Im heutigen Test werfen wir einen Blick auf das Samsung Galaxy Book6 Pro. Es gab ja bereits einen Artikel, in dem ich euch von der erstaunlich guten Akkulaufzeit berichtet hatte. Aber was kann das schlanke Gerät noch? Optisch könnte man es auf den ersten Blick für einen MacBook-Klon halten, aber damit würde man dem Flachmann von Samsung nicht gerecht werden.
Transparenzhinweis
Samsung hat uns das Galaxy Book6 Pro für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt dieses Artikels und bekam keine Einsicht vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Ausstattung, Verarbeitung und sonstige Besonderheiten
Das Samsung Galaxy Book6 Pro besteht aus Aluminium. Die Verarbeitung bewegt sich dabei auf höchstem Niveau und kommt sogar an die hohe Qualität eines MacBooks heran. Da quietscht und knarzt nichts. Verwinden könnte man die Flunder vermutlich nur mit Gewalt.
Das Design fällt äußerst schlicht und elegant aus. Für die einen mag das langweilig sein, Anwender in einem professionellen Umfeld werden sich dagegen sicherlich über den cleanen Look freuen. Die Anschlüsse verteilt der Hersteller auf beide Seiten. Insgesamt stehen euch die folgenden Ports zur Verfügung:
- 2x USB-C Thunderbolt 4
- 1x HDMI 2.1
- 1x USB-A 3.0
- 1x 3,5-mm-Audio
Wie auch bei einem MacBook ist das gesamte Keyboard in Schwarz gehalten. Zusammen mit dem schwarzen Bildschirm-Rahmen sorgt das für ein wenig Kontrast. Insgesamt wirkt das Galaxy Book6 Pro vom Design durchaus modern.
Verwinden kann man das Notebook vermutlich nur mit Gewalt.
Technische Daten
- CPU: Intel Core Ultra X7 358H mit 16 Kernen und max. 4,8 GHz
- Grafik: Intel Arc B390 iGPU
- RAM: 32-GB-LPDDR5X-9600 (verlötet)
- Display: 14-Zoll-OLED-Tochscreen mit einer Auflösung von 2880 x 1800 Pixel bei 120 Hertz
- SSD: 1x 1-TB-M.2
- Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 5.4
- Akku: 67,18 Wh
- Abmessungen: 311,7 x 11,6 x 218,2 (BxHxT) Millimeter
- Gewicht: 1,23 kg
Testverfahren
Zum hier angewendeten Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel:
. Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech
Preis und Verfügbarkeit
Das Samsung Galaxy Book6 Pro ist in der hier getesteten Konfiguration für 2.399 Euro im Handel erhältlich.
Display & Eingabegeräte
Wenn Samsung für etwas steht, dann für gute Displays! Das Panel im Galaxy Book6 Pro ist ein gutes Beispiel dafür. Der 14-Zoll-OLED-Touchscreen ist schlicht brillant, was Farben und Kontrast angeht, viel besser geht es eigentlich nicht.
Der Hersteller gibt eine maximale Helligkeit von 500 cd/m² (SDR) beziehungsweise von 1.000 cd/m² (HDR) an. Von kleinen Abweichungen abgesehen, werden diese Werte auch in der Praxis erreicht. Damit ist die Anzeige auch in hellen Umgebungen problemlos nutzbar. Die Touch-Funktionalität gelang im Test bis an die Ränder einwandfrei.
Die Tastatur erinnert, wie eigentlich der Großteil des Designs, an die MacBooks von Apple. Der Hub ist kurz und der Anschlag relativ hart. Das muss man mögen, ich persönlich bevorzuge eher einen etwas längeren Tastenhub und einen weicheren Anschlag.
Von dieser Geschmacksfrage abgesehen ist die Tastatur aber gut und auch für Vielschreiber problemlos geeignet. Das Touchpad des Samsung Laptops ist ebenfalls gelungen. Es ist ausreichend groß bemessen und die Oberfläche besitzt sehr gute Gleiteigenschaften.
Der 14-Zoll-OLED-Touchscreen ist schlicht brillant.
Leistung & Temperaturen
Zum Vergleich werden die folgenden beiden Laptops herangezogen:
- Asus Zenbook Duo 2026 - Intel Core Ultra X9 388H mit Intel Arc B390 iGPU
- Lenovo Thinkbook Rollable - Intel Core Ultra 7 258V mit Intel Arc 140V iGPU
Die beiden Panther Laker CPUs 388H und 358H unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche maximale Taktfrequenzen. Der 388H ist dadurch zumindest in der Theorie etwas schneller, davon abgesehen besitzen beide Prozessoren 16 Kerne. Der Intel 258V besitzt dagegen nur 8 Kerne.
