Manchmal meint es der Steam-Algorithmus doch noch gut mit alten und altgedienten Strategiespiel-Kennern wie mir. Zwischen zahllosen Deckbuildern und pixeligen Roguelikes stolperte ich vor wenigen Wochen eher zufällig über einen Titel namens Powerplay.
Ein Blick auf die Screenshots genügte, um meinen Puls in die späten 90er-Jahre zurück zu katapultieren: isometrische Perspektive, kühler Science-Fiction-Look, Map-Design mit perfekter Command&Conquer-Nostalgie. Hach, es ist, als wäre die gute, alte Westwood-Zeit wieder da!
Doch hinter der charmanten Retro-Fassade des Montrealer Entwicklerstudios Frantic verbirgt sich keineswegs bloß eine fade Kopie. Powerplay, das Ende Juli 2026 für rund 18 Euro im Early Access auf Steam gestartet ist, kreuzt das vertraute RTS-Gefühl von C&C und Age of Empires mit der Logistik einer Fabrikautomation, ähnlich wie der kommende Genre-Heiland D.O.R.F.
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Sieht aus wie früher, nur schöner: Powerplay beschwört den Geist der Echtzeit-Strategie
- ... ihr gerne per Tank-Rush angreift oder euch in der Basis einigelt.
- ... ihr am liebsten alleine spielt.
- ... ihr ein besonders ausgefeiltes Missionsdesign benötigt.
- ... euch ein Multiplayer-Modus wichtig ist.
Industrie des Krieges
Ich weiß gar nicht, wie oft ich mich schon in Tests von Echtzeit-Strategiespielen über die künstlichen Fesseln von Bevölkerungslimits und Kamera-Zoomstufe aufgeregt habe. Multiplayer-Balancing und Performance-Überlegungen haben zu oft dafür gesorgt, dass die Schlachten in Strategiespielen abseits von Total War im Klein-klein versumpfen.
Powerplay streift diese Fesseln ab: Ihr könnt so viele Einheiten produzieren wie ihr wollt und die Kamera bis in die Stratosphäre verpflanzen, um die ganze Karte auf einmal im Blick zu behalten. Selbst bei den Gebäuden eurer Basis sind euch keine Grenzen gesetzt, denn hier müsst ihr keine Strom produzierende Kraftwerke errichten, die das Wachstum begrenzen. Wer den Platz und die Ressourcen hat, darf in Powerplay dem Gigantismus fröhnen.
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