Poco M7 Pro 5G im Test: Ein 200-Euro-Handy mit beeindruckenden Specs

Ich habe das Poco M7 Pro 5G fünf Tage im Alltag getestet – es ist schon erstaunlich, was man mittlerweile für 200 Euro geboten bekommt.

Poco M7 Pro 5G im Test – trotz einiger Schwächen ist das Budget-Handy ein rundes Gesamtpaket. (Bild: GameStar Tech) Poco M7 Pro 5G im Test – trotz einiger Schwächen ist das Budget-Handy ein rundes Gesamtpaket. (Bild: GameStar Tech)

Mit dem Poco M7 Pro 5G stellt sich Xiaomi in der Handy-Einstiegsklasse neu auf. Das Smartphone erschien bereits Ende Dezember 2024 in Indien, seit Anfang April 2025 ist es nun auch in Deutschland erhältlich.

Ausgestattet mit einem 120-Hertz-AMOLED-Display, einer 50-Megapixel-Kamera und bis zu zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher könnte das M7 Pro ein echter Geheimtipp sein. Ist es das?

Ich habe das Handy fünf Tage im Alltag benutzt und schildere euch nachfolgend meine Erfahrungen.

Transparenzhinweis: Xiaomi hat mir das Poco M7 Pro 5G für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Poco M7 Pro 5G
Poco M7 Pro 5G
Das Poco M7 Pro 5G beweist sich im Test als gute Wahl für ein solides Alltags-Handy. Für rund 200 Euro (Straßenpreis) gibt es eine durchaus beeindruckende Ausstattung: ein helles OLED-Display mit 120 Hertz, eine lange Akkulaufzeit und Fast Charging mit 45 Watt. Daneben bietet das Handy auch NFC für mobiles Bezahlen, viel Arbeits- sowie Gerätespeicher. Abstriche müsst ihr bei der Leistung und Kamera machen, beides ist nur mittelmäßig. Zudem fällt der Support für große Android-Updates mager aus.
  • Helles OLED-Display mit 120 Hertz
  • Lange Akkulaufzeit
  • Schnelles Aufladen mit 45 Watt
  • 256 GB Speicher, erweiterbar
  • Mäßige Leistung
  • Mittelmäßige Kamera
  • Nur zwei große Android-Updates
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So habe ich getestet

Ich habe das Poco M7 Pro 5G fünf Tage im Alltag genutzt und dabei versucht, so viel wie möglich an diesem Gerät zu machen. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.

Spezifikationen
Technische Daten des Poco M7 Pro
DisplayAMOLED, 120 Hertz, 1.200 Nits Spitzenhelligkeit, 2.100 Nits lokale Spitzenhelligkeit, 1.080 x 2.400 Pixel, 395 ppi, 6,67 Zoll
Abmessungen162,4 x 75,7 x 8 mm Milimeter
Gewicht190 Gramm
OS-VersionAndroid 14
Geplante Updates4 Jahre Software-Updates, 2 OS-Updates
KameraHauptkamera (Weitwinkel): 50 Megapixel, f/1.5, Sony-Sensor, optische Bildstabilisierung

Tiefenschärfekamera: 2 Megapixel
Prozessor / GPUMediatek Dimensity 7025 Ultra
RAM / Speicher256 GB + 8 GB, 256 GB + 12 GB
Akku5.110 mAh
Display-EntsperrmethodeFingerabrucksensor, Gesicht, PIN
AnschlussUSB-C 2.0
IP-ZertifizierungIP64
KonnektivitätWiFi 5, Bluetooth 5.3, NFC, 5G, GPS + 3 weitere Satellitenortungssysteme, Kopfhörerbuchse
FarbenGrün, Silber, Lila
Preis (UVP)220 Euro / 260 Euro

Preis und Verfügbarkeit

Das Poco M7 Pro 5G hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 240 Euro in der Konfiguration mit 256 Gigabyte Speicherplatz und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher.  Die Variante mit 12 Gigabyte RAM schlägt mit 260 Euro zu Buche. Im freien Handel gibt es das Handy allerdings schon ab 200 Euro. Erhältlich ist es in den Farben Grün, Lila und Silber.

Lieferumfang

Wie bei den meisten aktuellen Smartphones ist auch der Lieferumfang des Poco M7 Pro 5G überschaubar.

