Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test: Mein Fazit nach über 6 Wochen fällt eindeutig aus

Saugroboter zeigen ihr wahres Gesicht erst nach Wochen im Alltag. Ich habe den Roborock Qrevo Curv 2 Flow nun sechs Wochen lang täglich im Einsatz gehabt – mit Kind, Katze und dem üblichen Haushaltschaos. Hier ist mein abschließendes Urteil.

Wie schlägt sich der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Langzeittest? Ich habe es herausgefunden. Wie schlägt sich der Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Langzeittest? Ich habe es herausgefunden.

Bereits in meinem Ersteindruck zum Roborock Qrevo Curv 2 Flow konstatierte ich dem Saugroboter eine starke Saugleistung auf Hartböden.

Es bleiben jedoch noch einige Fragen offen, die nur ein Langzeittest klären kann: Wie gut kommt der Roboter mit Haaren und eingetrockneten Flecken zurecht? Bleibt er irgendwo hängen? Und kommt es zu Geruchsbildung? Letzteres beobachte ich leider häufiger bei Modellen mit Wischrolle.

Mittlerweile hatte ich den Qrevo Curv 2 Flow über sechs Wochen im Dauereinsatz. Hier mein abschließendes Urteil in kompakter Form.

So habe ich getestet

  • Die Testdauer beträgt sechs Wochen mit täglichem Einsatz in Flur, Bad und Wohnzimmer sowie mehrmals wöchentlichem Saugen und Wischen des gesamten Untergeschosses.
  • Im Haus leben ein Kind sowie eine Katze – für ausreichend Krümel, Flecken, Haare und Katzenstreu ist also gesorgt.
  • Ich habe wie bei all meinen Tests Haferflocken, Katzenstreu und Katzenfutter verstreut sowie Milch und Saft aufgebracht, um die Wischleistung zu prüfen.

Schnellübersicht zum Roborock Qrevo Curv 2 Flow

Der Qrevo Curv 2 Flow in seiner ganzen Pracht. Der Qrevo Curv 2 Flow in seiner ganzen Pracht.

Was ist das für ein Roboter? Der Qrevo Curv 2 Flow ist Roborocks erster Saug- und Wischroboter mit rotierendem Wischroller statt der bisher üblichen Mopps. Er ist damit der direkte Konkurrent von Modellen wie dem Dreame Aqua 10 Ultra Roller Complete, Ecovacs X11 OmniCycle oder dem Narwal Flow, die 2025 den Rollerwechsel vollzogen haben.

Die Rolle reinigt sich kontinuierlich mit Frischwasser und leitet Schmutzwasser direkt ab. Mit bis zu 20.000 Pa Saugkraft, 220 Umdrehungen pro Minute und 15 N Anpressdruck auf der Walze will der Curv 2 Flow Hartböden und Teppiche gleichermaßen beherrschen – und das in einer kompakten, schicken Station, die optisch dem Vorgänger gleicht.

Preis & Verfügbarkeit: Der Curv 2 Flow ist ab sofort zum Early-Bird-Preis von 749 Euro verfügbar. Die UVP beträgt 899 Euro.

Hinweis: Wer mehr zum Curv 2 Flow erfahren möchte, sollte sich meinen ausführlichen Ersteindruck zum Qrevo Curv 2 Flow durchlesen. Hier fokussiere ich mich auf das Langzeitfazit.

Performance-Check nach 6 Wochen: Saugen, Wischen, Navigation

Saugleistung: Auf Hartböden überzeugt der Curv 2 Flow nach wie vor: Katzenstreu, Krümel und Haferflocken saugt er nahezu restlos auf, zumindest auf frei zugänglichen Flächen und entlang von Kanten. Da er aber im Gegensatz zum Qrevo Curv 2 Pro seine Seitenbürste nicht ausfahren kann, kommt er nicht so gut in Ecken.

Auf Teppichen ist die Leistung alltagstauglich. Er nimmt den Großteil des Schmutzes auf, ist aber kein Teppichspezialist. Wer vor allem Teppiche saugt, sollte Modelle mit 25.000 Pa oder mehr im Blick behalten.

Erfreulich: Mit Haaren hat der Curv 2 Flow keinerlei Probleme. Weder lange Menschenhaare noch Tierhaare haben sich nennenswert in der Hauptbürste oder der Wischrolle verfangen – das ist nicht selbstverständlich und spricht für die durchdachte Konstruktion.

Vom Staub einmal abgesehen: Die Gummiwalzen sehen auch nach 6 Wochen gut aus – es sind keine verhedderten Haare zu sehen. Vom Staub einmal abgesehen: Die Gummiwalzen sehen auch nach 6 Wochen gut aus – es sind keine verhedderten Haare zu sehen.

