Zwei neue PC-Gaming-Controller zeigen mir, dass es manchmal besser ist, zu günstigeren Modellen zu greifen

Der günstigere von beiden macht sogar einiges besser.

Der günstigere PowerA OPS V1 hat mich eher überzeugt. Der günstigere PowerA OPS V1 hat mich eher überzeugt.

PowerA hat neue Controller für PC-Spieler veröffentlicht, die unter dem Namen »Overpowered Series« erschienen sind. Es gibt ein Modell für etwa 50 und eines für 100 Euro.

Ich habe beide vom Hersteller zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen und empfehle euch, eher zum günstigeren Modell zu greifen – obwohl das teurere Modell auf dem Papier besser ist. 

PowerA OPS V1 und V3: Was haben sie gemeinsam? 

Beide Controller sind sich äußerlich sehr ähnlich. Beide Controller sind sich äußerlich sehr ähnlich.

Auf den ersten Blick ähneln sich beide Controller sehr. Beide besitzen ein Xbox-Layout mit asymmetrischer Stick-Platzierung. Ansonsten gibt es weitere Features, die ihr bei beiden Controllern findet:

  • Kabellos per USB-Dongle
  • Kabelgebunden, mit USB-C-Kabel
  • Hall-Effekt-Joysticks
  • Trigger mit drei verschiedenen Stufen 
  • Turbo-Funktion
  • Vier frei belegbare Tasten auf der Rückseite
  • Kompatibel mit PC und Android 6.0 und höher
  • 1.000 Hz Abtastrate mit Kabel, 500 Hz kabellos

Diese Features sind vor allem beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der OPS V1 nur 50 Euro kostet. Trotzdem hat der OPS V3 Pro ein paar sehr interessante Upgrades, aber auch Schwächen, weshalb ich eine Empfehlung für den teureren Controller schwierig finde. 

PowerA OPS V1 und V3: Wo sind die Unterschiede?

Beim teureren PowerA OPS V3 Pro könnt ihr die Analog-Stick-Höhe einfach verstellen, indem ihr ihn im Uhrzeigersinn dreht. Beim PowerA OPS V1 müsst ihr auf Stick-Aufsätze setzen. Zwei sind im Lieferumfang enthalten. Beim teureren PowerA OPS V3 Pro könnt ihr die Analog-Stick-Höhe einfach verstellen, indem ihr ihn im Uhrzeigersinn dreht. Beim PowerA OPS V1 müsst ihr auf Stick-Aufsätze setzen. Zwei sind im Lieferumfang enthalten.

Der PowerA OPS V3 Pro kostet 100 Euro und bietet dafür ein paar zusätzliche Features, wovon das hier zuerst genannte sogar bislang einzigartig ist:

  • mit einem Drehmechanismus höhenverstellbare Analog-Sticks
  • zwei zusätzliche Schultertasten, die ihr frei belegen könnt
  • mechanische Klick-Schalter unter den Tasten und dem Steuerkreuz
  • Griffe, die vorne und hinten texturiert sind. Der OPS V1 hat nur hinten eine feine Textur.
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
  • Ladestation mit USB-A-Anschluss für den Empfänger und USB-C für den PC. 

Vor allem die Analog-Sticks mit dem »Quick-Twist«-Mechanismus gefallen mir sehr gut. Es ist ein Feature, das ich mir am liebsten für jeden Controller wünsche. Warum genau, erfahrt ihr hier:

Trotzdem gibt es ein paar große Schwachstellen, die mir beim OPS V3 Pro aufgefallen sind, aber nicht beim günstigeren OPS V1:

Der Controller hat keine richtigen Glättungsringe: Das heißt, der Kunststoff der Analog-Sticks reibt sich schnell ab und das führt dazu, dass sich das Bewegen vom Stick rau und kratzig anfühlt. Außerdem hinterlässt der Abrieb weißen Staub.

Beim günstigeren OPS V1 sind gewöhnliche Glättungsringe eingebaut – die Sticks fühlen sich deutlich geschmeidiger an. 

Power OPS V3 Pro Power OPS V1 Power OPS V3 Pro Power OPS V1

Der Analog-Stick des PowerA OPS V3 Pro sah schon nach zwei Tagen so aus. Er fühlt sich inzwischen sehr viel rauer an, als der beim OPS V1.

Das Steuerkreuz ist ungenau: Bei Links- und Rechtseingaben schleichen sich sehr schnell unbeabsichtigte Oben- und Unten-Eingaben ein. Beim OPS V1, der beim Steuerkreuz auf Membranschalter setzt, passiert das wesentlich seltener. 

Die Ergonomie: Die Texturierung des OPS V3 Pro ist sehr rau. Es fühlt sich fast an, wie ein Schleifpapier. Der OPS V1 liegt meinem Empfinden nach besser in der Hand. 

Die texturierten Griffe beim OPS V3 Pro sind meiner Meinung nach keine Verbesserung. Der OPS V1 liegt für mich bequemer in der Hand. Die texturierten Griffe beim OPS V3 Pro sind meiner Meinung nach keine Verbesserung. Der OPS V1 liegt für mich bequemer in der Hand.

Die Tasten auf der Rückseite könnten besser sein: Trotz ihrer einfachen Erreichbarkeit habe ich die vier Tasten auf der Rückseite nur selten unbeabsichtigt gedrückt. Allerdings bleibt bei meinem OPS V3 Pro-Modell einer dieser vier Tasten immer wieder stecken.

Dabei könnte es sich aber auch um einen Einzelfall handeln. Beim OPS V1 ist mir das Problem indes bisher nicht aufgefallen.


Benötigt ihr Hilfe bei Controller-Begriffen? Dann schaut gerne in unseren Guide dafür rein: Hall-Effekt, Deadzone und mehr: Welche Begriffe ihr beim Kauf eines Controllers kennen müsst


Meine Empfehlung

PowerA OPS V1: Dieser Controller hat ein äußerst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich kann euch ihn ohne Bedenken weiterempfehlen. Die Analog-Sticks sind dank Hall-Effekt-Technologie langlebig, ihr habt vier zusätzliche Tasten, drei verschiedene Trigger-Stufen und sogar eine 1.000-Hz-Abtastrate.

Für 50 Euro trefft ihr hiermit keine schlechte Entscheidung. 

Ihr müsst allerdings auf die höhenverstellbaren Sticks verzichten. Dafür legt PowerA zwei Stickkappen bei. Zusätzliche Schultertasten gibt es nicht. 

PowerA OPS V3 Pro: Für einen Preis von 100 Euro erwarte ich, dass der Controller Analog-Sticks verbaut hat, die sich nicht durch gewöhnliche Nutzung abschleifen. Das Steuerkreuz ist zudem nicht so genau wie beim günstigeren Modell. 

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier nicht so gut wie beim OPS V1, aber der Controller kann sich dennoch lohnen, wenn ihr die höhenverstellbaren Sticks, die zwei zusätzlichen Schultertasten und die mechanischen Schalter unter den Tasten schätzt. 

Habt ihr Fragen zu den beiden Controllern? Dann stellt sie mir gerne unten in den Kommentaren! Und wenn ihr selbst Erfahrung mit ihnen habt, dann teilt sie gerne mit uns! 

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