Mehr GDDR7-Speicher für Nvidia und AMD unterwegs: Samsung stellt neue Module vor

Für die ersten RTX-5000- und RX-8000-GPUs dürfte die Entwicklung aber zu spät kommen.

Samsungs GDDR7-Module werden nächstes Jahr auch mit einer Speicherdichte von 24 Gb produziert. Samsungs GDDR7-Module werden nächstes Jahr auch mit einer Speicherdichte von 24 Gb produziert.

Vor etwas mehr als einem halben Jahr hat Samsung die Spezifikationen der hauseigenen GDDR7-Speichermodule veröffentlicht. Zum damaligen Zeitpunkt wurden allerdings nur Chips mit einer Speicherdichte von 16 Gb (oder 2 GByte) genannt.

Wie der Hersteller in einer Pressemitteilung (via samsung.com) verlauten lässt, hat man nun den »weltweit ersten 24 Gb GDDR7-DRAM« entwickelt.

  • Die höhere Speicherdichte soll noch in diesem Jahr von GPU-Herstellern validiert werden, während der Produktionsbeginn für Anfang nächsten Jahres geplant sei.
  • Unabhängig von der Größe sollen die GDDR7-Vorteile gegenüber dem Vorgänger bestehen bleiben: Dank einer Transferrate von 32 GT/s ist man (theoretisch) 33 Prozent schneller; bei einer Spannung von 1,2 statt 1,35 Volt wird eine 20 Prozent bessere Energieeffizienz versprochen.

Da die RTX 5090, RTX 5080 und RTX 5070 aber angeblich bereits kurz vor der Veröffentlichung stehen, dürfte die Samsung-Ankündigung für diese Nvidia-Grafikkarten zu spät kommen.

Stattdessen ist die Vorstellung der 24-Gb-Chips im Hinblick auf mögliche GPUs interessant, die nach der ersten Welle der RTX-5000-Releases erscheinen könnten.

  • Das Stichwort: Der Super-Refresh, den Nvidia auch für die RTX-4000-Serie lange nach dem Release der »regulären« Ada-Lovelace-GPUs durchgeführt hat. Eine spätere Veröffentlichung einer RTX 5070 Super oder ähnlichen GPUs ist angesichts dessen absolut denkbar.
  • Denn mit der Erhöhung der Speicherdichte folgt auch, dass bei gleichbleibendem Interface höhere Speichergrößen möglich sind und Nvidia damit ein Kaufargument für eine Neuauflage schaffen kann.

Video starten 52:12 Nvidia RTX 5000 und die Zukunft: Hat AMD noch eine Chance?

Wie mehr Speicher bei gleichbleibendem Interface möglich ist

Bei GDDR-Speicher verfügt ein einzelnes Speichermodul über 32 Bit breite Speichercontroller (Clamshell ignorieren wir an dieser Stelle). Wenn eine Grafikkarte ein 192-Bit-Interface angibt, ist das gewissermaßen die »Addition« aller 32-Bit-Speichercontroller – oder andersherum: 192-Bit-Interface bedeutet sechs Speichercontroller zu je 32 Bit.

Da ein Speichermodul an einen Controller angebunden wird, folgt daraus recht simpel, dass etwa beim kolportierten 192-Bit-Interface der RTX 5070 sechs Speicherchips vorhanden sind. Mit einer Größe von 16 Gigabit pro GDDR7-Chip landen wir wiederum bei der maximal möglichen Konfiguration an 12 GByte VRAM, die im obigen Leak auch so genannt wurden.

  • Entsprechend spannend im Hinblick auf die Speicherbelegung dürften also mögliche Folgemodelle in der RTX-5000-Generation werden, wenn die von Samsung angekündigten 24 Gb fassenden Module auf dem Markt sind.
  • Ausgehend von obiger Rechnung könnte eine RTX 5070 Super beim gleichen 192-Bit-Interface über 18 GByte GDDR7-VRAM verfügen. Modelle mit 256-Bit-Interface wie eine RTX 5070 Ti Super würden bei diesen Modulen auf 24 GByte GDDR7-VRAM kommen.

Aber würdet ihr direkt zuschlagen, wenn Nvidia einfach mehr Videospeicher in seine Grafikkarten verbaut? Oder ist immer noch der Preis der entscheidende Faktor bei eurer GPU-Wahl?

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