Wischleistung: Die Rolle sorgt für ein gleichmäßiges Wischbild ohne Schlieren oder Tropfen. Frische Flecken (Milch, Saft, Saucenspritzer) wischt er restlos auf. Auch an Kanten entlang reinigt der Curv 2 Flow mit einem Abstand von gerade mal einem Zentimeter.

Bei eingetrockneten Flecken zeigen sich jedoch die Grenzen: Der 15 N Anpressdruck klingt stark, reicht aber nicht immer aus, um hartnäckige Rückstände wie angetrockneten Sirup oder Katzenerbrochenes zu lösen.

Gut: Erkennt der Flow Flüssigkeiten während seiner Reinigungsroutine, hebt er die Seitenbürste an, um nichts zu verteilen.

Die Reinigungsleistung bleibt somit auf hohem Niveau und vor allem dank der extrabreiten Walze (270 mm) überzeugend gleichmäßig – ein deutlicher Vorteil gegenüber klassischen rotierenden Mopps, die Flüssigkeiten eher verschmieren.

Übrigens: Um Teppiche nicht zu befeuchten, fährt der Curv 2 Flow einen Schutzschild aus, der die Wischrolle abschirmt. Das klappte zuverlässig.

Rechts neben der Wischrolle erkennt man dezent den Schutzschild, der die Rolle abschirmt. Das schont Teppiche. Rechts neben der Wischrolle erkennt man dezent den Schutzschild, der die Rolle abschirmt. Das schont Teppiche.

Komisch dagegen: Ich kann den Roboter nach wie vor nicht ausschließlich im Wischmodus losschicken. Das scheint ein Software-Manko zu sein, da andere Roborock-Modelle wie der ebenfalls neue Saros 20 dieses Problem nicht haben.

Navigation: Die Hinderniserkennung hat sich im Langzeittest bewährt. Schuhe, Spielzeug, Stuhlbeine und Stromkabel erkennt und umfährt er zuverlässig, insofern sie größer sind als 5 mal 3 Zentimeter. Bei Kabeln hält er nach wie vor großzügigen Abstand von bis zu 20 cm, was aber deutlich besser ist, als sich im Kabel zu verheddern.

Ebenfalls stark: Er ist in den sechs Wochen kein einziges Mal hängengeblieben.

Der aktuelle Zustand nach sechs Wochen

Nach sechs Wochen Dauereinsatz ziehe ich Bilanz. Alle Bauteile habe ich nach vier bis fünf Wochen einer gründlichen Reinigung unterzogen.

  • Gehäuse & Optik: Kaum Kratzer am Gehäuse – die Hinderniserkennung tut ihren Job.
  • Bürsten & Rolle: Hauptrolle und Seitenbürsten sind in hervorragendem Zustand, keine Haarverwicklungen.
  • Station: Der Staubbeutel ist nach sechs Wochen erst etwa halb gefüllt. In meinem Haushalt hält er also ungefähr drei Monate, was im üblichen Rahmen von Saugrobotern liegt.
  • Roboter: Der Schmutzfänger am Wassertank sollte alle paar Wochen gereinigt werden, da sich dort Ablagerungen bilden können. Das ist kein großes Problem, aber ein Punkt, den man im Blick behalten sollte.
  • Geruch: Erfreulicherweise gab es keine Geruchsbildung, obwohl er zweimal die Woche das gesamte Untergeschoss gewischt hat. Die Roller-Wäsche mit 75 Grad und Trocknung mit 55 Grad Celsius sind zwar nicht auf absolutem Topniveau, reichen aber aus. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzmodellen gibt es hier nichts zu beanstanden.

Die extrabreite Wischrolle leistet gute Arbeit und riecht auch nach sechs Wochen nicht unangenehm. Die extrabreite Wischrolle leistet gute Arbeit und riecht auch nach sechs Wochen nicht unangenehm.

Was mir gefällt

  • Das schicke Design: Die Station ist kompakt und wirkt durch die helle Farbe und die Rundungen modern und dezent.
  • Der Curv 2 Flow ist zuverlässig: Er bleibt nicht hängen, reinigt zumindest Hartböden zufriedenstellend und funktioniert einfach nebenbei – so, wie ich es von einem Roboter erwarte.
  • Die Reinigung und Wartung ist erfreulich einfach. Alles lässt sich schnell entnehmen und ausspülen. Auch der Schmutzfänger am Wassertank ist gut erreichbar.
  • Keine Geruchsbildung trotz Wischroller. Leider keine Selbstverständlichkeit.
  • Die App bleibt aufgeräumt und bietet viele sinnvolle Einstellungsmöglichkeiten für Reinigungszonen, Saugleistung und Sprachsteuerung.
  • Die Rollenabdeckung für Teppiche hat sich zu keinem Zeitpunkt verklemmt – ein Problem, das beim Dreame Aqua 10 Ultra Roller Complete aufgetreten ist.

