Neue Podcasts zu finden, war noch nie einfacher: Meine Lieblingsalternative zu Spotify ist kostenlos und werbefrei

Ich habe mit Boxlore eine Podcast-App gefunden, die Spotify in jeder Hinsicht schlägt und dabei sogar vollkommen kostenlos ist.

Ich habe mit Boxlore eine neue Lieblings-App für Podcasts gefunden – auch wenn es eine Einschränkung gibt. (Bildquelle: GameStar Tech) Ich habe mit Boxlore eine neue Lieblings-App für Podcasts gefunden – auch wenn es eine Einschränkung gibt. (Bildquelle: GameStar Tech)

Mein Spotify-Rückblick beweist es jedes Jahr aufs Neue: Ich verbringe genauso viel Zeit mit Podcasts wie mit Musik. Trotzdem fällt es mir extrem schwer, abseits meiner üblichen Exklusiv-Titel wirklich überzeugende neue Shows zu finden. 

Die Boxlore App ändert das gerade radikal. Schon kurz nach dem Download habe ich dort drei neue Podcast-Reihen für mich entdeckt. Das gelingt der App mit smarten Features und einem Twist, den ihr bei Spotify, Overcast und Co. vergeblich sucht. 

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Clevere Algorithmen statt endloser Podcast-Suche

Wenn ich in Apps wie Spotify nach neuen Podcasts suche, kommt mir erst mal eine Flut an Angeboten entgegen, bei der ich schnell mal den Überblick verliere.

Neben einzelnen vielversprechend klingenden Wissens-Podcasts finde ich vor allem Krimi-Shows und das nächste Projekt irgendwelcher Influencer, mit denen ich nichts anfangen kann.

Wirklich gute Inhalte muss ich meistens länger suchen, da der Spotify-Algorithmus nur anhand meines Hörverhaltens Vorschläge macht. Und da ist es ähnlich wie bei den Musikvorschlägen, die ich bekomme: Ein großer Teil gefällt mir einfach nicht.

Boxlore verfolgt hier einen komplett anderen Ansatz und der funktioniert beeindruckend gut. Beim ersten Start der App habt ihr erst mal die Möglichkeit, eure bisherige Podcast-Bibliothek zu importieren oder mithilfe einer kosten- und trackingfreien KI persönliche Vorschläge zu erhalten.

Um leichter neue Podcasts zu finden, gibt es den cleveren Boxlore-Algorithmus. (Bildquelle: GameStar Tech) Um leichter neue Podcasts zu finden, gibt es den cleveren Boxlore-Algorithmus. (Bildquelle: GameStar Tech)

Statt einem x-beliebigen Modell eure Antworten weiterzuleiten, stellt der KI-Assistent sinnvolle Fragen, um eure Antworten mit der Datenbank der App abzugleichen. Nach dem Beantworten der Fragen gibt es schließlich eine kompakte Übersicht mit einigen Vorschlägen.

Bei mir hat das sehr gut funktioniert, sodass ich am Ende vor allem Science- und Politik-Podcasts empfohlen bekommen habe, von denen ich in einige bereits reingehört habe. Über die Zeit macht sich die App dann ein Benutzerprofil von euch, um noch passendere Inhalte zu empfehlen.

Die Daten über euch gehen dabei an keinen Server und werden komplett lokal auf eurem Gerät gespeichert. Laut dem Entwicklerteam hinter Boxlore sind die einzigen Informationen, die gesammelt werden, solche, die Fehler oder nicht genutzte Funktionen betreffen.

Alle Features, die ich mir wünsche – mit einem dicken Abzug

Im Kern bietet Boxlore so ziemlich alle Funktionen, die man von einer Podcast-App erwartet, darunter Wiedergabe, Warteschlange, Downloads, Benachrichtigungen, Widgets und mehr.

Hinzu kommen zahlreiche Features, die Spotify bis heute nicht eingebaut hat. Das zeigt sich allein in der modernen und intuitiv gestalteten Oberfläche der App.

