Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass Razer sehr hochwertige, aber auch sehr teure Gaming-Laptops verkauft. Das Blade 16 in der aktuellen 2025er-Generation konnte im Test jedenfalls fast durch die Bank überzeugen. Heute sehen wir uns mit dem Blade 14-mal den kleineren Bruder mit 14-Zoll-Display an, der mit der neuen RTX 5070 Grafikkarte bestückt ist.
Transparenzhinweis: Razer hat mir das Blade 14 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Technische Daten
- CPU: AMD Ryzen AI 9 365 mit 10 Kernen und max. 5.0 GHz
- Grafik: Nvidia RTX 5070 mit 8-GB-GDDR7-VRAM (115 Watt)
- RAM: 64-GB-LPDDR5-8000 (verlötet)
- Display: 14-Zoll-OLED mit 2880 x 1800 Pixel bei 120 Hertz
- SSD: 1x 2-TB-M.2
- Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 5.4
- Audio: 6 Lautsprecher
- Akku: 72 Wh
- Abmessungen: 310,70 x 224,30 x 15,8 bis 16,20 Millimeter
- Gewicht: 1,63 kg
Testverfahren
Zum hier angewendeten Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel: Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech
. Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.
Preis und Verfügbarkeit
Das Razer Blade 14 kostet in der hier getesteten Konfiguration aktuell 2.799 Euro und ist zum Beispiel bei Amazon erhältlich.
Design
Das Razer Blade 14 wird aus einem Block Alu (Unibody) gefertigt, so wie es Apple auch bei seinen MacBooks macht. Das Resultat ist ein extrem robustes Gehäuse, das abgesehen von der Bodenplatte keinen Spalt aufweist. Das sieht dann nicht nur sehr hochwertig aus, es fühlt sich auch so an.
Da knarzt nichts, wenn man das Gerät an einer Ecke hochhebt. Verwinden könnt ihr das an der dünnsten Stelle nur 15,8 Millimeter dicke Gehäuse vermutlich nur mit roher Gewalt. Das Wort Premium
wird für meinen Geschmack viel zu inflationär eingesetzt, bei diesem Gehäuse passt es allerdings perfekt.
Unser Testmuster ist in einem matten Schwarz gehalten, was einen zurückhaltenden, aber irgendwie auch edlen Eindruck hinterlässt. Am Gehäuse selbst befindet sich keine Beleuchtung, lediglich das Razer-Logo im Display-Deckel ist illuminiert.
Bei den Anschlüssen bietet das kleine Razer Blade 14:
- 1x 3,5-mm-Audio
- 2x USB-A 3.2-Gen2
- 2x USB4
- 1x MicroSD-Kartenleser
- 1x HDMI 2.1
Eingabegeräte
Razer baut ja primär Eingabegeräte für Spieler, entsprechend hoch sind da natürlich die Erwartungen an die Tastatur des Blade 14. Diese ist dann grundsätzlich auch gut gelungen, der Hub ist eher kurz und der Anschlag relativ hart.
Die Charakteristik eines Keyboards ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, ich persönlich bevorzuge eher Tasten mit etwas längerem Hub und weicherem Anschlag. Auf Druck gibt die Tastatur mittig minimal nach, das ist aber alles noch im Rahmen und beeinträchtigt das Tippgefühl nicht negativ.
Das Touchpad misst rund 14,9 × 8,5 Zentimeter und besitzt eine Oberfläche aus Glas. Die Gleiteigenschaften fallen damit sehr gut aus. Überhaupt gehört das Touchpad des Razer 14 eindeutig zu den besseren Eingabegeräten dieser Art und erreicht fast die Qualität der Apple MacBooks.
Display
Razer verbaut beim Blade 14 ein 14-Zoll-OLED-Panel von Samsung mit einer maximalen Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz. Die Farbdarstellung ist knallig und die Kontraste OLED-typisch fantastisch. Das Panel hat eine hochglänzende Oberfläche, Reflexionen sind in hellen Umgebungen daher allgegenwärtig. Bei der maximalen Helligkeit konnte ich überschaubare 378 cd/m² ohne und 583 cd/m² mit HDR messen.
