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Seite 2: Red Dead Redemption 2 für PC - Was technisch im Vergleich zu den Konsolen möglich ist

Die optischen Highlights

Red Dead Redemption 2 glänzt unter anderem mit einer hohen Weitsicht und einer sehr authentisch wirkenden Landschaft. Red Dead Redemption 2 glänzt unter anderem mit einer hohen Weitsicht und einer sehr authentisch wirkenden Landschaft.

Auch wenn die Xbox-One-X-Version von Red Dead Redemption 2 technisch klar die Eindrucksvollste ist (was nicht überrascht), verdient Rockstar generell großes Lob für das, was die schon aus anderen Rockstar-Titeln wie GTA 5 bekannte RAGE-Engine (»Rockstar Advanced Game Engine«) in dem Spiel zu bieten hat. Auch wenn dabei sicher nicht die »Crunchtime«-Diskussionen um eine strake Überbelastung der Mitarbeiter zu vergessen sind.

Die Gründe dafür springen uns teilweise praktisch ins Auge, etwa in Form der wohl besten, weil sehr realistisch wirkenden Simulation von Schnee (samt Interaktion mit den Figuren), die es bislang in einem Spiel zu sehen gab. Oder durch die beeindruckende (globale) Beleuchtung, dank der sich das Sonnen- oder Mondlicht je nach Blickwinkel unterschiedlich diffus durch Nebel, Wolken und Baumwipfel bricht und die auch kleine, bewegliche Lichtquellen wie Laternen überzeugende Schatten werfen lässt.

Oder mit Blick auf die sehr hohe Weitsicht, die nur selten bei genauem Hinsehen und in großer Distanz zur Spielfigur durch plötzlich auftauchende Objekte oder eine sichtbare Veränderung des Detailgrads leicht eingeschränkt wird.

Zu den technischen Highlights zählt auch die Darstellung der Pferde, insbesondere mit Blick auf ihre Animationen. Zu den technischen Highlights zählt auch die Darstellung der Pferde, insbesondere mit Blick auf ihre Animationen.

Es sind aber auch (oder vielleicht gerade) die vielen kleinen optischen Details, über die man immer wieder stolpert, die Red Dead Redemption 2 technisch so rund und durchdacht wirken lassen. Hinterlassen wir Fußspuren im Matsch oder im Schnee, sammelt sich dort bei Regen das Wasser und Pfützen entstehen. An Pferden sind ihre Muskeln zu erkennen und ihr Bauch weitet und verengt sich beim Ein- und Ausatmen sichtbar.

Die Schattendarstellung fällt unterschiedlich scharf aus, je nachdem, ob direktes Sonnenlicht oder indirektes Licht (etwa durch Wolken) auf ein Objekt fällt. Und die Laufanimation unserer Spielfigur ändert sich, wenn wir eine Anhöhe rauf- oder runterlaufen.

Die Liste an optischen Highlights lässt sich noch deutlich erweitern: Etwa durch die sehr gute Himmelsdarstellung mit dreidimensional wirkenden und abwechslungsreichen Wolkenfeldern. Durch die dichte und größtenteils echt aussehende Vegetation. Durch den sehr überzeugend inszenierten Tag-und-Nacht-Wechsel. Durch die optionale First-Person-Perspektive, die dank passender Animationen der Spielfigur deutlich aufgewertet wird. Oder durch das »Physically Based Renderering«, das Objekte je nach der Beschaffenheit ihrer Oberflächen unterschiedlich mit Licht interagieren lässt.

Was auf dem PC besser sein sollte

Das Grafikmenü von GTA 5 ist zwar umfangreich, seine Handhabung fällt aber etwas umständlich aus. Das darf in RDR2 gerne besser werden. Das Grafikmenü von GTA 5 ist zwar umfangreich, seine Handhabung fällt aber etwas umständlich aus. Das darf in RDR2 gerne besser werden.

Bei all dem Lob stellt sich natürlich die Frage, wo da auf dem PC überhaupt noch Raum für Verbesserungen bleibt? Drei offensichtliche »Must-Have«-Punkte haken wir direkt zu Beginn ab: Die Bildwiederholrate, das Grafikmenü und eine gute Steuerung per Maus und Tastatur.

Wie bereits im Falle von GTA 5 wird sicher auch eine PC-Version von Red Dead Redemption 2 ohne begrenzte Bilder pro Sekunde laufen. Je nach Hardware, Auflösung und Grafikeinstellungen sollten also auch 60, 120 und mehr fps möglich sein.

Ein ähnlich umfangreiches PC-Menü wie in GTA 5 erwarten wir zudem auch für RDR2, wobei diesmal gerne vorgegebene Presets mit dabei sein und das Handling verbessert werden dürfen. Da außerdem schon in GTA 4 eine Anzeige für die zu erwartende Belastung des Videospeichers integriert war, ist damit auch in RDR2 zu rechnen.

Ein sehr gutes Vorbild wäre beispielsweise das Grafikmenü von Assassin's Creed: Odyssey. Neben Presets und einer VRAM-Anzeige gibt es hier auch Beschreibungen und Vergleichsbilder sowie eine Anzeige für die Zahl der vorhandenen Stufen bei jeder Option – genau so wünschen wir uns das!

Außerdem sollte bei der Portierung von Red Dead Redemption 2 darauf geachtet werden, dass die Steuerung auch per Maus und Tastatur präzise und intuitiv gelingt - und das am besten ohne, dass viele manuelle Anpassungen nötig sind.

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