Der rasante Aufstieg von KI-Diensten hat in vielen Bereichen der Medienlandschaft für große Verwerfungen gesorgt. Vor allem die Frage, ob ein Video, ein Bild oder ein Song von einer künstlichen Intelligenz erstellt worden ist, beherrscht den Raum.
Während für einige nur zählt, ob die Musik gefällt, wünschen sich andere mehr Transparenz oder sogar Filter.
Spotify zieht daraus nun Konsequenzen: Wie der Streaming-Dienst am 11. ankündigte, wird ab Mitte September ein sogenanntes »AI Persona«-Label eingeführt.
Dieses neue Label soll Hörer künftig transparent darüber informieren, wenn es sich bei einem Künstlerprofil auf der Plattform nicht um einen Menschen, sondern um eine KI-generierte Identität handelt.
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Raus aus dem Algorithmus: Die Konsequenzen für KI-Künstler
Sichtbar wird das Label künftig auf dem Profilbanner, im Info-Bereich, in den Suchergebnissen und direkt in den Tracklisten der Playlists.
Das neue Label ist dabei nicht nur ein reiner Warnhinweis an die Spotify-Nutzer, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf die Sichtbarkeit eines KI-Songs auf der Plattform.
Standardmäßig werden als KI identifizierte Künstler komplett aus den algorithmischen und redaktionellen Empfehlungen ausgeschlossen.
Das bedeutet, dass KI-generierte Musik weder im Mix der Woche
noch in kuratierten Playlists auftaucht. Wer die Musik einer KI-Persona hören möchte, muss dem Profil explizit folgen oder gezielt danach suchen.
Kontrolle und Transparenz: So findet Spotify die KI-Profile
Spotify setzt bei der Erkennung von KI-Musik auf eine Mischung aus freiwilligen Angaben und Kontrolle.
Neben der Möglichkeit der Selbstauskunft über die Einstellungen für Künstler auf der Plattform möchte Spotify auch aktiv werden und mit eigenen Mitarbeitern auf die Suche nach KI-Profilen gehen. So könnten etwa Bilder oder Informationen über den Künstler Hinweise geben, die dann verfolgt werden.
Zudem sollen Hörer die Möglichkeit bekommen, verdächtige Profile zu melden. Künstler erhalten ein Einspruchsrecht, um falsche Entscheidungen anzufechten.
KI-Musik bleibt erlaubt
Wichtig ist Spotify dabei eine klare Unterscheidung: Das neue Label zielt ausschließlich auf die öffentliche Identität des Künstlers ab, nicht auf die Art und Weise, wie die Musik produziert wurde.
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Künstliche Intelligenz als kreatives Werkzeug im Studio zu nutzen, ist weiterhin erlaubt. Hierfür bietet Spotify bereits Tools wie die »AI Credits« oder »SongDNA« an, mit denen echte Musiker transparent machen können, wie sie KI im kreativen Prozess eingesetzt haben.
Das Ziel von Spotify ist also kein generelles KI-Verbot, sondern der Schutz der Hörer vor Täuschung.
Nun ist eure Meinung gefragt. Wie steht ihr zu KI-Musik? Versucht ihr, sie zu meiden oder geht es euch in erster Linie darum, ob euch ein Song gefällt? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.



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