Vor nicht langer Zeit hatte ich bereits das XMG Pro 16 hier im Test. Das Gerät konnte mich fast vollständig überzeugen und ist seitdem meine Empfehlung, wenn ihr ein performantes Gaming-Notebook der Mittelklasse haben möchtet.
Heute greife ich eine Nummer höher ins Regal und schaue mir das XMG Neo 16 in der aktuellen 2025er-Version an. Ich bin gespannt, ob dieses Gerät eine ebenso überzeugende Vorstellung abliefern kann wie der kleine Bruder oder ob es vielleicht unerwartete Schwächen gibt.
Transparenzhinweis: XMG hat mir das Neo 16 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Technische Daten
- CPU: Intel Core Ultra 9 275HX mit 24 Kernen und max. 5,4 GHz
- Grafik: Nvidia RTX 5080 mit 16-GB-VRAM
- RAM: 64-GB-DDR5-6400
- Display: 16-Zoll-Mini-LED mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixeln bei 300 Hertz
- SSD: 1x 4-TB-M.2-PCIe-5.0
- Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 5.4, 2,5-GBit-LAN
- Audio: 2x Lautsprecher
- Akku: 99,8 Wh
- Abmessungen: 356,7 x 259,9 x 27,9 Millimeter
- Gewicht: 2,8 kg
Testverfahren
Zum hier angewendeten Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel: Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech
. Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.
Preis und Verfügbarkeit
Das XMG Neo 16 kostet in der hier getesteten Konfiguration rund 3.670 Euro und ist direkt bei XMG erhältlich.
Design
XMG war noch nie für ein besonders ausgefallenes Design bekannt. So wirkt das Neo 16 optisch fast wie das günstigere Pro 16. Während das günstigere Modell mit Ausnahme des Display-Deckels aus Kunststoff gefertigt wird, spendiert der Hersteller dem Neo 16 ein Gehäuse aus Alu.
Insgesamt ist das Design unaufgeregt, schlicht und fällt auch in einem professionellen Umfeld nicht negativ auf. Auf eine RGB-Beleuchtung verzichtet XMG allerdings trotzdem nicht, an der Vorderseite ist eine Lichtleiste angebracht, die für eine stimmungsvolle Illumination sorgen soll. Wer sich an dem Zauber satt gesehen hat, kann die Leiste aber auch deaktivieren.
An der Verarbeitung gibt es nichts zu mäkeln, die Spaltmaße sind gleichmäßig und es knarzt und knirscht nichts. Auch die Verwindungssteifigkeit bewegt sich auf einem erfreulich hohen Niveau.
Die Anschlüsse verteilen sich auf die linke und rechte Seite sowie auf die Rückseite. Im Einzelnen bietet euch das Gerät die folgenden Schnittstellen:
- 1x 3,5-mm-Audio
- 1x USB-A 3.2 Gen1
- 1x USB-C 3.2 Gen2
- 1x 2,5-Gbit-Ethernet
- 1x HDMI 2.1
- 1x Mini DisplayPort 2.1
- 1x USB-C Thunderbolt4/USB4
- Anschlüsse für optional erhältliche OASIS-Wasserkühlung
- 1x Netzteilanschluss
- 2x USB-A 3.2 Gen1
- 1x Card Reader
Eingabegeräte
Die Tastatur des Neo 16 besitzt einen eher kurzen Hub, das kann je nach persönlichen Vorlieben die erste Zeit etwas gewöhnungsbedürftig sein. Ich persönlich bevorzuge eher Keyboards, die einen längeren Tastenhub aufweisen – aber das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Das Eingabegerät sitzt bombenfest im Chassis und gibt selbst auf übertrieben starken Druck nur minimal nach. Spieler werden sich über die normal großen Pfeiltasten freuen, die dazu noch ein wenig von den restlichen Tasten abgesetzt sind. Auch ein Ziffernblock wurde integriert, dessen Tasten allerdings verkleinert wurden.
Das 123 x 77,5 Millimeter große Touchpad besitzt eine Oberfläche aus Glas, die Gleiteigenschaften sind entsprechend gut. Das Pad setzt Eingaben bis in die Ecken zuverlässig und verzögerungsfrei um. Insgesamt handelt es sich um ein sehr gutes Touchpad, das allerdings nicht ganz an die Modelle herankommt, die Apple in seinen MacBooks verbaut.