Display-Helligkeit
Razer Blade 14
- cd/m²
- 0
- 118
- 236
- 354
- 472
- 590
Das ist natürlich von Spitzenwerten von mehr als 1.000 cd/m² moderner Mini-LED-Panels weit entfernt, aber für OLED-Bildschirme aktuell (zumindest noch) normal. Für besonders helle Umgebungen eignet sich das Display wegen der eher geringen Helligkeit und der extrem spiegelnden Oberfläche daher nur bedingt.
Die Leuchtstärke des Displays reicht in hellen Umgebungen nicht aus, um die Reflexionen zu überstrahlen.
Innenraum
Der Innenraum ist nach dem Lösen einiger Schrauben leicht zugänglich. Nach dem Abheben der Bodenplatte wird der Blick auf die massive Vapor-Chamber und den Akku frei. Außer der SSD und dem WLAN-Modul kann hier nichts getauscht werden, den Arbeitsspeicher hat Razer direkt auf die Hauptplatine gelötet.
Audio
Razer will in dem kleinen Notebook ganze sechs Lautsprecher versteckt haben. Wirklich viel hört man davon allerdings nicht. Das Blade 14 klingt bei Sprache klar und sogar ein wenig räumlich, das tun andere Notebooks mit weniger Lautsprechern aber ebenfalls.
Wirklichen Bass gibt es konstruktionsbedingt natürlich keinen. Kurz gesagt, für einen Film abends im Hotelzimmer ist der Klang wirklich in Ordnung, das Hören von Musik macht allerdings in Ermangelung des Tieftons wenig Freude. Die Lautsprecher eines MacBooks tönen hier eine ganze Ecke besser.
Performance
Der Hersteller verbaut im Blade 14 einen Ryzen AI 9 365 von AMD mit 10 Kernen. Gegen den Intel Core 9 Ultra 275HX mit seinen 24 Kernen schlägt der AMD beachtlich. Zu berücksichtigen ist, dass der AI 9 365 mit einer TDP (Thermal Design Power) von lediglich 28 Watt betrieben wird, während das Intel Modell sich immerhin 55 Watt genehmigen darf.
Im CPU-Test des Geekbench herrscht zumindest im Single-Core Gleichstand zwischen den Kontrahenten. Dagegen zieht die Intel-CPU im Multi-Core dann auch aufgrund deutlich mehr Kernen vorbei.
Geekbench CPU
Razer Blade 14
- Geekbench Punkte
- 0
- 4000
- 8000
- 12000
- 16000
- 20000
Der Geekbench GPU-Benchmark erlaubt einen ersten Blick auf die Leistungsfähigkeit der RTX 5070. Die GPU kann sich in diesem Test um 24 Prozent von der älteren RTX 4070 (125 Watt) absetzen.
Cinebench 2024
Razer Blade 14
- Cinebench 2024 Punkte
- 0
- 360
- 720
- 1080
- 1440
- 1800
Die Leistung der AMD-CPU im Cinebench zeigt eine geringfügig schlechtere Performance als der Intel 275HX. Im Multicore sehen wir erneut das vom Geekbench bekannte Bild, der AMD-Prozessor hat mit seinen 10 Kernen deutlich das Nachsehen gegen das Intel-Pendant (24 Kerne). Beim 3DMark Time Spy ist primär die Grafikleistung von Interesse. Hier kann sich die 5070 (115 Watt) um 9 Prozent vom Vorgänger 4070 (125 Watt) absetzen.
Spiele Benchmarks
Soweit die Theorie, schauen wir uns nun einmal an, was die RTX 5070 in der Praxis leistet.
In Cyberpunk 2077 schlägt die Blackwell GPU die RTX 4070 bei FHD-Auflösung deutlich. Der Vorsprung kann auch in QHD gehalten und in 4K sogar noch ausgebaut werden. Allerdings muss man dazu sagen, dass weder 20 noch 28 Frames als wirklich spielbar gelten. Für 4K eignet sich die RTX 5070 damit nicht, das war allerdings auch nicht zu erwarten.
Cyberpunk 2077
Razer Blade 14
- FPS
- 0,00
- 26,00
- 52,00
- 78,00
- 104,00
- 130,00
Etwas anders sieht die Sache bei dem älteren AC Valhalla aus. Hier liegt die 4070 in FHD gute 24 Prozent vor dem neuen Modell. Auch in QHD gewinnt die 4070 mit einem Abstand von gut 28 Prozent recht deutlich. Und auch in 4K macht die 5070 keinen Stich gegen ihren Vorgänger.
