Die Speicherkrise erfasst schon längst nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft. Selbst Konsolen sind nicht davor gefeit.
Sony erwägt nach Informationen von Bloomberg, den Start der PlayStation 6 auf 2028 oder sogar 2029 zu verschieben. Nintendo plant laut demselben Bericht unterdessen, den Preis der vor gut einem Jahr gestarteten Switch 2 noch in den nächsten Monaten anzuheben.
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3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
Nicht das erste Verschiebungsgerücht
Der Bloomberg-Bericht stützt sich auf »mit der Sache vertraute Insider«. Auf ähnliche Quellen beruft sich auch Insider Gaming, das ebenfalls die Speicherkrise als Ursache für die gemutmaßte Verschiebung der PlayStation 6 nennt.
- Die Rechnung ist demzufolge recht simpel: Aktuell ist davon auszugehen, dass die Kapazitäten der RAM-Hersteller bis einschließlich 2027 ausgelastet sind.
- Sony hofft entsprechend darauf, dass die notwendige Fertigungsinfrastruktur bis dahin ausgebaut werden kann und so wieder Kapazitäten für Consumer-DRAM frei werden.
Es gibt gleichzeitig auch Prognosen, die von einem deutlich längeren andauern der Speicherknappheit ausgehen. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel: »Wer jetzt keine Ware hat, überlebt nicht«: Der Erfinder des USB-Sticks lässt den aktuellen Stand der RAM-Krise wie Kindergarten wirken.
Die Gerüchte rund um eine Verzögerung der PlayStation 6 tauchen indes nicht zum ersten Mal auf. Schon Ende Dezember 2025 tauchten erste Berichte auf, wonach Sony eine solche Verschiebung zumindest erwägt.
Die Microsoft-Konkurrenz in Form der »Xbox Next« soll hingegen am ursprünglichen Plan festhalten.
Bei Nintendo wird die Lage von Bloomberg wesentlich unschärfer dargestellt. So ist hier lediglich von einer Preiserhöhung der Switch 2 (UVP: 470 Euro) die Rede, nicht aber in welcher Höhe. Ob die 500-Euro-Schallmauer für die Konsole geknackt wird, ist also komplett unklar.
Weder Sony noch Nintendo haben sich zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung geäußert, doch zumindest die Switch-Hersteller könnten schon demnächst einen Wasserstand abgeben.
Laut Bloomberg werden die Verträge mit den Speicherherstellern inzwischen vierteljährlich aktualisiert, was in letzter Konsequenz auch zu einer schnellen Mitteilung seitens Nintendo führen dürfte.

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