Wie immer geht es mit dem Geekbench los. Alle drei CPUs liegen im Single-Core dicht beieinander, der 388H entscheidet das Rennen wegen der höheren Taktfrequenz knapp für sich. Im Multi-Core-Test hat der 258V mit seinen 8 Kernen natürlich keine Chance. Seinen etwas höheren Takt setzt der 388H in 5 Prozent mehr Leistung um.
Benchmarks
Geekbench CPU
Samsung Galaxy Book6 Pro
- Geekbench Punkte
- 0
- 3600
- 7200
- 10800
- 14400
- 18000
Temperaturen & Lautstärke
Temperaturen
Samsung Galaxy Book6 Pro
- °C
- 0
- 18
- 36
- 54
- 72
- 90
Display & Akkulaufzeit
Display-Helligkeit
Samsung Galaxy Book6 Pro
- cd/m²
- 0
- 220
- 440
- 660
- 880
- 1100
Im Geekbench-GPU-Test liegt die schnelle B390 iGPU der Panther Lake Prozessoren mit einem Plus von bis zu 94 Prozent sehr deutlich vor der älteren Arc 140V iGPU. Die Single-Core-Ergebnisse im Cinebench 2024 sind wieder auf einem Niveau, wieder mit leichten Vorteilen für den 388H. Im Multi-Core zieht der 388H dann dem 358H deutlich davon. Der ältere 258V hat nicht den Hauch einer Chance.
Der 3DMark Time Spy fordert die GPU stark. Die B390 im Asus Zenbook Duo arbeitet ein gutes Stück schneller, was wohl auch auf die bessere Kühlung im deutlich dickeren Gehäuse zurückzuführen sein dürfte. Das macht sich auch in Cyberpunk 2077 (FHD, max. Details) bemerkbar, hier ist die identische iGPU gut 30 Prozent schneller als im Samsung Galaxy Book6 Pro.
Die Temperaturen fallen grundsätzlich gut aus, lediglich die SSD wird mit bis zu 62 °C etwas warm.
Die Temperaturen fallen grundsätzlich gut aus, lediglich die SSD wird mit bis zu 62 °C etwas warm. Das mag bei den aktuellen noch unkritisch sein, im Hochsommer könnte sich das aber schnell ändern.
Bei der Lautstärke ist das Samsung Galaxy Book6 Pro unauffällig. Im Idle ist das Gerät die meiste Zeit unhörbar, da die Lüfter stillstehen. Unter Volllast konnten maximal 44,3 Dezibel gemessen werden. Das ist zwar in einer leisen Umgebung hörbar, aber man kann sich damit arrangieren.
Meine Meinung
Sven Scharpe
Das Samsung Galaxy Book6 Pro ist ein tolles Office- und Multimedia-Notebook. Es ist herausragend gut verarbeitet und ein echter Handschmeichler. Der OLED-Touchscreen ist eine Augenweide, ein deutlich besseres Display werdet ihr so schnell nicht zu Gesicht bekommen. Die Eingabegeräte sind ebenfalls gut, auch wenn man den kurzen Hub der Tastatur mögen muss.
Die Lautstärke ist insgesamt ok, im Idle stehen die Lüfter still, während das Gerät unter Volllast noch einen kleinen Ticken leiser sein dürfte. Auch die Temperaturen sind grundsätzlich ok, auch wenn die SSD im Hochsommer vielleicht unter Volllast an ihre thermischen Grenzen kommen könnte. Das große Kaufargument für diesen Laptop ist aber seine beeindruckende Akkulaufzeit!
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Satte 21,5 Stunden im praxisnahen Modern-Office
Benchmark sind rekordverdächtig. Damit habt ihr unterwegs mehr als genug Saft, um einen ganzen Tag abseits der Steckdose arbeiten zu können. Schuld
an dieser grandiosen Leistung sind Intels neue Panther Lake Prozessoren, die unglaublich effizient arbeiten. Insgesamt ist das Samsung Galaxy Book6 Pro ein sehr empfehlenswertes Notebook für den Office- und Multimedia-Gebrauch, hier könnt ihr eigentlich nicht viel falsch machen.


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