Seite 2: Der Roborock S7 Pro Ultra hat drei Monate unser Haus geputzt - Lohnt sich der selbstreinigende Roboter?

GameStar Plus Logo

Artikel auf einer Seite lesen

50% Rabatt auf euer erstes Jahr GameStar Plus

Jetzt nur für kurze Zeit: die ersten sechs Monate im Jahresabo mit dem Code »NEU50« sparen. Deine Vorteile:

Zugriff auf alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Exklusive Tests, Guides und Reportagen
Von Experten, die wissen, was gespielt wird
Keine Banner und viel weniger Werbespots
Jederzeit online kündbar

Du hast bereits GameStar Plus? Hier einloggen.

App & Features

Mit der zugehörigen App wird der S7 Pro Ultra noch besser, da sie nicht nur komfortabel zu bedienen ist, sondern auch noch tonnenweise Einstellungen mitbringt und trotzdem übersichtlich bleibt. Die meisten Funktionen bringen auch Roboter unter 500 Euro mit. Trotzdem wollen wir euch die wichtigsten Features vorstellen:

  • Mehr-Etagen-Erkennung: Ihr könnt bis zu vier Karten beziehungsweise Etagen anlegen. Wollt ihr im Obergeschoss saugen oder wischen, tragt ihr den Roboter hinauf und drückt aufs Knöpfchen (oder startet das Programm in der App). Die Erkennung funktioniert jederzeit zuverlässig. Der Roboter braucht lediglich einen kurzen Moment, um sich zu positionieren.
  • Individuelle Raumreinigung: Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzprodukten lässt sich der S7 Pro Ultra für jeden Raum anpassen. Dadurch könnt ihr etwa im Flur vor dem Schlafzimmer oder im Homeoffice die leiseste Saugstufe wählen oder in Küche und Eingangsbereich zusätzlich die Wischfunktion aktivieren. Ihr könnt die Intensität je nach Raum in drei Stufen fürs Wischen und vier Stufen fürs Saugen einstellen. Beim Wischen habt ihr zudem die Wahl zwischen drei Modi für mehr Gründlichkeit (Roboter wählt Z-Form oder fährt Boden doppelt ab).
  • Sperrzonen & unsichtbare Wände: Für bestimmte Problemzonen eignen sich die festlegbaren Sperrbereiche oder unsichtbare Wände. Auf diese Weise fährt der Roboter nicht durch offene Türen in andere Räume oder spart einen bestimmten Bereich (z.B. mit Tierfutternäpfen) aus.
  • Teppicherkennung: Der Pro Ultra erkennt Teppiche automatisch und hebt dabei das Wischpad an. Auf Wunsch saugt er Teppiche mit normaler oder erhöhter Saugstufe oder ignoriert sie gleich komplett. Leider lässt sich diese Einstellung nicht individuell für einzelne Teppiche, sondern nur für alle Teppiche im Haushalt festlegen. Erkannte Teppiche werden auf der Karte markiert, lassen sich aber auch manuell hinzufügen. 
  • Zeitpläne: Der Pro Ultra soll jeden Tag um acht Uhr morgens seine Runde drehen und abends vor dem Schlafengehen noch mal durchsaugen? Kein Problem, jedes Programm lässt sich als Routine festlegen. Dreimal die Woche saugen, einmal wischen und alle vier Wochen gründlich wischen und mehr - ihr habt hier alle Freiheiten.
  • Sprachsteuerung: Etwas eingeschränkt, aber trotzdem nützlich sind die Kommandos via Siri, Alexa oder Google. So schrubbt oder saugt der Roborock auch auf Kommando durch die Wohnung. Leider sind die Sprachbefehle sehr rudimentär. Ihr könnt zum Beispiel nur sagen, dass die Küche gereinigt werden soll, aber nicht in welchem Modus oder Intensität.
  • Pin&Go: Manchmal möchte man schnell einen bestimmten Bereich saubermachen, zum Beispiel unter dem Esstisch, nachdem die Kinder gekrümelt haben. Dafür ist die Pin&Go-Funktion da. Der Bereich wird auf der Karte markiert. Alternativ tragt ihr den Roboter zur gewünschten Stelle und drückt auf die Taste am Gehäuse (oder aktiviert sie in der App).
  • Stations-Einstellungen: Ihr könnt einstellen, in welchem Intervall und wie intensiv der Wischmop gereinigt und der Staubbehälter entleert werden soll. 
  • Kindersicherung: Alle Knöpfe am Gehäuse des Roboters werden deaktiviert.

Die App ist übersichtlich, performant und bietet nützliche Optionen. Die App ist übersichtlich, performant und bietet nützliche Optionen.