Display
Beim verbauten Display haut XMG so richtig einen raus. Das 16-Zoll-Mini-LED-Panel ist nicht nur ausgesprochen farbenfroh, es leuchtet auch noch extrem hell. Der Hersteller gibt eine maximale Helligkeit von 750 cd/m² (1.000 cd/m² bei HDR) an. Das klingt schon mal vielversprechend, wird in der Praxis aber mit 1.425 cd/m² (HDR) noch deutlich übertroffen!
Ohne aktiviertes HDR werden die versprochenen 750 cd/m² mit gemessenen 745 cd/m² nahezu erreicht. Die Auflösung ist mit 2.560 x 1.600 Pixel bei 300 Hertz sinnvoll für ein 16-Zoll-Gaming-Notebook gewählt.
Display-Helligkeit
XMG Neo 16
- cd/m²
- 0
- 300
- 600
- 900
- 1200
- 1500
Insgesamt verbaut XMG ein sehr gutes Mini-LED-Panel, das keine Wünsche offen lässt und auch im Außenbereich eingesetzt werden kann.
Innenraum
Im Inneren des XMG Neo 16 herrscht drangvolle Enge. Neben dem üppig dimensionierten Kühlsystem fallen die Abdeckungen für Arbeitsspeicher und SSDs beziehungsweise WLAN-Modul auf. Diese sollen in erster Linie nicht für einen cleanen Look sorgen, sondern die bei der Kühlung der Komponenten unterstützen.
Das Neo 16 bietet insgesamt zwei M.2-Steckplätze, wovon jeweils einer über PCIe 4.0 und einer über PCIe 5.0 angebunden ist. Neben den beiden SSDs können die beiden RAM-Riegel und auch das WLAN-Modul vom Anwender getauscht werden.
Audio
XMG verbaut beim Neo 16 zwei Lautsprecher. Diese befinden sich am vorderen Ende zu beiden Seiten der Handballenauflage. Der Klang ist grundsätzlich ok, wenn akustisch sehr viel los ist, wie etwa beim Trailer von Herr der Ringe, wirkt der Klang allerdings ein wenig gepresst.
Wirklichen Tiefbass ist von Notebook-Lautsprechern generell nicht zu erwarten, dennoch lassen sich auch etwas tiefere Töne gut heraushören. HiFi-Genuss kommt bei den Lautsprechern nicht auf, allerdings ist mir auch kein anderes Notebook bekannt, bei dem das der Fall wäre. Für die Beschallung unterwegs geht das verbaute Lautsprechersystem damit durchaus in Ordnung.
Performance
XMG hat mir mitgeteilt, dass die Control-Center-Software, mit der mein Testmuster ausgeliefert wurde, fehlerhaft war. Die Einstellung Overboost - Maximale Performance
wurde dabei nicht übernommen, entsprechend fielen die ermittelten Werte zu niedrig aus. Nachfolgend habe ich die mit der neuen Software ermittelten Werte eingepflegt.
Sowohl das Neo 16 als auch das günstigere und schwächere Pro 16 besitzen mit dem Intel 275HX die gleiche CPU. Ebenfalls mit identischem Prozessor kommt das dicke Alienware Area 51. Auf dem Papier ist das MSI Raider mit Intel 285HX am stärksten aufgestellt.
Im CPU-Teil des Geekbench liegen die Vergleichsgeräte im Single-Core wie nicht anders zu erwarten sehr dicht beieinander. Das Alienware gewinnt den Vergleich knapp vor dem Rechner von MSI. Der Mulit-Core-Test ist da schon deutlich spannender: Das Neo 16 liegt 5 Prozent vor dem kleineren XMG Pro 16.
Geekbench CPU
XMG Neo 16
- Geekbench Punkte
- 0
- 4400
- 8800
- 13200
- 17600
- 22000
Im GPU-Teil des Geekbench kann sich das Neo 16 nicht gegen das MSI Raider durchsetzen. Das Alienware Area 51 deklassiert die Konkurrenz mit seiner RTX 5090. Deutlich abgeschlagen ist das Pro 16 mit RTX 5070 Ti.