Neben dem Handy selbst erhaltet ihr folgendes Zubehör:

  • USB-A-auf-USB-C-Ladekabel mit einer Länge von einem Meter
  • SIM-Eject-Tool
  • Kurzanleitung
  • Silikonhülle

In Deutschland kommt das Smartphone ohne ein Netzteil. Hier empfiehlt sich ein Handy-Ladegerät mit mindestens 45 Watt Leistung, sodass die Schnellladefunktion des Gerätes voll ausgenutzt werden kann. 

Durch die beiliegende Hülle ist das Handy gut vor Stößen geschützt. Es besteht aus einfachem Silikon.

Auch eine Schutzfolie ist ab Werk aufgebracht. Es handelt sich dabei um eine sehr dünne Kunststofffolie, die relativ schnell zerkratzt. Hier solltet ihr am besten in ein hochwertigeres Schutzglas investieren.


Design und Verarbeitung

Rahmen und Rückseite bestehen beim Poco M7 Pro aus Kunststoff, was in dieser Preisklasse durchaus üblich ist. Ich persönlich empfinde das nicht als Nachteil, denn Kunststoff verzeiht mitunter noch eher einen Sturz als Glas. 

Zudem fühlt es sich recht wertig an und der Rahmen ist so lackiert, dass man auf den ersten Blick denkt, er wäre aus Aluminium.

Die Rückseite bietet eine zweigeteilte Optik aus leicht strukturiertem Kunststoff mit und ohne Marmoreffekt. Damit sieht das Smartphone durchaus schick aus.

Wie bei den teuren Flaggschiff-Handys gibt es auch eine große Kamerainsel mit zwei ziemlich großen Linsen. Ehrlicherweise mogelt Poco hier jedoch ein wenig, denn die Linsen sind viel kleiner als deren große Fassungen – womöglich soll es dadurch wie ein Premium-Gerät aussehen.

Mit seinem 6,67 Zoll großen Display ist eine Einhandbedienung schwierig. Aufgrund schmaler Displayränder sowie des leicht abgerundeten Rahmens liegt das Handy allerdings nicht wie ein Klotz in der Hand, sondern lässt sich angenehm halten.

An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Das Poco M7 Pro macht einen wertigen Eindruck, auch die physischen Tasten sitzen stramm im Gehäuse und bieten keinerlei Spiel.

Xiaomi hat sein Budget-Handy mit einer IP64-Zertifizierung versehen. Damit ist es geschützt gegen Staub und Spritzwasser. Ein IP68-Schutz – also richtig wasserdicht – wäre schöner, allerdings ist das in diesem Preissegment noch selten.

Physische Knöpfe und Anschlüsse:

  • Rechte Seite: Ein-/Aus-Taste und Lautstärkewippe
  • Oberseite: Infrarot-Blaster, Sekundärmikrofon, 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
  • Unterseite: USB-C-Anschluss, Hauptmikrofon, Lautsprecher, SIM-Kartenfach

Hervorzuheben ist der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, der bei vielen modernen Smartphones fehlt und gerade für Nutzer kabelgebundener Kopfhörer ein nettes Feature ist.


Prozessor und Speicher

Das Poco M7 Pro 5G wird vom MediaTek Dimensity 7025 Ultra angetrieben, einem Mittelklasse-Prozessor mit acht Kernen aus dem Frühjahr 2025. Der Chip besteht aus zwei Performance-Kernen mit 2,5 GHz und sechs Effizienzkernen mit 2,0 GHz.

So teste ich die Performance
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Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU- sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.

In Geekbench 6 erreicht das Poco M7 Pro 5G 945 Punkte im Single-Core und 2.315 Punkte im Multi-Core-Test. Damit liegt es leicht vor dem ebenfalls günstigen HMD Fusion aus dem vergangenen Jahr und hinter dem kürzlich veröffentlichten Samsung Galaxy A36.

Im Vergleich zu Mittel- und Oberklasse-Handys zeigt sich ein deutlicher Unterschied bei der CPU-Performance. (Bild: GameStar Tech) Im Vergleich zu Mittel- und Oberklasse-Handys zeigt sich ein deutlicher Unterschied bei der CPU-Performance. (Bild: GameStar Tech)

Im AnTuTu Benchmark gibt es insgesamt 463.683 Punkte. Das ist für die Preisklasse ein ordentlicher Wert, der jedoch deutlich hinter aktuellen Mittelklasse- und Flaggschiff-Smartphones liegt.