Darüber hinaus könnt ihr den Pro Ultra in der App mit Joysticks fernsteuern, was beim MaxV aufgrund der Kamera und damit verbundenen Livestream-Funktion aber wesentlich sinnvoller ist. Der Pro Ultra zeigt folglich kein Bild in der App an, ihr müsst ihn also zwingend im Auge behalten. 

Er verfügt außerdem über einen Nachtmodus, in dem alle Leuchten gedimmt, die Sprachausgabe stummgeschaltet und die Auto-Auffüllung deaktiviert wird. Hier wird eine enorme Vielfalt geboten, sodass jeder den S7 Pro Ultra an seine Bedürfnisse anpassen kann. Zudem läuft die App jederzeit reibungslos, Abstürze oder Übersetzungsfehler wie bei anderen Apps günstigerer Produkte sind uns nicht aufgefallen.

Abstriche in der B-Note

So zufrieden wir mit dem S7 Pro Ultra sind - einen Kritikpunkt haben wir dann doch noch: das Design. Denn so ausgetüftelt die Technik des Roboters ist, so staub- und kratzeranfällig ist sein Gehäuse. Wer kommt auch auf die Idee, einem Saug- und Wischroboter eine weißglänzende Oberfläche zu verpassen? Sie ist ein wahrer Staubmagnet und sieht daher schon nach kurzer Zeit nicht mehr ansehnlich aus. 

Apropos: Nach den ersten Wochen zeigten sich auch erste starke Abschürfungen am Gehäuse. Warum Roborock hier nicht wie beim MaxV ebenso auf ein schwarzes Design setzt, bleibt unklar. So aber müssen wir immer wieder den Staubwedel aus dem Regal holen, schade.

Staubmagnet Die glänzende Klavierlackoberfläche zieht Staub förmlich an.

Abschürfungen Nach einiger Zeit sind deutliche Abnutzungserscheinungen am Gehäuserand sichtbar.

Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist die klobige Tankstation, einen Schönheitspreis gewinnt sie jedenfalls nicht. Keine Frage: Das Design ist funktional und pragmatisch, die Wassertanks lassen sich zum Befüllen und Reinigen leicht abnehmen und das Staubbeutelfach ist viel besser zugänglich als beim Auto-Empty-Dock der kleineren S7-Modelle. Es ist jedoch eine Kunst, einen Platz in der Wohnung zu finden, wo dieser Plastikklotz nicht (störend) auffällt. Dabei zeigen andere Hersteller, wie es besser geht. Evovacs Deebot X1 Omni bringt ähnliche Funktionen, aber eine viel elegantere Station mit. Von iRobots Roomba j7+ ganz zu schweigen, auch wenn dessen Station aufgrund abgespeckter Funktionen zugegebenermaßen deutlich kleiner ausfällt.

Für wen lohnt sich der Roborock S7 Pro Ultra?

Für alle, die sich um nichts mehr kümmern wollen: Der Saugroboter arbeitet zuverlässig, gründlich und fast autonom, sodass ihr wochenlang eine sehr gute Grundsauberkeit in euren Räumen habt - (fast) ohne einen Finger zu rühren. Ihr müsst lediglich die Wassertanks füllen beziehungsweise entleeren sowie das Gerät reinigen und je nach Füllstand den Staubbeutel tauschen. Und natürlich bleibt wie bei jedem Saugroboter auch hin und wieder die Handreinigung an besonders schwierigen Stellen nicht aus. In der Summe könnt ihr euch aber trotzdem entspannt zurücklehnen, der Roborock erledigt fast alles alleine.

Für Hausbesitzer: Da der Roborock Pro Ultra mehrere Etagen scannen und abspeichern kann und diese auch automatisch selbst erkennt, eignet er sich ideal für Häuser. Einfach das Gerät in die gewünschte Etage tragen, Reinigungsmodus starten, fertig. (Nicht vergessen, die Treppe als gesperrte Zone zu definieren, damit er nicht abstürzt!)

Achtung bei Haustieren und Teppichen: Zwar kommt der S7 Pro Ultra aufgrund seiner leicht zu reinigenden Gummibürste auch mit Tier- und Menschenhaaren gut zurecht. Wer Tiere mit besonders dichtem oder langem Fell zuhause hat, sollte sich jedoch auch den iRobot Roomba i7 mit Doppelbürste anschauen (der allerdings nicht wischen kann). Er zählt für uns zu den besten Saugrobotern überhaupt. Eine weitere Alternative wäre der Deebot T9 AIVI, wobei ihr hier auf eine automatische Absaugstation verzichten müsst. Wer in jedem Raum hochflorige Teppiche besitzt, wird mit keinem Saugroboter glücklich werden - hier hilft nur Ausschütteln oder doch auf die altmodische Art per Hand zu saugen.

Mit hochflorigen Teppichen hat wie fast jeder Saugroboter auch der S7 Pro Ultra seine Probleme. Mit hochflorigen Teppichen hat wie fast jeder Saugroboter auch der S7 Pro Ultra seine Probleme.