Im Cinebench zeigt sich ein ähnliches Bild wie zuvor im Geekbench. Im Single-Core sind alle Geräte gleichauf. Im Multi-Core verliert das Raider trotz seiner stärkeren 285HX CPU gegen das XMG Neo 16.
Cinebench 2024
XMG Neo 16
- Cinebench 2024 Punkte
- 0
- 460
- 920
- 1380
- 1840
- 2300
Beim 3DMark Time Spy kann das Neo 16 bei der GPU-Wertung überzeugen und bleibt bei der CPU-Leistung auf dem Niveau des XMG Pro 16.
Spiele-Benchmarks
In Cyberpunk 2077 liefert das Neo 16 die Werte ab, die man von einem modernen Gaming-Laptop mit RTX-5080-GPU erwarten darf. Die Leistung des XMG-Laptops liegt auf Augenhöhe mit dem Raider 18 von MSI, das mit der gleichen GPU ausgestattet ist.
Cyberpunk 2077
XMG Neo 16
- FPS
- 0,00
- 32,00
- 64,00
- 96,00
- 128,00
- 160,00
Das XMG Pro 16 mit RTX 5070 Ti schlägt sich im Vergleich sehr gut. In FHD liegt die schwächere Grafik nur 7 Prozent hinter der 5080. Mit höherer Auflösung wird der Abstand größer, in 4K bringt die RTX 5080 dann gute 15 Prozent mehr Frames auf den Bildschirm.
AC Valhalla
XMG Neo 16
- FPS
- 0
- 38
- 76
- 114
- 152
- 190
Beim älteren AC Valhalla kann sich das MSI Raider in allen Auflösungen gegen das Neo 16 durchsetzen. Das schwächere XMG Pro 16 mit RTX-5070-Ti-Grafik verliert wie zu erwarten in 4K wieder deutlich im Vergleich zur RTX 5080.
AC Shadows
XMG Neo 16
- FPS
- 0
- 18
- 36
- 54
- 72
- 90
Der Abstand zwischen Neo 16 und Pro 16 tritt in AC Shadows noch mehr in den Vordergrund. Hier zeigt sich ein deutlicher Klassenunterschied: Die RTX 5080 liegt hier je nach Auflösung zwischen 12 und 20 Prozent vorn. Mit eingeschaltetem Upscaling beträgt der Vorsprung dann durch die Bank 25 Prozent.
Herstellerspezifische Leistungsprofile
Natürlich habe ich auch einen Blick auf Performance unter verschiedenen Leistungsprofilen geworfen. Unter dem Profil Leise
werden in Cyperpunk in QHD-Auflösung und maximalen Details lediglich 34 FPS erreicht, dabei arbeitet das Gerät dann mit angenehmen 43,8 Dezibel.
Cyberpunk 2077 - Herstellerspezifische Leistungsprofile
XMG Neo 16
- FPS
- 0,00
- 20,00
- 40,00
- 60,00
- 80,00
- 100,00
Zwischen den Modi Ausgeglichen
und Höchstleistung
beträgt das Leistungsplus lediglich 6 Prozent. Dabei ist das Neo 16 allerdings dann auch fast 4 Dezibel lauter. Zur Erinnerung: Eine Erhöhung um 3 Dezibel wird vom menschlichen Gehör als doppelt so laut wahrgenommen!
Temperatur & Lautstärke
Die Temperaturen der Hardware erreichen die Werte, die man von einer Kombination aus Intel 275HX CPU und RTX 5080 GPU erwartet. Auffällig ist allerdings, dass die Grafikkarte unter Last gute 5 °C wärmer wird als bei vergleichbar ausgestatteten Geräten.
Temperaturen
XMG Neo 16
- °C
- 0
- 20
- 40
- 60
- 80
- 100
Dass man bei so potenter Hardware in einem flachen 16-Zoll-Gehäuse irgendeinen Preis bezahlen muss, wird dann bei den Oberflächentemperaturen deutlich. Die Handballenauflage bleibt mit rund 33 °C noch unauffällig, dafür erreicht die Tastatur in der Mitte punktuell fast 50 °C. Das ist an den Fingern bestenfalls noch angenehm, wenn in eurer Wohnung im Winter die Heizung ausfällt.