Jedes Bauteil lässt sich leicht entnehmen, was die Reinigung erleichtert. Der Schmutzfänger im Roboter sollte alle paar Wochen manuell von Dreck befreit werden. Jedes Bauteil lässt sich leicht entnehmen, was die Reinigung erleichtert. Der Schmutzfänger im Roboter sollte alle paar Wochen manuell von Dreck befreit werden.

Was mich (noch) stört

Es gibt ein paar Punkte, die auch nach sechs Wochen noch nerven.

  • Mangelnde Gründlichkeit auf Teppichen: Insbesondere auf Hochflorteppichen oder bei tief sitzendem Schmutz (z.B. Sand oder Tierhaare) erreicht er nicht die Tiefenreinigung spezialisierterer Modelle.
  • Schwächen bei der Eckenreinigung: Da das Modell im Gegensatz zu einigen Vorgängern oder High-End-Modellen keine ausfahrbare Seitenbürste besitzt, bleibt in Ecken oft Schmutz liegen.
  • Eingetrocknete Flecken: Wer regelmäßig hartnäckige Rückstände hat, wird merken, dass der Curv 2 Flow hier an seine Grenzen stößt. Es funktioniert, aber es braucht manchmal mehrere Durchgänge.
  • Kein Reinigungsmittel-Tank: Die Station arbeitet ausschließlich mit Wasser. Wer Reinigungsmittel bevorzugt, muss diese manuell in den Frischwassertank geben.
  • Lautstärke beim Trocknen: Das Trocknen der Rolle ist deutlich hörbar, was nicht nur an der Lautstärke, sondern auch am Ton selbst liegt. Ich habe mich daran gewöhnt, empfinde den Curv 2 Flow im Vergleich zu anderen Modellen aber als stärker wahrnehmbar.

Gesamtfazit nach 6 Wochen

Preis-Leistungs-Tipp
Roborock Qrevo Curv 2 Flow
Roborock Qrevo Curv 2 Flow
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein zuverlässiger Alltagsbegleiter, der dank Wischrolle gleichmäßiger wischt als mit rotierenden Mopps und vor allem auf Hartböden überzeugt. Die Wartung ist einfach, Geruchsbildung kein Thema – ein klarer Vorteil gegenüber mancher Konkurrenz. Auf Teppichen bleibt die Saugleistung alltagstauglich, aber nicht überragend, und eingetrocknete Flecken sind eine Herausforderung. Wer jedoch vorwiegend Fliesen oder PVC reinigen möchte, findet hier ein starkes Gesamtpaket.
  • Gute Grund-, Kanten- und Eckenreinigung
  • Sehr gute Hinderniserkennung
  • Gleichmäßige, sehr gute Wischleistung
  • Kein Problem mit Haaren
  • Schickes, modernes Design
  • Hygienische Selbststreinigung & -Trocknung
  • Zu hoch für flache Möbel
  • Recht laut bei Trocknung
  • Teppichreinigung könnte besser sein
Zu Amazon
Mit einem Einkaufswagen markierte Links sind so genannte Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links erhalten wir je nach Anbieter eine kleine Provision - ohne Auswirkung auf den Preis. Mehr Infos.

Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow hat mich im Langzeittest positiv überrascht – nicht mit spektakulären Highlights, sondern mit konstanter Zuverlässigkeit und vor allem einfacher Wartung ohne Geruchsbildung. Er fährt einfach. Er saugt gut. Er wischt gleichmäßig. Und er riecht nicht.

Gerade der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt: Wischrollen bringen leider auch einen deutlich komplexeren Mechanismus für die Selbstreinigung mit sich – der je nach Modell dafür sorgt, dass ihr selbst einzelne Bauteile reinigen müsst. Beim Curv 2 Flow müsst ihr zwar ebenfalls gelegentlich Hand anlegen, der Wartungsaufwand ist aber angenehm niedrig.

Unsere große Kaufberatung: Die besten Saugroboter 2026

Das größte Manko ist die nur solide Saugleistung auf Teppichen. Der Flow ist ganz klar für Hartböden ausgelegt und fühlt sich dort am wohlsten. Wer damit leben kann und einen zuverlässigen, wartungsarmen Allrounder für Fliesen, Laminat oder Linoleum sucht, bekommt mit dem Curv 2 Flow ein starkes Gesamtpaket zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis, was ich mit einem Award honoriere.

zu den Kommentaren (3)

Kommentare(3)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.