Die aktuelle Konsolengeneration hat inzwischen fast fünf Jahre auf dem Buckel – kein Wunder, dass die Gerüchteküche allmählich zu ihren Nachfolgern heißläuft. Die aktuellen Leaks stammen von zwei bekannten Leakern in der Szene, von denen zumindest einer als treffsicher gilt. Dennoch gilt es wie immer, alle Informationen mit Vorsicht zu genießen.
PS6 und Xbox Next werden mit aktuellen PC-Grafikkarten verglichen
Im NeoGAF-Forum äußerte sich jüngst der als zuverlässig geltende Kepler_L2 zu der möglichen Grafikperformance der PlayStation 6 und Xbox Next (oder wie auch immer die nächsten Konsolen heißen mögen).
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Demzufolge soll die PlayStation 6 mit der AMD Radeon RX 9070 XT auf Augenhöhe sein. Die nächste Xbox-Konsole soll hingegen analog zur Nvidia Geforce RTX 5080 laufen. Zumindest in der Theorie wäre die Xbox bei den reinen TFLOPS somit rund 20 Prozent schneller unterwegs.
Der generelle Leistungsschub soll durch verschiedene Anpassungen möglich werden, die AMD als mutmaßlicher GPU-Verantwortlicher patentiert hatte. Eine Auswahl betrifft:
- Das »Testen von Schnittstellen auf dichten Geometrie-Daten mithilfe von vorgefilterten Dreiecken« - effektiv die aus Unreal Engine 5 bekannte Nanite-Technik auf Hardwareebene.
- Besonders viele Patente sind indes im Raytracing-Bereich aufgetaucht, die von Kepler_L2 schlicht als »eine Menge Verbesserungen an den RT-Kernen« bezeichnet werden.
PS6 mit bis zu zehnfacher RT-Leistung gegenüber dem Vorgänger
Apropos Raytracing: Der zweite Leak stammt vom YouTuber »Moore's Law is Dead«, der sich nicht immer als zuverlässig erwiesen hat, aber zumindest im Rahmen der PS5 Pro richtig lag.
Seinen Informationen zufolge soll die PlayStation 6 mit fünf- bis zehnfacher RT-Leistung gegenüber der regulären PlayStation 5 aufwarten können. Auch zum genutzten GPU-Chip selbst äußerte sich MLID:
- Das mutmaßliche Chiplet-Design für »Codename Orion« beläuft sich auf acht Zen-6-Kernen sowie zwischen 40 und 48 RDNA-5-Kernen, die mit etwas über 3 GHz laufen.
- Damit würde Sony zwar die reine Zahl an Compute Units gegenüber der PS5 Pro reduzieren (hier: 60 CUs) – durch die höhere Taktrate und die erwartete Verbesserung der IPC-Performance (Instructions per Cycle) könne die PS6 dennoch einige Gänge höherschalten.
- Zudem ist mit der Ankunft von GDDR7-Speicher bei 32 Gbps in der Konsole zu rechnen, was selbst bei einem kleineren Interface von 160 Bit für mehr effektive Bandbreite sorgt.
Bonusrechnung für den möglichen Chip der Xbox Next
Aus den beiden Leaks lässt sich indes eine kleine Milchmädchenrechnung konstruieren, die uns ein mögliches Datenblatt des als »Magnus« bezeichneten Chips mit 68 CUs in der nächsten Xbox-Konsole liefert. Denn zumindest in der Theorie ist das Verhältnis zwischen TFLOPS und der Anzahl an Compute Units linear.
Kurz gefasst: Um die gesamten TFLOPS (Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde) zu erhalten, wird die Anzahl der Compute Units mit der Taktrate und der Anzahl an FLOPS, die jede Einheit pro Takt ausführen kann, multipliziert.
Wenn alle anderen Faktoren gleich bleiben (Taktrate, Architektur-Effizienz, FLOPs pro Compute Unit), würde eine Verdopplung der Anzahl der Compute Units auch die theoretischen TFLOPS verdoppeln.
In der Realität spielen natürlich auch andere Faktoren wie die Speicherbandbreite oder Softwareoptimierungen eine Rolle, aber zumindest für eine ungefähre Idee nehmen wir diese Linearität nun einfach an.
Davon ausgehend, dass die Xbox Next tatsächlich 20 Prozent schneller als ihr Sony-Gegenstück sein soll, ergeben sich nach der Formel TFLOPS = (Anzahl der Compute Units × 64 Kerne pro CU × 2 FLOPS × Taktfrequenz in GHz) ÷ 1000 folgende Möglichkeiten:
- Die PlayStation 6 landet bei 48 CUs mit einer Taktrate von 3 GHz bei rund 18,43 TFLOPS. Bei einer 1,2-fachen TFLOPS-Leistung müsste die Xbox Next schließlich auf etwa 22,12 TFLOPS landen.
- Um die Magnus-Taktrate zu erhalten, stellen wir oben genannte Formel einfach um und erhalten so etwa 2,54 GHz.
Um es abermals erwähnt zu haben: Solche Berechnungen geben lediglich die theoretische Spitzenleistung wieder, die ein Chip aufbringen kann. Reale Gaming-Perfomance kann etwa aufgrund von Speicherbandbreite oder anderweitige Bottlenecks weiter abweichen – ein spannendes Gedankenexperiment ist es aber allemal.
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