Dagegen bleibt die Lautstärke im Rahmen vergleichbarer Notebooks. Im Idle kann man die Lüfter minimal heraushören, unter Last rauscht es dagegen mit über 53 Dezibel schon recht ordentlich.
Akkulaufzeit
Die Laufzeiten des XMG Neo 16 entsprechen dem Durchschnitt vergleichbar ausgestatteter Geräte. Nach genau 90 Minuten ist im Gaming-Test des PC Mark Schluss, im Test Modernes Office
gehen die Lichter dagegen nach 215 Minuten aus.
Akkulaufzeit
XMG Neo 16
- Minuten
- 0
- 130
- 260
- 390
- 520
- 650
Im anspruchslosen Battery-Eater-Test wird, wie zu erwarten, mit nicht ganz 11 Stunden die längste Laufzeit erreicht. Damit erreicht das Notebook fast die gleichen Zeiten wie das XMG Pro 16.
Solltet ihr euch ein XMG Neo 16 kaufen?
Das XMG Neo 16 ist das richtige Gerät für euch, wenn …
- … ihr Wert darauf legt, euren Laptop möglichst individuell konfigurieren zu können.
- … ihr einen mobilen Rechner mit einem Top-Display sucht.
- … euch eine ziemlich warme Tastatur nicht stört.
Mögliche Alternative
XMG Pro 16: Das Pro 16 hatte ich bereits im Test und es ist meine Empfehlung für einen leistungsstarken Gaming-Laptop in der Mittelklasse. Das Gerät leistet sich kaum eine gravierende Schwäche. Mit der schnellen RTX 5070 Ti und der Intel 275HX CPU ist das Gerät ab rund 2.000 Euro erhältlich. Der Nachteil bei diesem Modell: Es gibt leider kein Mini-LED oder OLED-Panel.
Lenovo Legion 7 Pro: Mit 3.330 Euro ein wenig günstiger als das von uns getestete XMG Neo 16 bringt das Legion 7 Pro ein kontraststarkes OLED-Panel mit. Für den üppigen Preis erhaltet ihr neben dem Intel 275HX-Prozessor und der RTX 5080 noch 64-GB-RAM und eine 1-TB-SSD. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Lenovo Legion Notebook gewöhnlich sehr gut verarbeitet sind und eine durchaus potente Kühlung besitzen.
MSI Vector 16: Mit einem Preis von unter 2.900 Euro ist das MSI Vector in der 16-Zoll-Version schon fast ein Schnäppchen. CPU und Grafik sind identisch zu den beiden zuvor genannten Geräten. Für den relativ günstigen Preis gibt es allerdings auch nur 16 GB Arbeitsspeicher und ein normales IPS-Display, das aber immerhin mit einer 100 Prozent Abdeckung des DCI-P3-Farbraumes punkten kann.
Fazit zum XMG Neo 16
Mit der neuen Version des Neo 16 hat XMG ein leistungsstarkes Gaming-Notebook im 16-Zoll-Format im Programm. Das Gerät punktet mit einem herausragend guten Mini-LED-Display, das ihr problemlos und ohne Einschränkungen auch im Außenbereich einsetzen könnt.
Die Verarbeitung ist ebenfalls ohne Fehl und Tadel, da knarzt und quietscht nichts. So und nicht anders muss das bei einem Gerät in dieser Preisklasse aber auch sein. Die Leistung ist gut, auch wenn das Neo 16 hier keine Spitzenwerte erreicht.
Als durchschnittlich würde ich die Akkulaufzeiten bezeichnen, sie sind also weder besonders gut noch fallen sie negativ auf. Irgendwie habe ich aber vom beworbenen 99,8-Wh-Akku etwas mehr erwartet. Die Tastatur finde ich mit ihrem kurzen Hub persönlich gewöhnungsbedürftig, das ist allerdings eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Die Temperaturen sind etwas höher, als ich es erwartet hätte, aber trotzdem noch im grünen Bereich. Definitiv nicht mehr im grünen Bereich sind aber die fast 50 °C, die ich unter Last punktuell an der Tastatur messen konnte. Das wird bei längerem Gebrauch schon richtig unangenehm an den Fingern, wenn man nicht gerade unter chronisch kalten Händen leidet.
Insgesamt ein tolles Notebook mit einem spitzen Display, das leider an der Tastatur deutlich zu warm wird.


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