifetime-Käufer in Richtung Jellyfin oder günstigerer Alternativen treibt – das dürfte sich an den Nutzerzahlen der kommenden Monate ablesen lassen.
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