Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Ersteindruck: Wie gut ist Roborocks erster Saugroboter mit Wischroller?

Auf der CES 2026 angekündigt und schon in meinem Wohnzimmer: Ich habe den neuen Roborock Qrevo Curv 2 Flow bereits seit 48 Stunden im Einsatz. Hier sind meine ungefilterten Beobachtungen, noch bevor der ausführliche Test folgt.

Ich habe den neuen Roborock Qrevo Curv 2 Flow ausprobiert. Ich habe den neuen Roborock Qrevo Curv 2 Flow ausprobiert.

Kaum auf der CES 2026 angekündigt, fährt er bei mir bereits seit zwei Tagen im Haus herum: Roborocks erster Saug- und Wischroboter mit rotierendem Wischroller statt Mopps – der Qrevo Curv 2 Flow.

Bevor ich euch in etwa drei Wochen meinen ausführlichen Langzeittest serviere (denn echte Probleme zeigen sich oft erst im Alltag), möchte ich meine ersten Beobachtungen mit euch teilen.

Was ist neu am Qrevo Curv 2 Flow?

Der Qrevo Curv 2 ist der Nachfolger vom Qrevo Curv und kommt in mehreren Varianten. Eine davon ist der Flow, das erste Modell von Roborock mit einem Wischroller statt rotierenden Mopps. Die ersten Konkurrenten sind bereits 2025 auf Wischroller und -walzen gewechselt, da diese eine gleichmäßigere und gründlichere Reinigung ermöglichen. Roborock zieht jetzt nach.

Das bedeutet: Der Qrevo Curv 2 Flow besitzt eine extra breite Walze, die sich während der Reinigung kontinuierlich selbst mit Frischwasser säubert und Schmutzwasser direkt abführt.

So sieht es unter der Haube aus: Die beiden Wassertanks sind schnell griffbereit. So sieht es unter der Haube aus: Die beiden Wassertanks sind schnell griffbereit.

Das Ziel ist klar: Eine hygienischere Reinigung ohne das typische Verschmieren von Schmutz. Mit bis zu 20.000 Pa Saugkraft (vs. 18.500 Pa beim Curv) und einer Walzenrotation von 220 Umdrehungen pro Minute mit 15 N Anpressdruck will er Hartböden und Teppiche gleichermaßen beherrschen.

Optisch gleicht er seinem Vorgänger hingegen wie ein Zwilling – die schicke, abgerundete Station kommt erneut zum Einsatz.

Das hat mir gefallen

Sehr gute Reinigung auf Hartböden: Die Saugleistung auf Hartböden ist sehr gut, sowohl Haferflocken, als auch Katzenstreu und Katzenfutter verleibt er sich beinahe restlos ein. Vor allem an Kanten entlang putzt er beinahe alles weg.

Die Saugleistung ist sehr gut, vor allem an Kanten entlang. Die Saugleistung ist sehr gut, vor allem an Kanten entlang.

Zusammen mit der breiten und ausfahrbaren Walze sorgt er zudem für ein sehr gleichmäßiges Wischbild ohne Tropfen oder Flecken. Milch und Saft wischte er restlos auf.

Hinderniserkennung: Erkennt er kritische Hindernisse wie Stromkabel oder Haufen von Grobschmutz (in meinem Fall Katzenstreu), verlangsamt oder stoppt er die Seitenarme. Er schleudert den Dreck also nicht wild durch die Gegend und verheddert sich nicht. Das hat mich positiv überrascht.

Auch sonst hat mich die Hinderniserkennung überzeugt. Schuhe, Spielzeug und Stühle waren kein Problem.

Durch meine komplizierten Stuhlbeine navigiert der Flow problemlos. Durch meine komplizierten Stuhlbeine navigiert der Flow problemlos.

Sprachsteuerung: Hello Rocky funktionierte jederzeit zuverlässig und versteht mich selbst dann, wenn der Sauger gerade laut arbeitet. Eine deutsche Spracherkennung lässt sich in der App herunterladen. So könnt ihr ohne Handy einfach den Roboter auf Reisen schicken, die Saugleistung verändern oder ihn zurück in die Station schicken.

Kletterfähigkeit: Schwellen bis zu 2,5 cm hat er bei mir mit Anlauf gemeistert. Höhere Schwellen konnte ich noch nicht ausprobieren.

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Wo mir negative Punkte aufgefallen sind

Es gibt ein paar Kritikpunkte, die mal mehr, mal weniger stark ins Gewicht fallen.

Schwächen auf Teppich: Trotz der beworbenen 20.000 Pa blieb auf meinem Teppich etwas verstreutes Katzenstreu zurück. Auch wenn die reine Saugleistung nicht viel aussagt: Andere Topmodelle bieten bis zu 30.000 Pa.