Wenn ihr einen hochwertigen Staubsaugerroboter sucht, der auch zufriedenstellend den Boden schrubbt und beinahe autonom arbeitet, sodass ihr euch wochenlang um nichts mehr kümmern müsst, werdet ihr mit dem Roborock S7 Pro Ultra glücklich. Wenn ihr allerdings keine blitzeblanken Böden braucht, gibt es auch gute Modelle für weniger Geld. Hier findet ihr die besten Saugroboter unter 500 Euro.

Fazit von der Redaktion

Mirco Kämpfer
@khezuhl

Ja, ich weiß: Der Roborock S7 Ultra Pro kostet eine Stange Geld. Über 1000 Euro für einen Saug- und Wischroboter sind kein Pappenstiel. Auf der anderen Seite erspart mir Uwe, wie ich ihn daheim getauft habe, viel Zeit und arbeitet so gründlich und selbständig, dass neben dem Wischmop nun auch mein Akkustaubsauger im Abstellraum bleiben kann, zumindest bis auf wenige Ausnahmen.

Es ist jedes Mal eine Freude, in ein sauberes Zuhause zu kommen - vor allem im Winter, wo Uwe Schneereste und Matschspuren wegwischt. Selbst unterm Esstisch bleibt kaum ein Krümel übrig. Dazu empfehle ich euch aber, einen Stuhl etwas beiseite zu räumen, damit die Stuhlbeine nicht zum Gefängniskäfig werden. Apropos: Es ist schon erstaunlich, dass sich der Ultra Pro selbst nach drei Monaten nur dreimal festgefahren hat. Ich kann mich wirklich immer auf ihn verlassen.

Zudem ist er sehr pflegeleicht, die Reinigungsstation erledigt fast alles automatisch. Klar, hartnäckige Verschmutzungen wie eingetrockneten Senf oder Erbrochenes meiner Katze bekommt Uwe nicht weg, aber sowas wische ich ohnehin direkt auf. Ich bin jedenfalls vollends begeistert vom Roborock S7 Ultra Pro und würde ihn jedem empfehlen, wenn der Knackpunkt des Preises nicht wäre. Doch wer das nötige Kleingeld übrig hat und so wenig Aufwand wie möglich haben möchte, wird den Kauf nicht bereuen. 

Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er auf so viel Komfort verzichten kann und lieber zu einem wesentlich günstigeren Modell greift, das trotzdem saugt und wischt - nur eben mit mehr Aufwand. Eine Überlegung wäre auch, sich mehrere günstigere Roboter zum Saugen und Wischen zuzulegen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich die Home Robotik über die Jahre noch entwickelt. Vielleicht können die kleinen Helferlein ja auch irgendwann selbst ihren Staubbeutel entsorgen - oder die Etage wechseln. 

Roborock S7 Pro Ultra - Eckdaten & Vergleich mit S7+ und S7 MaxV Ultra

MerkmaleS7 MaxV UltraS7 Pro UltraS7+
AusführungSaug- und Wischroboter mit multifunktionaler Docking-StationSaug- und Wischroboter mit multifunktionaler Docking-StationSaug- und Wischroboter mit Absaugstation
Abmessungen350 x 350 x 96,5 mm350 x 350 x 96,5 mm350 x 350 x 96,5 mm
Akkukapazität5.200 mAh5.200 mAh5.200 mAh
Ladezeitca. 4 hca. 4 hca. 4 h
Saugleistung5100 Pa5100 Pa2500 Pa
Flächenleistung300 m² Saugen / 300 m² Wischen300 m² Saugen / 300 m² Wischen300 m² Saugen / 200 m² Wischen
Wassertank200 ml200 ml300 ml
Staubbehälter400 ml400 ml470 ml
Teppich- / ObjekterkennungTeppich- und Objekterkennungnur Teppicherkennungnur Teppicherkennung
WischfunktionVibraRise Technologie, Sonic-MoppingVibraRise Technologie, Sonic-MoppingVibraRise Technologie, Sonic-Mopping
Wischmop abnehmbar
NavigationLaser und KameraLaserLaser
App-Steuerung
Voice ControlAmazon Alexa, Google Assistant oder SiriAmazon Alexa, Google Assistant oder SiriAmazon Alexa, Google Assistant oder Siri
Kamera-Live-Stream
Platzieren von Möbeln in Map
Gewicht4,7 kg4,7 kg4,7 kg
Betriebsgeräusch67 dB67 dB67 dB
Preisca. 1.400 Euroca. 1.200 Euroca. 660 Euro
Alle Daten der S7-Reihe von Roborock im direkten Vergleich

2 von 2


zu den Kommentaren (52)

Kommentare(42)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.