Modder baut einen Handheld für PS2-Spiele – und er kommt vollständig ohne Emulation aus

Das coole Retro-Projekt ist aber so anspruchsvoll, dass er den Nachbau kaum empfehlen kann.

Der Handheld kann PS2-Spiele ganz ohne Emulation abspielen. (Bild: tschicki auf GitHub) Der Handheld kann PS2-Spiele ganz ohne Emulation abspielen. (Bild: tschicki auf GitHub)

Mit der PSP hat Sony zum Ende der PS2-Ära im Jahr 2005 den ersten eigenen Handheld auf den Markt gebracht. Die Konsole setzte allerdings auf eigene Spiele und Ports. Ein Modder zeigt jetzt, wie ein »richtiger« PS2-Handheld aussehen könnte.

PS2-Handheld komplett ohne Emulation

Retro-Gaming liegt seit Jahren voll im Trend. Dieser Hype um alte Spiele und Plattformen hat eine ganze Welle von speziellen Handhelds hervorgebracht, die die Form legendärer Konsolen mit modernen Features verbinden.

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Die allermeisten Hersteller setzen dabei allerdings auf Emulation, also das digitale Nachbilden von Systemen. Dadurch können teilweise Spiele von verschiedenen Systemen und Herstellern auf ein und demselben Gerät gespielt werden.

Das DIY-Projekt von »tschicki« schlägt da einen anderen Weg ein. Er hat nämlich einen Handheld gebaut, der auf echte PS2-Hardware setzt. Mittels Reverse Engineering hat er ein komplett neues Mainboard entworfen, auf dem Original-Chips einer alten PS2 Slim verwendet werden können.

PS2-Spiele starten nativ über ein maßgeschneidertes Boot-ROM direkt in bekannte Homebrew-Launcher wie OPL oder NHDDL. Da die PS2 abwärtskompatibel war, werden PS1-Spiele ebenfalls unterstützt. Durch die Originalhardware dürften die Spiele 1:1 so laufen wie früher, also ohne Ruckler oder Grafikfehler, die bei Emulatoren immer wieder zum Problem werden.

Rückseite Die Rückseite des Handhelds. (Bild: tschicki auf GitHub)

PS2-Teile Viele Komponenten stammen direkt aus der PS2. (Bild: tschicki auf GitHub)

Mainboard Das Mainboard hat der Modder selbst entworfen. (Bild: tschicki auf GitHub)

Den Rest des Geräts hat er komplett selbst gestaltet und dabei ein paar moderne Features hinzugefügt. Unter anderem sorgt ein 5-Zoll-LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 480 × 800 für ein scharfes Bild und ein USB-C-Anschluss ist ebenfalls an Bord.

Das Gehäuse stammt aus dem 3D-Drucker und ist beim Design an aktuelle Handhelds wie dem Steam Deck oder dem ROG Ally angelehnt. Da kein DVD-Laufwerk in den Handheld passt, müssen Spiele von einer SD-Karte geladen werden.


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Obwohl es fraglos ein ziemlich cooles Projekt ist, schreibt der Modder, dass er den Nachbau eigentlich niemandem wirklich empfehlen kann. Es wird professionelles Equipment und viel Erfahrung im Bereich des Hardware-Moddings und der Programmierung benötigt, um den Handheld nachzubauen. Wer sich trotzdem daran versuchen will, findet die gesamte Anleitung auf GitHub.

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