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Fazit: Radeon R9 390X - Doppelter Speicher, sonst nix

Fazit der Redaktion

Jan Purrucker: Grafikchips etwas aufzubohren und unter neuem Namen als »nächste Generation« (zumindest ab der Mittelklasse und darunter) zu verkaufen, ist sowohl bei AMD als auch bei Nvidia seit Jahren gängige Praxis. Im Grunde ist dagegen auch nichts zu sagen, geht damit doch meist eine deutliche Preissenkung einher, sodass die ehemaligen High-End-Modelle nun in die Mittelklasse rutschen. Zusammen mit einigen kleineren Verbesserungen und meist mehr Videospeicher stellen diese Modelle dann zwar keine »echte« neue Generation dar, bieten oft aber das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis – soviel zur Theorie.

Die Praxis sieht im Fall der Radeon R9 390X im Test sowie der übrigen Radeon-300-Karten aber (zumindest noch) anders aus. Während die günstigste Radeon R9 290X derzeit ab 310 Euro gelistet wird, ruft AMD für die nur sechs Prozent schnellere und ebenso stromhungrige Radeon R9 390X zum Start rund 430 Euro auf. Herstellermodelle wie die von uns getestete Sapphire Radeon R9 390X Tri-X oder die MSI Radeon R9 390X Gaming 8G kosten sogar 450 bis 470 Euro – die rund 14 Prozent schnellere und effizientere sowie meist deutlich leisere (je nach Hersteller) Geforce GTX 980 gibt es zum Testzeitpunkt ab 485 Euro.

Sicher werden die Preise in relativ kurzer Zeit noch fallen, da die 300er-Serie sich sonst nicht verkaufen dürfte und gerade die kleineren Modelle (Radeon R7 360, R7 370 und R9 380) könnten sich dann (nochmal) zu echten Preis-Leistungs-Tipps entwickeln – gerade im Hinblick auf das aktuell dünne Mittelklasse-Angebot von Nvidia mit der relativ teuren Geforce GTX 960. Für Besitzer der Radeon-200-Generation dürfte sich ein Upgrade aber dennoch nur mit Einschränkungen lohnen, schließlich bringt der schnellere und verdoppelte Speicher der Radeon R9 390X im Vergleich zur Vorgängergeneration in 4K zwar einen ordentlichen Leistungsschub (12 Prozent), wirkt sich in Full- und WQHD-HD aber kaum auf die Framerate aus und ist somit höchstens für die noch vergleichsweise kleine Gruppe der Crossfire-Nutzer oder Besitzer eines 4K-Monitors ein Kaufgrund.

Zumindest wurde der Catalyst-Treiber weiter verbessert und sowohl VSR als auch FreeSync finden jetzt breitere Unterstützung. Zudem nutzen die Hersteller den »Generations-Wechsel« dafür, ihre aktuellsten Kühlsysteme auf den betagten Chips zu platzieren. Dadurch gibt es die Radeon R9 390X dann auch mit dem TwinFrozr-V-Kühler von MSI und Sapphire bringt einige neue »Nitro«-Modelle. Auch bei unserem Testsystem hat Sapphire keine schlechte Arbeit geleistet und die Karte läuft trotz Hawaii-GPU auch unter Last relativ kühl und bleibt zumindest im Leerlauf unhörbar leise – beim Spielen ist sie aber auch bei geschlossenem Gehäuse deutlich hörbar und akustisch nicht auf der Höhe der Zeit.

Stellt sich nur die Frage, warum AMD nicht noch ein paar Tage(!) gewartet hat, um seine neue Grafikkarten-Generation mit der Radeon R9 Fury X einzuläuten. Von der sollte man zwar auch keine Wunder erwarten, allerdings wird der Fiji-Chip durch die neuere GCN 1.2 Architektur sowie deutlich mehr Shader in Kombination mit High Bandwidth Memory (statt GDDR5) wenigstens in Sachen 3D-Leistung zur Nvidia-Konkurrenz aufschließen – für Spieler und PR die erheblich erbaulichere Neuvorstellung.

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