Mittlerweile sind die Laptops mit Nvidias mobilen Blackwell-GPUs auf dem Markt angekommen. Die absolute Speerspitze im Hinblick auf Leistung stellt dabei die RTX 5090 dar.
Mittlerweile konnte ich bereits drei Laptops mit dieser Grafikkarte unter die Lupe nehmen. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen, die ich mit den Geräten gemacht habe, teilen und klären, ob sich ein Kauf lohnt.
Design & Verarbeitung
Das Aorus Master 18 ist ein Gaming-Laptop wie er im Buche steht. So etwas wie Unterstatement kennt dieses riesige Notebook nicht. Ebenfalls klar als Gaming-Gerät erkennbar ist das Strix Scar von Asus, dennoch wirkt es zumindest für mich ein klein wenig zurückhaltender als das Master 18.
Da ist das Razer Blade ein ganz anderes Kaliber, es ist optisch sehr zurückhaltend und kann auch problemlos im Business-Umfeld eingesetzt werden, ohne merkwürdige Blicke von den Kollegen zu provozieren. Dazu kommt, dass das Blade 16 ein fantastisches Unibody-Alugehäuse hat, die Verarbeitung ist entsprechend perfekt.
Auch bei Asus und Aorus ist die Verarbeitung grundsätzlich gut, abgesehen vom Displaydeckel bestehen die beiden Laptops aber aus Kunststoff. Für die aufgerufenen Preise könnte man durchaus etwas mehr Metall erwarten.
Mobilität
Bereits im Test waren das Asus Strix Scar 18 (2025), das Aorus Master 18 und das deutlich kompaktere Razer Blade 16 (2025). Während die Laptops von Asus und Aorus mit einem großen 18-Zoll-Display daherkommen, fällt das Blade 16 von Razer mit 16 Zoll zwei Nummern kleiner aus.
| Asus Strix Scar 18 (2025) | Aorus Master 18 | Razer Blade 16 (2025) | |
|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core 9 Ultra 275HX | Intel Core 9 Ultra 275HX | AMD Ryzen AI 9 HX 370 |
| Grafik | Nvidia RTX 5090 (175 W) | Nvidia RTX 5090 (175 W) | Nvidia RTX 5090 (160 W) |
| RAM | 64 GB | 32 GB | 32 GB |
| Display | 18-Zoll-Mini-LED | 18-Zoll-Mini-LED | 16-Zoll-OLED |
| Auflösung | 2560 x 1600 | 2560 x 1600 | 2560 x 1600 |
| Akku | 90 Wh | 99 Wh | 90 Wh |
| Abmessungen | 23,5 bis 32 x 399 x 298 mm | 25,3 bis 30,9 x 400,76 x 287 mm | 14,9 bis 17,4 x 355 x 250,5 mm |
| Gewicht | 3,3 kg | 3,44 kg | 2,1 kg |
| Preis | 5.299 Euro | 5.399 Euro | 4.399 Euro |
Es ist aber nicht nur kleiner, sondern für einen Gaming-Laptop mit maximal 17,4 Millimetern auch extrem dünn. Mit einem Gewicht von 2,1 Kilogramm ist es dabei auch noch nicht zu schwer, um es mitzunehmen.
Im Vergleich dazu bringen die Konkurrenten von Asus und Aorus mal eben über 1 Kilo mehr auf die Waage. Wirklich mobil einsetzbar ist von den drei Geräten eigentlich nur das Razer, die anderen beiden sind einfach zu wuchtig und zu schwer.
Display
In dieser Preisklasse darf es keine Kompromisse beim Display geben und glücklicherweise hat keiner der Hersteller an dieser Stelle gespart. Asus und Aorus setzen jeweils auf beeindruckend helle Mini-LED-Displays, während Razer ein hochwertiges OLED-Panel verbaut.
Alle drei Displays sind von hervorragender Qualität, das OLED wird allerdings deutlich weniger hell. Bei der Auflösung herrscht mit sinnvoll gewählten 2560 x 1600 Pixeln Einigkeit. Mir persönlich gefallen alle drei Panels gut, aufgrund der hohen maximalen Helligkeit würde ich aber wohl zu einem der Mini-LED-Bildschirme greifen.
CPU und Grafik
Hinsichtlich der verbauten Hardware gibt es zwar nur wenige, aber dafür sehr relevante Unterschiede. Asus und Aorus bauen jeweils einen Intel Core 9 Ultra 275HX mit 24 Kernen ein. Es handelt sich um die aktuell zweitschnellste mobile CPU von Intel. Razer lässt es dagegen etwas gemächlicher angehen und verwendet einen AMD Ryzen AI 9 HX 370 mit 12 Kernen.
Der AMD-Chip verbraucht deutlich weniger Strom als der 275HX von Intel. Razer greift auf das Modell zurück, da das Blade extrem dünn ist und man hier schon auf die Verlustleistung der Komponenten achten muss, um die Kühlung nicht zu überfordern.
