Bei Geräten mit vielen Anschlüssen stellt sich zu recht die Frage: Wie schließe ich was am besten an? So ein Fall ist der Fernseher, mehr noch, wenn ihr ein Audiogerät wie eine Soundbar besitzt, die zwischen TV und Zuspieler sitzt.
Die Soundbar ist das Klanggehirn eures Set-ups, aber bedeutet das auch, dass man Peripherie wie Konsolen, Streaming-Geräte und Blu-Ray-Player immer ausnahmslos dort anschließen sollte?
Konsole, Streaming-Box und Co.: Wo kommt das HDMI-Kabel hinein?
Im Grunde genommen gilt in fast allen Szenarien: Schließt Zuspieler am besten über die Soundbar an und die wiederum am TV und ihr seid auf der sicheren Seite. Die Soundbar schleift das Signal einfach an den Fernseher durch.
Möglich macht das eARC.
Was ist »eARC«?
eARC (Enhanced Audio Return Channel) ist ein Standard für die Übertragung von hochauflösendem Audio über HDMI-Kabel. Er ermöglicht die Übertragung von mehrkanaligen Audiosignalen wie Dolby Atmos und DTS:X von Fernsehern zu Soundbars oder AV-Receivern und umgekehrt.
Der größte Vorteil ist, dass euch egal sein kann, welche Audioformate euer TV verarbeiten kann und welche nicht, solange die Soundbar es kann.
Ein Beispiel: Samsung-Fernseher unterstützen in der Regel kein DTS, ein sehr oft verwendetes Audioformat von Blu-Rays und DVDs. Dementsprechend mager klingt der Ton, wenn auf der Disk keine Dolby-Spur vorhanden ist.
Hängen Konsole oder Blu-Ray-Player an der Soundbar, dann ist das kein Problem mehr, solange das Audiogerät das Format verarbeiten kann.
Ein weiterer Vorteil beim Anschließen an die Soundbar ist, dass Probleme bei asynchronem Ton leichter behoben werden können. Viele solcher Geräte besitzen ein Feature, welches das Audiosignal verzögert, damit es besser zum Videosignal passt, sodass ihr passende Lippensynchronität einstellen könnt.
Apropos Verzögerung: Eine Ausnahme gibt es bei den Anschlüssen dann aber doch.
Spielen mit Soundbar
Es gibt ein Szenario, in dem es sich lohnt, die PS5 oder Xbox direkt an den TV anzuschließen: Es reduziert Input-Lag.
Dadurch, dass das Eingabesignal vom Controller erst durch die Soundbar geschleift werden muss und danach beim TV ankommt, kann ein minimaler Input-Lag von Millisekunden entstehen.
Beim gemütlichen Erkunden von Ruinen in Indiana Jones und der große Kreis von der Couch aus, macht das keinen Unterschied. Spielt ihr aber schnelle Spiele wie Tekken 8, wo es auf pfeilschnellen Input ankommt, kann jede Verzögerung den Sieg kosten.
3:00
Indiana Jones und der Große Kreis: Im Launch-Trailer ermittelt Indy sogar im Vatikan
Passend zum Thema:
- Sounddeck vs. Soundbar: Warum die großen Decks eine fantastische Alternative sind
- HDMI vs. DisplayPort: Warum hat kein einziger Fernseher den Anschluss, auf den PC-Spieler seit langem schwören?
Im Übrigen gilt alles, was im Artikel steht, für sämtliche Audiogeräte, die man zwischenschalten kann: Soundbars, Sounddecks und auch AV-Receiver.
Welche Soundbar habt ihr zu Hause stehen? Oder habt ihr gleich ein ganzes Surround-Set-up? Schreibt es gerne in die Kommentare.



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