Der KI-Boom hat in den letzten Monaten für eine weltweite Speicherkrise gesorgt und nebenbei einige wenige Hersteller extrem reich gemacht. Ein Streik in Samsungs Halbleiterdivision könnte nun als massiver Bremsklotz fungieren und zu Verlusten in Milliardenhöhe führen.
45.000 Mitarbeiter kündigen Streik an
Wenn es um die Hardware geht, die für den Betrieb und das Training von KI-Modellen benötigt wird, ist oft von Nvidia und den dort hergestellten GPUs die Rede. Ohne die passenden Speicherchips sind diese GPUs aber im Grunde nutzlos. Besonders wichtig ist dabei der sogenannte »High Bandwidth Memory«, oder kurz »HBM«.
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Dieser wird weltweit nur von drei Firmen überhaupt hergestellt. Neben Micron aus den USA gibt es noch die beiden südkoreanischen Konkurrenten SK Hynix und eben Samsung. Samsung stellt generell etwa ein Drittel des gesamten weltweit genutzten DRAM her.
Wie unter anderem Fortune berichtet, steht beim südkoreanischen Tech-Giganten der größte Streik der Unternehmensgeschichte unmittelbar bevor. Ab dem 21. Mai 2026 haben so mehr als 45.000 Mitarbeiter vor, ihre Arbeit für satte 18 Tage niederzulegen.
Ein solcher Streik könnte den Halbleitermarkt extrem beeinträchtigen. Der Ausbau der KI-Infrastruktur könnte verlangsamt werden und die Hardwarepreise dürften weiter steigen oder zumindest noch deutlich länger auf dem aktuellen hohen Niveau verbleiben. Die Verluste werden auf 30 bis 65 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Warum wird gestreikt? Schon seit Monaten wird bei Samsung und in Südkorea über die Verteilung der extremen KI-Gewinne der letzten Jahre diskutiert. Kaum ein Land hat so von der Entwicklung profitiert wie Südkorea.
SK Hynix hat erst kürzlich die Obergrenze für Bonuszahlungen abgeschafft und zahlt seinen Beschäftigten teilweise massive Prämien, die an den Gewinnen des Unternehmens orientiert sind. Mitarbeiter von Samsung fordern Ähnliches, bisher gab es bei den Verhandlungen aber keinen Erfolg.
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Mittlerweile hat sich sogar die südkoreanische Regierung in die Verhandlungen eingeschaltet, weil der Streik massive Auswirkungen auf die Konjunktur des gesamten Landes haben könnte. Die Zeit bis zum 21. Mai ist knapp bemessen, aber man möchte nichts unversucht lassen, um die beiden Seiten doch noch irgendwie zusammenzubringen.
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