AC Valhalla
Razer Blade 14
- FPS
- 0
- 30
- 60
- 90
- 120
- 150
Das Acer Helios Neo 14 mit RTX 4070 wurde getestet, bevor AC Shadows veröffentlicht wurde, entsprechend sind dazu leider keine Benchmarks verfügbar. Die Leistung sieht auf den ersten Blick zumindest in FHD noch gut aus.
AC Shadows
Razer Blade 14
- FPS
- 0
- 12
- 24
- 36
- 48
- 60
Ein Blick auf die 1%-Frames zeigt aber, dass es deutliche Einbrüche bei der Framerate gibt. Daran schuld dürfte weniger die Leistung des Grafikchips sein, sondern eher der mit 8 GB sehr knapp bemessene VRAM.
Herstellerspezifische Leistungsprofile
Natürlich habe ich auch beim Blade 14 gemessen, wie sich die verschiedenen Leistungsprofile auf die Performance des Notebooks auswirken. Beim Preset Leise
bricht die Framerate bei Cyberpunk 2077 (QHD Ultra) im Vergleich zu Ausgeglichen
deutlich ein. Wirklich leise ist das Gerät unter Last dann aber trotzdem nicht.
Cyberpunk 2077 - Herstellerspezifische Leistungsprofile
Razer Blade 14
- FPS
- 0,00
- 14,00
- 28,00
- 42,00
- 56,00
- 70,00
In Ausgeglichen
ist das Blade nur unwesentlich lauter, liefert aber eine um 38 Prozent höhere Leistung. Bei aktiviertem Höchstleistung-Preset
steigt die Leistung um 6 Prozent, während die Lautstärke gleichzeitig um fast 7 Dezibel ansteigt. Das ist kein guter Tausch für nur ein wenig mehr Leistung.
Temperatur & Lautstärke
Ein kompaktes Notebook mit leistungsstarker Hardware, das dazu auch noch ziemlich dünn ist, muss heiß werden, oder? Die Antwort auf diese Frage ist zumindest in diesem Fall ein klares Ja. Die Temperaturen im Idle sind natürlich völlig in Ordnung, unter Last erreicht die CPU fast 94 °C und die GPU knackt die 80 °C-Marke.
Die Werte sind hoch, aber dennoch im Rahmen, AMD spezifiziert die maximale Temperatur des Ryzen AI 9 365 beispielsweise mit 100 °C, ein wenig Luft ist also noch vorhanden. Lauschig warm wird die SSD mit bis zu 56 °C, auch das sieht nach viel aus, ist aber unbedenklich.
Temperaturen
Razer Blade 14
- °C
- 0,0
- 20,0
- 40,0
- 60,0
- 80,0
- 100,0
Trotz der hohen Hardware-Temperaturen bleiben die Werte der Oberflächen in einem erstaunlich guten Rahmen. Die Handballenauflage wird nicht wärmer als knapp 34 °C, während die Tastatur Spitzenwerte von 45,1 °C erreicht. Damit erwärmen sich die Oberflächen des Blade 14 nicht mehr, als es bei deutlich größeren Laptops der Fall ist.
Bei der Lautstärke gibt es Licht und Schatten: Im Idle ist das Gerät die meiste Zeit unhörbar, unter Last drehen die beiden Lüfter dann auf über 60 Dezibel hoch. Das ist der Preis, den ihr für viel Leistung in einem so kompakten Formfaktor bezahlen müsst.
Akkulaufzeit
Das Razer Blade 14 bietet sich aufgrund seiner überschaubaren Abmessungen für den mobilen Einsatz geradezu an. Wichtig dafür sind natürlich praxistaugliche Akkulaufzeiten. Im PC Mark 10 Gaming-Test gehen allerdings schon nach 80 Minuten die Lichter aus, das ist schon etwas enttäuschend.