Zum Vergleich: Das Honor Magic7 Pro mit dem Snapdragon 8 Elite erzielt im Single-Core knapp 3.200 und im Multi-Core fast 10.000 Punkte, bei AnTuTu sind es insgesamt 2.765.339 Punkte.

Bei der Gesamtleistung schneidet das Poco M7 Pro 5G ebenfalls bescheiden ab – es ist allerdings auch das günstigste Modell im Vergleich. (Bild: GameStar Tech) Bei der Gesamtleistung schneidet das Poco M7 Pro 5G ebenfalls bescheiden ab – es ist allerdings auch das günstigste Modell im Vergleich. (Bild: GameStar Tech)

Im Alltag merkt man die Leistungsgrenzen vor allem bei anspruchsvollen Spielen. Titel wie  »Genshin Impact« laufen zwar flüssig, allerdings wird die Grafik deutlich heruntergeregelt, sodass das Spiel nicht so hübsch aussieht wie auf leistungsfähigeren Geräten. Zudem ist die Ladezeit zum Spielbeginn sehr lang.

Die Leistung ist insgesamt also mittelmäßig. Für einfache Tätigkeiten wie Social Media, Mails, Surfen und andere Apps reicht sie jedoch aus. Hier ruckelt nichts und die Anwendungen öffnen sich zügig.

Video starten 26:26 BLINDTEST: Dieses Smartphone macht die besten Fotos!

Multitasking ist kein Problem. Selbst die kleinere Ausstattungsvariante kommt mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher, die größere (mein Testgerät) mit zwölf Gigabyte RAM.

Ein großer Pluspunkt gegenüber vielen aktuellen Smartphones ist die Möglichkeit zur Speichererweiterung per microSD-Karte. Allerdings teilt sich der microSD-Slot mit einem der beiden SIM-Slots, sodass ihr euch zwischen Dual-SIM und Speichererweiterung entscheiden müsst.

Mit 256 Gigabyte bietet das M7 Pro allerdings schon ab Werk viel Speicherplatz.


Display

Das Poco M7 Pro 5G besitzt ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.080 x 2.400 Pixeln (Full HD+). Mit 395 ppi (pixel per inch – Pixel pro Zoll) ist die Pixeldichte ausreichend hoch, sodass Texte scharf dargestellt werden und ich mit bloßem Auge keine einzelnen Pixel erkennen kann.

Die Bildwiederholrate von 120 Hertz sorgt für flüssiges Scrollen und eine weiche Bedienung. Das OLED-Panel unterstützt zudem Dolby Vision und HDR10+, was bei der Wiedergabe entsprechender Videos richtig gut aussieht.

Die maximale Display-Helligkeit liegt bei 1.200 Nits. Das ist ausreichend, um den Bildschirminhalt auch bei hellem Sonnenlicht noch gut ablesen zu können. Bei der Wiedergabe von HDR-Inhalten erreicht das Display in kleinen Bereichen 2.100 Nits.

Geschützt wird das Display durch Corning Gorilla Glass 5. Das entspricht zwar nicht mehr der neuesten Generation, bietet aber einen ordentlichen Schutz vor Kratzern.

Die Displayränder sind schmal und nur leicht dicker als die meines iPhone 13 Pro – für den Preis richtig gut.

Der im Display integrierte optische Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig und recht schnell, wenn auch nicht ganz so flott wie die Ultraschall-Sensoren in Premium-Geräten.


Akkulaufzeit

Das Poco M7 Pro 5G ist mit einem 5.110-Milliamperestunden-Akku ausgestattet. Beim Aufladen unterstützt das Gerät Fast Charging mit bis zu 45 Watt über Kabel. Mit einem passenden Netzteil lässt sich der Akku in etwa 70 Minuten vollständig aufladen. 

Kabelloses Laden wird nicht unterstützt, was in dieser Preisklasse allerdings üblich ist.

So teste ich die Akkulaufzeit
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Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.

Im Benchmark-Test von PCMark hielt das Poco M7 Pro 5G 17 Stunden und 57 Minuten durch. Das ist ein wirklich gutes Ergebnis, mit dem es das günstige Budget-Handy auch mit teuren Modellen aufnehmen kann.

Es siedelt sich zwischen Galaxy S25 und S25 Ultra an und liegt noch vor dem Galaxy A36.

