RTX 4000: Hoffnung auf mehr Grafikkarten durch Milliarden-Deal von Nvidia

Nvidia investiert einem Bericht zufolge Unsummen, um sich Produktionskapazitäten und Wafer für die kommende Grafikkarten-Generation RTX 4000 zu sichern.

von Alexander Köpf,
29.12.2021 10:36 Uhr

Nvidia arbeitet offenbar mit Hochdruck daran, die Versorgung mit den für Ende 2022 erwarteten Grafikkarten aus der RTX-4000-Reihe zu gewährleisten. Zumindest geht das aus einem Bericht der chinesischen Webseite Mydrivers.com hervor. Demnach zahle Nvidia bereits jetzt Unsummen an den taiwanischen Auftragsfertiger TSMC, um sich Produktionskapazitäten und Wafer für die 5-Nanometer-Fertigung zu sichern.

Multi-Milliarden-Dollar-Deal: Konkret soll Nvidia im dritten Quartal 2021 (Q3 2021) 1,64 Milliarden US-Dollar an TSMC überwiesen haben. Das sind umgerechnet rund 1,45 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2022 (Q1 2022) würden weitere 1,79 Milliarden US-Dollar, also rund 1,58 Milliarden Euro, nachgeschoben werden. Insgesamt sollen satte 6,9 Milliarden US-Dollar (6,1 Milliarden Euro) und damit viel mehr als im letzten Jahr an die Taiwaner gehen.

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Bedeutet das wirklich mehr Grafikkarten?

Zunächst sei gesagt, dass nicht klar ist, um wie viel größer die Summe, die an TSMC fließt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist. Ebenso unklar ist, ob nicht auch andere Hersteller, wie beispielsweise Apple oder AMD, so vorgehen. AMD könnte hierbei zwar das Nachsehen haben, weil das Unternehmen finanziell deutlich schlechter aufgestellt ist als Nvidia, für Apple und auch andere Hersteller gilt das allerdings nicht.

Der grüne Vogel fängt den Wurm: Sollte es Nvidia jedoch gelingen, potenzielle Kapazitäten anderer Hersteller oder besser noch anderer Industriezweige für sich zu sichern, könnte das in Absolutzahlen tatsächlich bedeuten, dass es am Ende mehr Grafikkarten auf dem Markt gibt.

Viel entscheidender ist jedoch, wie groß die Kapazitäten sind, die TSMC in der 5-Nanometer-Fertigung insgesamt bereitstellen kann. Ist das Unternehmen auf die zuletzt deutlich gestiegene Nachfrage nach Halbleitern ausreichend vorbereitet? Und können die diversen Zulieferer dem überhaupt nachkommen? Zuletzt machte eine Meldung die Runde, derzufolge die für die Produktion von CPUs und GPUs wichtigen ABF-Substrate noch über Jahre hinweg Mangelware zu bleiben scheinen.

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Im oben verlinkten Podcast diskutieren die GameStar-Redakteure Michael Graf, Nils Raettig und Alexander Köpf darüber, wann die Preise für Grafikkarten wieder sinken und wie wir generell in Zukunft spielen werden.

Was meint ihr? Ist RTX 4000 eine echte Hoffnung auf mehr Grafikkarten oder seid solcher Meldungen längst überdrüssig? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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