Noch deutlicher wird das bei der Grafikkarte. Alle drei Geräte verfügen über die RTX 5090, während diese bei Asus und Arous mit den vollen 175 Watt arbeiten kann, sind es beim dünnen Razer nur
160 Watt. Wie sich das auf die Leistung auswirkt, seht ihr bei den folgenden Benchmarks.
Leistung
Insgesamt liegen das Asus Strix Scar und das Aorus Master 18 in den Benchmark vorne. Das Master 18 ist dabei häufig noch einen Tick schneller als der Asus Laptop. Das Blade 16 muss sich dagegen in jedem Benchmark mit dem letzten Platz begnügen.
Geekbench CPU
3 Laptops mit RTX 5090
- Geekbench Punkte
- 0
- 4400
- 8800
- 13200
- 17600
- 22000
Hier machen sich die schwächere CPU und die geringere TGP der Grafikkarte deutlich bemerkbar. Um die Leistung des Blade 16 richtig einzuschätzen, muss man allerdings berücksichtigen, dass das Gerät deutlich kleiner und sehr viel flacher ist als die Notebooks von Asus und Aorus.
Cyberpunk 2077
3 Laptops mit RTX 5090
- FPS
- 0,00
- 32,00
- 64,00
- 96,00
- 128,00
- 160,00
Temperaturen & Lautstärke
Hinsichtlich der Temperaturen haben alle drei Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht, die ermittelten Werte sind durch die Bank im Grünen Bereich. Selbst das kompakte und besonders dünne Blade 16 erreicht hier wirklich gute Werte, dabei sind allerdings auch die schwächere CPU und die geringere TGP der Grafikkarte zu berücksichtigen.
Erst bei den Oberflächentemperaturen wird das Blade 16 deutlich wärmer als die großen 18-Zoll-Notebooks. Bei der Tastatur sind es zum Beispiel gut 10 Grad Celsius mehr als bei Strix Scar und Master 18, das ist dann wohl der Preis, den man für das dünne Gehäuse zahlen muss.
Temperaturen
3 Laptops mit RTX 5090
- °C
- 0
- 20
- 40
- 60
- 80
- 100
Ein interessantes Bild zeigt sich bei der Lautstärke: Während das Blade im Idle oft lautlos arbeitet, emittieren die 18-Zoll-Boliden bereits rund 37 Dezibel. Das ist zwar noch in Ordnung, aber bereits gut hörbar.
Unter Last ist dann Schluss mit der akustischen Zurückhaltung: Strix Scar 18 und Blade 16 machen mit sehr deutlich hörbaren 54 Dezibel auf sich aufmerksam. Das ist aber noch leise im Vergleich zum Master 18, das mit über 61 Dezibel vor sich hin lärmt.
Akkulaufzeit
Bei der Akkulaufzeit zeigt sich deutlich, dass das Asus Strix Scar 18 und das Aorus Master 18 primär für den Einsatz auf dem heimischen Schreibtisch gedacht sind. Die Laufzeiten fallen sehr überschaubar aus und eignen sich definitiv nicht für den ausgedehnten mobilen Einsatz.
| Asus Strix Scar 18 (2025) | Aorus Master 18 | Razer Blade 16 (2025) | |
|---|---|---|---|
| Battery Eater (Reader Test) | 8h 29min | 10h 3min | 11h 47min |
| PC Mark 10 - Modernes Office | 5h 9min | 3h 27min | 8h 14min |
| PC Mark 10 - Gaming | 1h 29min | 1h 51min | 2h 34min |
Das Blade 16 profitiert in dieser Disziplin von seiner stromsparenden CPU und dem effizienten 16-Zoll-OLED-Bildschirm. Es ist das einzige der drei Gaming-Notebooks, welches ihr auch problemlos unterwegs einsetzen könnt. Die Akkulaufzeiten sind zwar nicht überragend, aber ich würde sie dennoch als praxistauglich einschätzen.
Fazit und Empfehlung
Ein Gaming-Notebook mit einer RTX-5090-Grafikkarte ist ein teurer Spaß. Es ist daher umso wichtiger, dass ihr genau hinschaut, wenn ihr euch einen solchen Rechner leisten möchtet. Auf dem Papier haben alle drei hier genannten Laptops die gleiche Grafikkarte, die Leistung unterscheidet sich aber zum Teil deutlich.
So arbeitet die 5090 im Blade 16 meist nicht schneller als eine mobile 5080 mit 175 Watt. Achtet vor dem Kauf also unbedingt auf die TGP der Grafikkarte und auch auf die verbaute CPU, wenn ihr die maximale Leistung haben wollt.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Lautstärke. Machen wir uns nichts vor, Gaming-Laptops sind in der Regel laut. Daran ändert sich auch bei den 2025er-Modellen nichts. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede. Obwohl die verbaute Hardware nahezu identisch ist, läuft das Asus Strix Scar 18 deutlich leiser unter Last als das Master 18.
Solltet ihr euch ein Notebook mit RTX 5090 kaufen? Meiner persönlichen Meinung nach nein. Die 5090 ist im Schnitt nur ca. 10 Prozent schneller als die mobile 5080, kostet aber einen unverhältnismäßig hohen Aufpreis.
Ich würde euch daher zu einem guten Laptop mit RTX 5080 raten. Das MSI Vektor (16 Zoll) bekommt ihr beispielsweise bereits für 2.799 Euro, für das gesparte Geld könnt ihr mehr RAM, eine richtig fette SSD und diverse Spiele kaufen. Und selbst dann bleibt wohl noch was übrig.




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