Bei der Akkulaufzeit muss sich das Poco M7 Pro nicht vor teureren Modellen verstecken. (Bild GameStar Tech) Bei der Akkulaufzeit muss sich das Poco M7 Pro nicht vor teureren Modellen verstecken. (Bild GameStar Tech)

Im Alltag kam ich mit dem Smartphone locker durch den Tag und bei moderater Nutzung waren auch zwei Tage problemlos möglich.

Hinweis zur Akkulaufzeit
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Die Akkulaufzeit hängt in erster Linie von eurer Handynutzung ab. Wer stundenlang TikToks mit maximaler Bildschirmhelligkeit schaut, wird vermutlich jeden Abend an die Steckdose müssen. Bei einer »normalen« Alltagsnutzung sollte das Handy jedoch bis zu zwei Tage durchhalten.


Kamera

Das Kamerasystem des Poco M7 Pro 5G besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit f/1.5-Blende und optischer Bildstabilisierung (OIS) sowie einem 2-Megapixel-Tiefensensor. Einen richtigen Telezoom gibt es nicht, immerhin aber einen zweifach optischen Zoom.

Bei Sonnenschein liefert die Hauptkamera gute Fotos mit natürlichen Farben, einer guten Schärfe und vielen Details.

Wenn der Himmel jedoch bewölkt ist, neigt das Poco zu relativ dunklen Aufnahmen. Hier schwächelt es dann auch etwas bei Schärfe und Details.

Bei abendlichen Aufnahmen kommt das Poco M7 Pro ebenfalls nicht an Premium-Modelle heran. Mitunter gelingen brauchbare Aufnahmen, allerdings sind die meisten Fotos stark weichgezeichnet und wenig detailliert.

Für Foto-Enthusiasten ist das M7 Pro 5G also nicht die erste Wahl – es erledigt seinen Job und ist in jedem Fall ausreichend für Schnappschüsse.

Die Frontkamera mit 20 Megapixeln macht bei guten Lichtbedingungen ansprechende Selfies mit natürlichen Hauttönen.

Bei schwächerem Licht im Innenraum lässt die Qualität jedoch spürbar nach. Hier werden die Aufnahmen zum Zweck der Rauschunterdrückung stark weichgezeichnet.

Für Video-Chats oder Selfies reicht die Qualität aus meiner Sicht aus, wenn ihr auf eine ordentliche Beleuchtung achtet und im Zweifel eine Zimmerlampe einschaltet.

Ein wichtiger Hinweis zur Videofunktion: Sollte diese euch wichtig sein, so ist das Poco M7 Pro 5G nicht zu empfehlen. Das Handy kann nämlich maximal in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. 60 Bilder pro Sekunde, 4K oder gar 8K sind nicht möglich.

Lautsprecher

Das Poco M7 Pro 5G ist mit zwei Lautsprechern ausgestattet, bietet also Stereosound. Der Hersteller wirbt mit einem 300-prozentigen »Lautstärke-Boost«. Auf höchster Stufe ist die Lautstärke wirklich sehr hoch, allerdings verzerrt der Sound dann auch.

Auf moderater Einstellung ist der Klang ausreichend für Videos auf der Couch oder auch Podcasts – wirklich gut ist er aber nicht.

Zudem ist der untere Hauptlautsprecher etwas lauter abgestimmt als der in der Hörmuschel. Damit kommt der Sound im Querformat nicht aus der Mitte, sondern eben etwas mehr von unten.


Konnektivität

Das Poco M7 Pro 5G bietet eine solide Ausstattung an Verbindungsoptionen, allerdings bemerkt man hier auch den Unterschied zu Premium-Modellen.

Was fehlt, ist einerseits der Support für eSIM. Andererseits gibt es mit WiFi 5 nur einen älteren Wireless-Standard.

Ansonsten kann das Handy allerdings durch eine breite Ausstattung punkten. Auch NFC ist an Bord, sodass mit dem Poco M7 Pro auch das mobile Bezahlen per Smartphone funktioniert.

Die Ausstattung im Überblick:

  • 5G-Unterstützung
  • WiFi 802.11 a/b/g/n/ac
  • Bluetooth 5.3 
  • GPS, GLONASS, GALILEO und BDS 
  • USB-C-Anschluss
  • Infrarot-Blaster zur Nutzung als Fernbedienung
  • 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
  • UKW-Radio

Betriebssystem und Updates

Das Poco M7 Pro 5G wird mit Android 14 und Xiaomis HyperOS-Oberfläche ausgeliefert. In den kommenden Monaten sollte das Update auf Android 15 bereitstehen.

