Neue Ryzen-Prozessoren sind wohl Ladenhüter - zaubert AMD deshalb schon bald ein Ass aus dem Ärmel?

Das Anheben der TDP soll weitere Leistungskapazitäten freisetzen.

Die Ryzen-9000-CPUs verkaufen sich nicht gut - hilft AMD mit einem Update nach? (Bildquelle: AMD) Die Ryzen-9000-CPUs verkaufen sich nicht gut - hilft AMD mit einem Update nach? (Bildquelle: AMD)

Vor wenigen Tagen sind die ersten beiden Prozessoren der Zen-5-Generation erschienen. Der Verkauf von Ryzen 9 9700X und Ryzen 5 9600X scheint aber eher schleppend zu starten.

Im Detail: Der deutsche Händler Mindfactory veröffentlicht auf der jeweiligen Produktseite stets eine Angabe über die Anzahl verkaufter Einheiten.

  • Beim Ryzen 7 9700X konnte man bisher nur etwas mehr als 30 CPUs verkaufen; beim Ryzen 5 9600X sind es mit etwas mehr als 20 verkaufter Chips noch weniger.
  • Mindfactory ist dabei kein Einzelfall: Auf Amazon ist der Ryzen 5 9600X gerade so noch unter den aktuellen Top 40 der beliebtesten CPUs zu finden.

Entsprechend liegt die Vermutung nahe, dass die Ryzen-9000-Generation bisher eher ein Ladenhüter denn ein Verkaufsschlager ist.

Insbesondere die X3D-Serie aus dem eigenen Hause scheint in dieser Metrik wesentlich beliebter zu sein.

BIOS-Update für mehr TDP

Um dem entgegenzuwirken, plant AMD wohl ein neues BIOS-Update ein, das die TDP der Prozessoren von 65 auf 105 Watt anheben soll.

Dies behauptet zumindest der Leaker chi11leddog auf X/Twitter. Demzufolge sei der AGESA 1.2.0.1a Patch A in Arbeit.

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Damit würden der Ryzen 9 9700X und Ryzen 5 9600X wieder auf das TDP-Niveau ihrer jeweiligen Vorgänger zurückkehren.

  • Mit der freigesetzten Leistung würde AMD höhere Taktraten ermöglichen, die wiederum einen größeren Performanceabstand zur Zen-4-Generation erlauben.
  • Unsere Tests zu den beiden AMD-CPUs haben ebenfalls gezeigt, dass sich AMD zumindest mit den aktuellen Werten gewissermaßen selbst im Weg steht.

Auch andere Portale wie ComputerBase sehen mit einer Erhöhung der Leistungsaufnahme Potenzial für eine bessere Bewertung der Prozessoren.

Wird der AMD Ryzen 7 9700X mittels BIOS-Einstellung auf das gleiche TDP/PPT-Niveau des 7700X gehievt, gibt er ein viel besseres Bild ab.

Denn nun schlägt er den Vorgänger überall deutlich, bleibt dazu weiterhin kühler, nur ist dann auch der Verbrauch gleich. AMD entschied sich letztlich für andere Prioritäten.

ComputerBase im Test zum Ryzen 7 9700X

Die TDP von 65 Watt könnte indes für Non-X-Varianten der jeweiligen Prozessoren genutzt werden.

Offiziell hat AMD all das aber noch nicht bestätigt. Es könnte also sein, dass es auch für die X-Varianten bei der TDP von 65 Watt bleibt.

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