Alle benötigten Schaltflächen, darunter Geschwindigkeitsregelung, Sleep-Timer, Download, Warteschlange und Transkripte, sind leicht zu finden und mindestens genauso einfach zu bedienen.

Die Benutzeroberfläche von Boxlore beweist: Open-Source kann richtig gut aussehen. (Bildquelle: GameStar Tech) Die Benutzeroberfläche von Boxlore beweist: Open-Source kann richtig gut aussehen. (Bildquelle: GameStar Tech)

Die Episodenbeschreibungen sind zudem übersichtlich am unteren Rand angeordnet, sodass keine wichtigen Informationen untergehen. 

Im Library-Tab kann ich außerdem sehen, welche Shows ich mit Tags versehen habe, bei welchen Podcasts es neue Folgen gibt und ob ich gerade irgendwelche Inhalte heruntergeladen habe.

Doch während mir die App alles liefert, was ich mir von einer guten Podcast-Anwendung wünsche, gibt es einen Grund, warum ich am Ende dann doch nicht komplett von Spotify wegkomme. Und das sind die exklusiven Titel des Streaminganbieters.

Boxlore bietet nur die Inhalte an, auf die sie legal zugreifen kann. Im Fall der App wird dafür der Podcast-Index genutzt, der frei zugängliche Shows sammelt und den Zugriff auf diese erleichtert. Beliebte Formate wie Gemischtes Hack, Kaulitz Hills oder Wissen Weekly gibt es am Ende nur bei Spotify.

Kostenlos und werbefrei: Der Boxlore-Ansatz

Mein Vergleich zu Spotify kommt übrigens nicht von ungefähr. Die App wurde bewusst als eine Alternative zu der Plattform und anderen Podcast-Diensten entwickelt, die ihre Angebote hinter Bezahlschranken und Abos verstecken.

Boxlore erklärt das in ihren Grundwerten wie folgt:

»Podcasting ist einer der wenigen Bereiche, der weiterhin frei zugänglich geblieben ist. Wir haben bereits gesehen, was passiert ist, als Giganten versucht haben, ihn zu privatisieren. Spotify hat über eine Milliarde Dollar in den Aufkauf von Studios und exklusive Bezahlschranken gesteckt, während Google seinen eigenen Player abgeschafft hat, um die Hörer in den YouTube-Algorithmus zu treiben.«

Weitergehend erklärt das Entwicklerteam von Boxlore, dass sie deshalb keine Werbung, keine Abonnements und keine Bezahlschranken haben und das Programm auch in Zukunft kostenfrei anbieten werden:

»Software, die Menschen dabei hilft, zu lernen, zuzuhören und zu entdecken, sollte einfach so existieren – ohne Haken.«

Fairphone 6
Niederlande
Fairphone 6
Gigaset GS6
Deutschland
Gigaset GS6
Punkt MC02
Schweiz
Punkt MC02
Nothing Phone (3)
England
Nothing Phone (3)
Crosscall Stellar M6
Frankreich
Crosscall Stellar M6

Klare Empfehlung trotz eingeschränkter Auswahl

Nachdem ich die App nun etwas ausprobieren konnte, bin ich von dem Angebot einfach nur begeistert. In der Anwendung finde ich alle Funktionen, die ich von einer guten Podcast-App erwarte, und freue mich darauf, weitere spannende Shows und Miniserien zu entdecken.

Weil der Algorithmus so gut funktioniert und das Entdecken neuer Inhalte durch das geniale Design wirklich Spaß macht, kann ich euch die App nur empfehlen – auch wenn ihr die Inhalte am Ende vielleicht über eine andere Anwendung abspielt. Es spricht schließlich nichts dagegen, Boxlore parallel zu Spotify, Apple Music, Overcast und Co. zu verwenden.

Einzig, wenn ihr exklusive Titel hören wollt, schaut ihr bei Boxlore leider ins Leere. Solange sich da lizenztechnisch nichts ändert, wird das aber auch weiterhin der Fall sein. Es bleibt jedenfalls spannend, was die Anwendung in der Zukunft noch liefert, nachdem sie sich aktuell noch in der Version 0.0.25 befindet.


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