Ein einziges Feature macht Samsungs The Frame endlich zu einem brauchbaren TV

Meinung: Nach Jahren bekommt der Fernseher das Upgrade, das er viel früher nötig gehabt hätte.

Ob ich Samsungs The Frame Pro empfehlen werde? Gut möglich! (Bild: Samsung) Ob ich Samsungs The Frame Pro empfehlen werde? Gut möglich! (Bild: Samsung)

Samsungs The Frame ist ein besonderer TV – und keiner, den ich jemals empfehlen würde. Mein größtes Problem mit dem Modell: Die Möglichkeit, ihn zum digitalen Bilderrahmen zu machen, überdeckt für mich technische Mängel.

Das könnte sich in Zukunft ändern. Auf der CES in Las Vegas zeigte Samsung nämlich The Frame Pro und der bekommt endlich ein hochwertiges Display.

Technische Details gibt es noch nicht, doch die Tatsache, dass der Hersteller ein Mini-LED-Display verbaut hat (Engadget), wertet den TV jetzt schon ungemein auf.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Schreiben war schon immer Teil seines Berufslebens: Angefangen mit Reiseausschreibungen in seiner Ausbildung als Reiseverkehrkaufmann über TV-Listings als Programm-Redakteur (ihr wisst schon, diese öden Spalten in den Tages- und Wochenzeitungen) bis zum Technischen Redakteur in einer IT-Firma hat er nahezu alles in Worte gebannt. Die Tech-Affinität kam erst mit dem Redakteursposten bei einem mittlerweile eingestellten Technikmagazin dazu, obwohl ihm das Konsolenzocken bereits in die Wiege gelegt wurde. Seine Eltern hüpften schon früh mit Ex-Klempnern auf Schildkröten. In seiner Freizeit geht Maxe vor allem seinem Hobby, dem Schreiben, nach. Als Milian Ventus veröffentlicht er Bücher, die man in jedem Buchhandel kaufen kann. Außerdem hat er eine Weiterbildung zum Lektor gemacht. Wenn er die Tastatur nicht unter den Fingern hat, dann Animes, Mangas und Bücher vor den Augen, die er gerne in seinem Podcast 'Lesen und Lesen Lassen' bespricht.

Mein Problem mit Samsungs The Frame

Seit 2017 hält Samsung an The Frame fest und auch wenn ich mehrere Iterationen getestet und gesehen habe, hat sich mir der Sinn des TVs nie so recht erschlossen.

Logisch, The Frame soll aussehen wie ein Bild, aber mehr als für ein nettes Gimmick habe ich es nicht gehalten – und meine Kollegin Alana hat sich davon blenden lassen.

Mein größtes Problem mit The Frame: Samsung hat das Modell nach dem Motto »Style over Substance« entwickelt. Sprich: Wer den TV wegen seines Designs kauft, dem wird die Technik schon nicht so wichtig sein.

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Gewissermaßen stimme ich dem Gedanken zu, was meiner Auffassung nach aber kein Grund ist, einen hochpreisigen TV mit einem minderwertigen Panel zu versehen.

Der Übeltäter: Edge-LED.

Das ist eine Art von Hintergrundbeleuchtung, bei der die LEDs am Bildschirmrand sitzen und nach innen strahlen. Normalerweise sind günstige Einsteigermodelle damit ausgestattet – oder eben The Frame, bei dem ihr in der Regel vierstellig löhnt. Für mich steht das in keinem Verhältnis.

Bei Edge-LED oder Edge-Lit sitzen die Leuchtdioden am Gehäuserand. (Bild: ronstik - adobe.stock.com) Bei Edge-LED oder Edge-Lit sitzen die Leuchtdioden am Gehäuserand. (Bild: ronstik - adobe.stock.com)

✔️ Vorteile:

  • Fernseher bleiben so schön schlank
  • Es braucht insgesamt weniger Leuchtdioden

Die LEDs müssen dadurch aber besonders hell leuchten, um die Bildschirmmitte zu erreichen. Das bringt einige Nachteile mit sich.

❌ Nachteile:

  • Farb- und Formverfälschungen
  • Ausblutendes Licht garantiert und damit schlechte Schwarzwerte
  • Erhöhte Chance auf Bildfehler wie Blooming oder Halos

Edge-LED ist günstig, aber sorgt definitiv für schlechtere Kontraste, das Letzte, was man sich von einem Fernseher wünscht.

Bei einem Mini-LED-Panel ist das Problem endlich passé.

Warum Samsungs The Frame Pro viel besser ist

Das neue Pro-Modell (heißen heutzutage eigentlich alle besseren Versionen eines Geräts Pro?) besitzt ein Neo-QLED-Panel und das bedeutet: Mini-LED.

KI-generierter Inhalt

Was ist »Mini-LED«?

Mini-LED ist eine fortschrittliche Display-Technologie, die kleinere LEDs verwendet, um die Hintergrundbeleuchtung von LCDs zu steuern. Dies ermöglicht präzisere Helligkeits- und Kontrastverhältnisse, was zu lebendigeren Farben und besseren Schwarztönen führt.

Im Grunde sind TVs mit Mini-LED-Beleuchtung dasselbe wie Fernseher mit herkömmlicher LED-Beleuchtung, nur dass kleinere Dioden zum Einsatz kommen. Das hat vor allem einen großen Vorteil: mehr Lichtquellen pro Dimming-Zone und dadurch feineres Regulieren von Helligkeit und Kontrast.

✔️ Vorteile:

  • Sehr feine Detailabstimmung
  • Hohe Spitzenhelligkeit
  • Punktgenaue Ansteuerung und bessere Details

❌ Nachteile:

  • Schwarz ist immer noch nicht so schwarz wie bei OLED

Video starten 0:34 IFA 2023: Samsungs The Frame in der limitierten Disney-Edition

Mini-LED könnte man als die nächste Entwicklung von LED bezeichnen. Durch detaillierte Hintergrundbeleuchtung profitieren natürlich nicht nur Filme und Serien, sondern auch mögliche Kunstwerke und Bilder. Ein Gewinn für alle.

Wie viel der NQ4 Gen3 AI-Chip sowie KI letztlich aus dem Bild holen werden, müssen Tests zeigen. Ein Kollege von Techradar ist jedenfalls begeistert.

Ein weiteres Plus ist die Wireless One Connect-Box, die alle Signale drahtlos an den TV weitergibt. Somit braucht The Frame Pro nur noch ein Stromkabel. Neu sind derlei Boxen allerdings nicht.


Passend zum Thema:


Preis und Verfügbarkeit hat Samsung dato noch nicht genannt. Das ist allerdings völlig normal, da bei der CES immer erst mal geklotzt wird. Informationen und Datenblätter erreichen uns dann im Frühjahr.

Dennoch, wenn sich die Pro-Version als guter TV erweist – und davon gehe ich zum aktuellen Zeitpunkt aus – und nicht zu teuer wird, sehe ich keinen Grund, ihn nicht zu empfehlen.

Samsungs The Frame bekommt endlich das Update, das er schon vor Jahren hätte bekommen müssen. Wie seht ihr das? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

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