Embracer wächst zum Konzern, und das birgt Gefahren für uns Spieler

Die THQ-Nordic-Mutter erweitert ihr Geschäft um Brettspiele, Comics, Serien. Ein neuer Medienkonzern entsteht - das kann für uns Spieler nachteilig sein.

von Michael Graf, Manuel Fritsch, Human Nagafi,
12.01.2022 08:00 Uhr

Neben Videospielen wie Elex 2, Biomutant, Deep Rock Galactic (seit August 2021) und dem KotOR-Remake, gehören nun auch Brettspiele und Comics zur Embracer-Familie. Neben Videospielen wie Elex 2, Biomutant, Deep Rock Galactic (seit August 2021) und dem KotOR-Remake, gehören nun auch Brettspiele und Comics zur Embracer-Familie.

Embracer ist inzwischen größer als Activision-Blizzard oder Electronic Arts, zumindest nach der Belegschaftsgröße. Bei der schwedischen Muttergruppe von THQ Nordic, Koch Media, Gearbox und insgesamt knapp 100 Entwicklerstudios arbeiten über 11.000 Menschen. Falls die geplante Übernahme des französischen Brettspielverlags Asmodée klappt, sind es sogar über 12.000 - Activision-Blizzard und EA kommen auf jeweils rund 10.000.

Überhaupt: Asmodée. 2,75 Milliarden Euro will sich Embracer die Übernahme des weltgrößten Brettspielverlags kosten lassen. Zugleich verzweigen sich die Schweden in weitere Medien jenseits des Gamings. Im Dezember 2021 haben sie den US-amerikanischen Comic-Publisher Dark Horse geschluckt, der auch Film- und Serienprojekte wie The Umbrella Academy (Netflix) betreut. Ebenfalls neu zur Embracer-Familie gehört der Berliner Streaming-Anbieter Spotfilm Networx, der unter anderem den Youtube-Kanal Netzkino betreibt.

Embracer wächst immer weiter, fast unbemerkt entsteht im Norden Europas ein Medienkonzern. Was wollen die erreichen - und wann kommt nun das Gothic-Brettspiel? Das und mehr besprechen wir im Podcast.

Folge verpasst? Alle Podcast-Episoden in der Übersicht

Es ist bereits der zweite Podcast, den wir über Embracer aufnehmen - zuletzt hatten wir nach der Gearbox-Übernahme einen Blick nach Schweden geworden. Wer Folge 1 noch nicht gehört hat, sollte das also erst mal nachholen.

Und weil Embracer wächst, wächst auch unser Analyse-Team. Diesmal spricht Micha nämlich gleich mit zwei Gästen:

  • Human Nagafi ist Unternehmensberater bei 1789 Innovations, Podcaster bei Corporate Therapy und immer gerne bereit, über Embracer zu sprechen.
  • Manuel Fritsch kennt ihr als GameStar-Autor und von Insert Moin, als Brettspielexperte sitzt er zudem in der »Spiel des Jahres«-Jury und hat einiges zu Asmodée (und anderen Übernahmen) zu sagen.

Unsere Diskussion bringt Hoffnungen hervor, aber auch Befürchtungen. Zu Letzteren gehört, dass sich Embracer immer mehr vom modernen Spielen verführen lässt. Schließlich bringen Service- und Mobile-Games viel Geld...

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