Trotz eines holprigen Starts mauserte sich Star Trek: Raumschiff Enterprise zu einem echten Erfolg für Schöpfer Gene Roddenberry. Aus der Serie entstand ein riesiges Franchise, das auch nach 60 Jahren mit Serien wie Strange New Worlds oder Starfleet Academy immer noch ein Teil der riesigen TV-Landschaft ist.
Der allererste Film des Universums Star Trek: The Motion Picture – der 10 Jahre nach Raumschiff Enterprise erschien – sollte ursprünglich eine Show werden und einen geplanten TV-Sender von Paramount groß machen. Aber eins nach dem anderen.
Paramounts ursprüngliche Pläne mit Star Trek
Star Trek wurde erst in den 1970er-Jahren richtig populär, nachdem Wiederholungen die zuvor eher gefloppte Serie zurück auf die Bildschirme brachte. Damals plante Paramount die Geschichte der Raumschiff Enterprise mit dem Spin-off Star Trek: Phase 2
fortzusetzen.
Das sollte neben der Rückkehr der Enterprise Crew – die unter anderem aus Captain Kirk (William Shatner), Leonard McCoy (DeForest Kelley) und Hikaru Sulu (George Takei) bestand – auch gleichzeitig neue Figuren wie zum Beispiel die Deltanerin Ilia (Persis Khambatta) und den Vulkanier Xon (David Gautreaux) einführen (via Slashfilm).
Und da man hier das nächste große Franchise witterte, wollte Paramount den Erfolg gleich nutzen, um den eigenen TV-Sender Paramount Television Service (kurz: PTS) zu promoten (via New Times, 1977). Mehr noch: Phase 2 sollte das große Flaggschiff des Netzwerks werden.
Im Jahre 1977 war Paramount Pictures übrigens ein Teil des Mischkonzerns Gulf and Western Industries, der das Unternehmen zehn Jahre zuvor mit dem gegründeten Studio Desilu Productions zusammengelegt hatte. Demnach träumte Paramount damals von einem eigenen TV-Sender.
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Warum aus den Plänen nichts wurde
Letztendlich entschied sich Paramount jedoch gegen eine Serie und für einen Kinofilm. Neben allgemeinen Produktionsschwierigkeiten sind daran übrigens der Krieg der Sterne (1977 – Star Wars: Episode 4) und Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung mit der dritten Art (1977) nicht ganz unschuldig.
Denn beide Sci-Fi-Filme zeigten, wie erfolgreich das Genre auf der großen Leinwand sein kann und wie gut es dort funktioniert. Bei einem Budget von etwa 20 Millionen US-Dollar nahm Spielbergs Blockbuster satte 306,89 Millionen Dollar ein, während Episode 4 beim Original Release und einem geschätzten Budget von 11 Millionen Dollar rund 307,26 Millionen Dollar einbrachte (Re-Releases ausgeschlossen).
Demnach wurde aus Phase 2 letztendlich The Motion Picture. An den Erfolg von Spielberg oder George Lucas kam Star Trek aber nicht heran. Bei einem Budget von 35 Millionen US-Dollar spülte der Film lediglich 82,68 Millionen Dollar in die Kinokassen ein (via Box Office Mojo).
Auch wenn aus PTS nichts wurde, bekam das Unternehmen 1995 dann mit United Paramount Network endlich eine Chance. Sogar das Star-Trek-Flaggschiff war mit dabei: Am allerersten Sendetag (16. Januar 1995) feierte die beliebte Serie Voyager Premiere.
Falls ihr noch mehr Trivia-Fakten zu Star Trek wissen möchtet, verlinken wir euch in der Linkbox weitere Artikel.
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