Akkulaufzeit
Razer Blade 14
- Minuten
- 0
- 116
- 232
- 348
- 464
- 580
Dafür sieht es im Test Modernes Office
sehr viel besser aus: Das Blade 14 erreicht hier mit fast 8,5 Stunden ein wirklich gutes Ergebnis! Beim Battery Eater
fällt die Laufzeit mit rund 9 Stunden und 40 Minuten ganz gut aus, wenn man den kleinen 72-Wh-Akku berücksichtigt.
Solltet ihr euch ein Razer Blade 14 kaufen?
Das Razer Blade 14 ist das richtige Gerät für euch, wenn …
- … ihr ein kompaktes und hochwertig verarbeitetes Notebook sucht.
- … häufig unterwegs seid und auch mal im Zug oder im Urlaub auf eurem Laptop zocken möchtet.
- … ihr Wert auf ein tolles Display legt.
Mögliche Alternative
Asus ROG Zephyrus G14: Das Zephyrus G14 in der 2025er-Version bietet eine vergleichbare Ausstattung (inkl. OLED) wie das Blade 14. Allerdings besitzt das Gerät mit dem AMD Ryzen HX 370 eine etwas stärkere CPU, dafür läuft die RTX 5070 hier nur mit 90 Watt. Zu haben ist das Gerät mit RTX 5070 ab 2.559 Euro.
HP Omen Transcend: Einen Blick wert könnte auch das Omen Transcen von HP sein. Das Gerät kommt mit einer starken Intel 285H CPU und ebenfalls einem 14-Zoll-OLED. Ab 2.600 Euro bekommt ihr zudem 32-GB-RAM (verlötet) und eine 2-TB-SSD. Die TGP, mit der die RTX 5070 betrieben wird, konnte ich leider nicht auftreiben. Ich gehe aber mal fest davon aus, dass sie aufgrund der starken CPU auf einem ähnlichen Niveau liegen dürfte wie beim Zephyrus G14 von Asus.
Acer Swift X14 OLED: Wenn es eine Spur günstiger sein soll, könnte vielleicht das Swift X14 von Acer für euch interessant sein. Wie die Bezeichnung schon verrät, gibt es auch bei diesem Gerät ein OLED-Panel. Acer verbaut einen schnellen Intel-285H-Prozessor und die RTX 5060 (90 Watt). Die restliche relevante Ausstattung setzt sich aus 32-GB-RAM (verlötet) und einer 1-TB-SSD zusammen. Der Preis beginnt bei 1.989 Euro.
Fazit zum Razer Blade 14
Das Razer Blade 14 in der 2025er-Version ist ein kleines, leichtes und dennoch leistungsstarkes Notebook. Es punktet mit einer fantastischen Verarbeitungsqualität, einem sehr guten OLED-Display und praxistauglichen Akkulaufzeiten.
Dank der RTX 5070 eignet sich der Laptop durchaus auch zum Spielen, allerdings können die lediglich 8-GB-VRAM den Spielspaß auch schnell ins Stocken bringen. Gelungen sind auch die Eingabegeräte, speziell das Touchpad ist wirklich vorzüglich.
Nicht gefallen hat mir die Geräuschkulisse unter Last, gute 60 Dezibel sind mir deutlich zu laut. Aber gut, irgendwie muss die von den Komponenten erzeugte Abwärme ja aus dem Gehäuse. Die Temperaturen der Hardware sind zwar unkritisch, aber schon im höheren Bereich.
Auch das ist ein Zugeständnis, das man bei einem so kompakten Formfaktor in Kombination mit leistungsstarker Hardware hinnehmen muss. Was mich aber so richtig nervt, ist das stark spiegelnde Display, das einem die Freude in hellen Umgebungen gründlich vermiesen kann.
Vor dem Kauf solltet ihr auch beachten, dass ihr den RAM nicht tauschen könnt. Davon abgesehen kann ich an dem Gerät nicht viel kritisieren. Dass so viel hochwertig verpackte Technik ihren Preis hat, dürfte jedem klar sein, die Testkonfiguration mit 64-GB-RAM und 2-TB-SSD kostet rund 2.800 Euro.
Ich kann das Razer Blade 14 allen empfehlen, die ein kleines und robustes Notebook für unterwegs suchen und die sich mit den genannten Schwächen arrangieren können. Der Preis ist zwar hoch, aber dafür bekommt der Käufer einen Gegenwert, der sich sehen lassen kann.


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