Sicherheits-Updates gibt es bis 2029 – also vier Jahre. Bei den großen Android-Updates sieht das anders aus. Hier sind lediglich zwei geplant. Das ist mager.

Samsung bietet selbst für das günstige Galaxy A26 einen Update-Support über sechs Jahre.

Die Herstelleroberfläche HyperOS erinnert ein wenig an Apple iOS. Das Kontrollzentrum ist sehr ähnlich und die Oberfläche ermöglicht das Ablegen der installierten Apps auf mehreren Homescreens wie beim iPhone.

Bei der Einrichtung könnt ihr jedoch auch die Bedienung über den App Drawer auswählen, bei dem alle installierten Apps durch ein vertikales Streichen vom unteren Bildschirmrand erreicht werden.

Ansonsten liegt HyperOS 2 nahe an Stock Android – dies ist die unveränderte, von Google bereitgestellte Version des Android-Betriebssystems ohne herstellerspezifische Anpassungen oder vorinstallierte Drittanbieter-Apps.

Ab Werk gibt es jedoch einiges an Bloatware. Dazu gehören verschiedene Spiele, Social-Media-Apps und andere Anwendungen, die nicht jeder braucht. Immerhin lassen sich diese Apps aber problemlos deinstallieren.


Besondere Features

Wirklich besondere Features gibt es beim Poco M7 Pro 5G zwar nicht. Allerdings bietet es einige Funktionen, die längst nicht (mehr) alle Handys bieten.

Die Unterstützung für kabelgebundene Kopfhörer ist mitunter nützlich – diese sind etwa im Bereich von Kinder-Kopfhörern oder auch im HiFi-Umfeld noch weitverbreitet.

Wer gerne Radio unabhängig vom Datenvolumen hören möchte, kann das außerdem über die vorinstallierte UKW-App tun.

Der Infrarot-Blaster ist ein nettes Gimmick, das man noch häufiger in einigen asiatischen Modellen findet. Damit lässt sich das Poco als Fernbedienung für Fernseher, DVD-Player und andere Geräte mit Infrarot-Empfänger nutzen. Eine entsprechende App ist bereits vorinstalliert.


Solltet ihr euch das Poco M7 Pro 5G kaufen?

Das Poco M7 Pro lohnt sich für euch, wenn…

  • ihr ein günstiges Smartphone mit tollem OLED-Display und genügend sowie erweiterbarem Speicherplatz sucht.
  • ihr ein Handy mit Kopfhöreranschluss sucht, welches zu einem günstigen Preis ein rundes Gesamtpaket bietet.

Mögliche Alternativen zum Poco M7 Pro 5G

Samsung Galaxy A36 5G: Dieses Modell kostet etwas mehr, bietet aber eine bessere Kamera und sechs Jahre Android-Updates. Auch die Performance ist etwas höher im Vergleich zum M7 Pro.

Xiaomi Redmi Note 14 5G: Das Handy gibt es bereits für unter 200 Euro und es bietet eine sehr ähnliche Ausstattung. Die Hauptkamera löst bei diesem Modell jedoch mit 108 Megapixeln auf, zudem gibt es eine zusätzliche Makro- und Ultraweitwinkelkamera.

Es ist schon erstaunlich, was man mittlerweile für rund 200 Euro bekommt. Das Poco M7 Pro 5G kann selbstverständlich nicht mit aktuellen Flaggschiff-Modellen mithalten. Dafür sind unter anderem Kamera und Leistung schlicht nicht gut genug.

Wer jedoch ein solides Alltags-Handy für einfache Tätigkeiten sucht, bekommt ein Smartphone mit tollem 120-Hertz-OLED-Display, welches zudem auch noch richtig hell ist. Zudem gibt es genügend Arbeitsspeicher für Multitasking und ausreichend Gerätespeicher, der sich einfach erweitern lässt.

Auch die lange Akkulaufzeit und das Schnellladen mit bis zu 45 Watt sprechen für das M7 Pro, auch wenn es leider nur zwei Android-Updates geben wird. Dafür erhält das Handy immerhin vier Jahre lang Sicherheits-Patches.

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