Wir waren jahrelang verwöhnt, doch es wird immer deutlicher: Die richtig guten (und günstigen) Zeiten sind vorbei, wenn es um Arbeitsspeicher für den PC geht

Geht es um die Preise von Hardware, sorgt aktuell vor allem RAM für Wirbel. Doch wie sieht die historische Entwicklung der Kosten dafür grob aus?

Wie teuer war es in den letzten 20 Jahren ungefähr, sich Arbeitsspeicher für einen Gaming-PC zu kaufen? Tech-Autor Nils hat es sich für euch angesehen. Wie teuer war es in den letzten 20 Jahren ungefähr, sich Arbeitsspeicher für einen Gaming-PC zu kaufen? Tech-Autor Nils hat es sich für euch angesehen.

Spätestens mit den rasant steigenden Preisen für Grafikkarten in den letzten Jahren fällt im Zusammenhang mit (High-End-)Gaming immer häufiger der Begriff Luxusgut.

Doch beim Thema hohe Preise hat zuletzt eine ganz andere Komponente viel Aufmerksamkeit bekommen (wenn auch nicht auf einem vergleichbaren Niveau wie bei den GPUs): der Arbeitsspeicher.

Kein Wunder, wenn man sich beispielhaft die jüngste Preisentwicklung eines beliebten Kits mit insgesamt 32 GByte DDR5-RAM anschaut.

Während es vor einigen Monaten noch für etwa 130 Euro zu haben war, sind wir inzwischen bei ungefähr 220 Euro angekommen:

Es wird vermutet, dass die Preise bis Ende 2026 weiter steigen, auch wenn nicht sicher abzusehen ist, wie hoch sie noch werden.

Ein weiterer Grund, um zusagen: Früher war alles besser?

Um das zu überprüfen, werfen wir einen kleinen Blick zurück auf die historische Entwicklung der RAM-Preise anhand unserer eigenen GameStar-Empfehlungen über die Jahre hinweg.


Video starten 21:06 9 PC-Controller im Vergleich: Lohnen sich 200 Euro für ein Gamepad?!


Unser Blick zurück auf die RAM-Preise

Um zu schauen, wie die Preise für typische RAM-Kits aus Gaming-PCs in den vergangenen etwa 20 Jahren ausgesehen haben, nutzen wir unsere eigenen Empfehlungen als Basis.

Für die Jahre 2025 und 2024 bezieht sich das auf den Durchschnittspreis der RAM-Kits, die wir jeweils im November des Jahres in unserer Online-Kaufberatung für Selbstbau-PCs empfohlen haben (beziehungsweise empfehlen).

Bei den anderen Jahren (2019, 2014, 2009 und 2004) haben wir dagegen die Durchschnittspreise der Empfehlungen in unseren jeweiligen Print-Ausgaben des Novembers verwendet. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Es gab Zeiten, zu denen RAM klar teurer war als aktuell. Doch der Trend zeigt klar steigende Kosten. Es gab Zeiten, zu denen RAM klar teurer war als aktuell. Doch der Trend zeigt klar steigende Kosten.

So viel zum Thema Früher war alles besser: Im Jahr 2004 musste man im Vergleich klar mehr für RAM zahlen als aktuell. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass es im Jahr 2014 in diesem Vergleich am günstigsten war.

Seitdem sind die Preise langsam, aber stetig gestiegen.

Wie gesagt ist davon auszugehen, dass es im Jahr 2026 noch einmal schlechter aussehen wird. Ob wir aber wieder das Niveau aus dem Jahr 2004 erreichen, bleibt abzuwarten.

Damals waren übrigens DDR1 und DDR2 die aktuellen Standards und eine Menge von 512 MByte üblich. Inzwischen sind wir bei DDR5 und Werten wie 16, 32 oder gar 64 GByte angekommen. Mit DDR6 ist erst im Jahr 2027 im Massenmarkt zu rechnen.

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