Dafür hebt der Curv 2 Flow seine Rolle bis zu 1,5 Zentimeter an und schirmt sie ab, um den Teppich nicht zu befeuchten.

Lautstärke beim Trocknen: Die Station trocknet den Roller mit 55 °C warmer Luft. Das ist hygienisch wichtig, aber laut. Ich höre das Geräusch bis ins Obergeschoss, und auch meine Frau hat sich direkt beschwert. Modelle mit Mopps sind hier oft leiser.

Dennoch: Ich habe lieber einen Roboter, der seinen Roller gründlich reinigt, um Geruchsbildung wie beim Dreame Aqua 10 Roller Ultra Complete zu verhindern, als einen flüsterleisen Trocknungsmodus. Hier werde ich in Zukunft noch mit den Einstellungen in der App für die Trocknungsdauer herumspielen und schauen, ob ich mich daran gewöhne.

Schwellen meistert der Flow mit etwas Anlauf problemlos. Schwellen meistert der Flow mit etwas Anlauf problemlos.

Übertriebene Vorsicht bei Kabeln: Er erkennt Stromkabel zwar gut, hält aber bis zu 20 cm Abstand. Das ist zwar sicher, lässt aber große ungeputzte Lücken. Im Alltag aber kein großes Problem, da ihr ohnehin grob aufräumen solltet. Und: Ich habe lieber einen Roboter, der etwas mehr Abstand hält, als sich direkt aufzuwickeln und gar nicht zu reinigen.

Sicher ist sicher: Zu Kabeln lässt der Flow einen relativ großen Abstand. Sicher ist sicher: Zu Kabeln lässt der Flow einen relativ großen Abstand.

Kein Reinigungsmittel: In der schicken, kompakten Station gibt es übrigens keinen Tank für Reinigungsmittel, er arbeitet nur mit Wasser.

Kurios: Die Software wirkte noch unfertig

Die App macht einen gewohnt übersichtlichen und hochwertigen Eindruck. Es gibt viele Einstellungen und Funktionen zu entdecken (siehe Bilder).

Einige kleine Mankos sind mir aber aufgefallen. Möglich, dass die App für dieses spezifische Modell in Deutschland noch nicht auf dem neuesten Stand ist:

  • Fehlende Modi: Ich kann aktuell Wischen nicht als Einzelmodus wählen. Es gibt nur Saugen, Saugen & Wischen oder Vac&Mop.
  • Haustier-Features: Er erkennt zwar Haustiere und macht Fotos und hat auch das Katzenklo identifiziert, um den umliegenden Bereich besonders gründlich zu reinigen. Aber ich kann keine speziellen Haustierzonen manuell einrichten. Das wäre gut, da er den Fressnapf nicht erkannt und dort Krümel liegen lassen hat.

Was der Langzeittest noch zeigen muss

Zwei Tage reichen nicht, um alles zu bewerten. Für meinen finalen Test nehme ich mir mindestens drei Wochen Zeit, um folgende Punkte zu klären:

  1. Haare: Wie schlägt sich der Curv 2 Flow wirklich, wenn über Wochen lange Haare und Tierhaare anfallen?
  2. Eingetrocknete Flecken: Wie gut reinigt er eingetrocknete Flecken? Der 15 N starke Anpressdruck klingt stark auf dem Papier, aber wie gut schlägt er sich in der Praxis?
  3. Wartung & Geruch: Die neue Rollertechnik ist komplex. Zwar lässt sich alles entnehmen und ausspülen, aber ich bin skeptisch, ob es langfristig zu Geruchsbildung kommt oder die Reinigungsschale versifft. Immerhin: Roborock verspricht eine besonders einfache Wartung. Ich bin gespannt!
  4. Alltagstauglichkeit: Bleibt die Reinigungsleistung konstant hoch oder lässt sie nach? Bleibt er irgendwo hängen? Gibt es Softwaremacken?

Katzenstreu ist für den Curv 2 Flow eine Leibspeise - auf Hartböden saugt er nahezu alles restlos auf. Katzenstreu ist für den Curv 2 Flow eine Leibspeise - auf Hartböden saugt er nahezu alles restlos auf.

Mein erstes Fazit: Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist ein sehr guter Saug- und Wischroboter, der bis zu 95 Prozent des Drecks in meiner Wohnung beseitigte und dank Rollertechnik noch besser wischt. Wenn euch das besonders wichtig ist, könnte er einen Blick wert sein.

Schaut unbedingt auch in unserer Kaufberatung der besten Saugroboter nach.

Bislang fehlt mir zwar noch der Wow-Faktor, aber der kommt vielleicht noch. Am Ende braucht es den aber nicht, wenn das Gesamtpaket stimmt. Und genau das werde ich in drei Wochen herausgefunden haben.

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