Update vom 26. April 2023: Nachdem in den vergangenen Tagen mehrere Berichte über Hitzeprobleme bei Ryzen 7000-CPUs aufgetreten waren, hat sich jetzt AMD selbst gegenüber Anandtech zu der Thematik geäußert.
In dem Statement gibt das Unternehmen bekannt, dass man sich der Probleme bewusst ist und diese bereits aktiv untersucht:
"We are aware of a limited number of reports online claiming that excess voltage while overclocking may have damaged the motherboard socket and pin pads. We are actively investigating the situation and are working with our ODM partners to ensure voltages applied to Ryzen 7000X3D CPUs via motherboard BIOS settings are within product specifications. Anyone whose CPU may have been impacted by this issue should contact AMD customer support."
"Wir sind uns einer kleinen Anzahl von Online-Berichten bewusst, in denen behauptet wird, dass eine zu hohe Spannung während des Übertaktens den Motherboard-Sockel und die Pin-Pads beschädigt haben könnte. Wir untersuchen die Situation aktiv und arbeiten mit unseren ODM-Partnern zusammen, um sicherzustellen, dass die Spannungen, die über die BIOS-Einstellungen des Motherboards auf Ryzen 7000X3D CPUs angewendet werden, innerhalb der Produktspezifikationen liegen. Jeder, dessen CPU von diesem Problem betroffen sein könnte, sollte den AMD-Kundensupport kontaktieren."Originalmeldung vom 25. April 2023: Wer einen aktuellen Prozessor aus der Ryzen 7000-Serie sein Eigen nennt, sollte sicherheitshalber handeln.
Denn sowohl die Hauptserie als auch die auf Gaming ausgelegten Ryzen 7000X3D-CPUs laufen, vor allem bei Übertaktung, aktuell wohl Gefahr, sich durch Hitzeentwicklung selbst zu zerstören.
Glücklicherweise gibt es einen vergleichsweise einfachen Weg, sich vor dem Problem zu schützen: Ein BIOS-Update bannt die Gefahr.
Nutzer melden Hitzeprobleme bei Ryzen 7000
Erstmals aufgetaucht ist die Problematik in einem Reddit-Beitrag des Nutzers u/Speedrookie. Dieser teilte ein Bild seines Ryzen 7800X3D mit einem großen Brandfleck in der Mitte des Prozessors.
Link zum Reddit-Inhalt
Durch die Hitze sei laut ihm nicht nur die CPU, sondern auch das Mainboard zerstört worden. Wie der Nutzer außerdem mitteilt, reagierten AMD und Asus schnell und sorgten für Hardware-Ersatz.
Die zerstörten Komponenten kaufte der Youtube-Kanal Gamersnexus. In den kommenden Tagen bis Wochen ist dort also ein Video zu erwarten, das sich mit den genauen Details des Vorfalls auseinandersetzt.
Allerdings scheint es sich bei dem Vorfall nicht um einen Einzelfall zu handeln. Laut Igor's Lab betrifft das Problem nicht nur gewisse AM5-Mainboards von Asus, sondern auch Modelle der Hersteller Gigabyte und ASRock. Und laut Youtuber der8auer können alle Desktop-Prozessoren der Ryzen 7000-Serie Opfer der Hitzeentwicklung werden.
BIOS-Update sorgt für Seelenfrieden
Zumindest Nutzer von Asus- und MSI-Mainboards dürfen allerdings aufatmen. Beide Hersteller haben bereits BIOS-Updates veröffentlicht und die fehlerhaften Versionen entfernt.
So teilt Asus-Manager Rajinder Gill mit:
Die am Freitag veröffentlichten EFI-Updates enthalten einige spezielle thermische Überwachungsmechanismen, die wir implementiert haben, um die Boards und CPUs zu schützen. Wir haben ältere BIOSe aus diesem Grund entfernt und auch, weil die manuelle Vcore-Kontrolle bei früheren Builds verfügbar war.
Wir arbeiten auch mit AMD an der Definition neuer Regeln für AMD EXPO und SoC-Spannung. Wir werden so schnell wie möglich neue Updates dafür herausgeben.
Bitte haben Sie Geduld mit uns.
Wer auf die oben genannte Hardware-Kombination setzt, sollte daher sicherheitshalber ein BIOS-Update durchführen.
Jetzt seid ihr an der Reihe! Seid ihr von den Hitzeproblemen betroffen? Oder könnte es euch in Zukunft aufgrund eurer verbauten Hardware ebenfalls erwischen? Habt ihr das BIOS-Update bereits eingespielt? Und wie findet ihr die Reaktion der Hersteller? Wir freuen uns auf eure rege und sachliche Diskussion in den Kommentaren!
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