Satellitengestütztes System mit künstlicher Intelligenz entdeckt großes Vorkommen von Lithium-Oxid in bis zu 329 Millionen Tonnen Erz

Die Firma dahinter spricht von einem Fund im »Distriktmaßstab«, was im Bergbau die höchste Stufe der Potenzialbewertung darstellt.

Die Statelliten- und KI-gestützten Schätzungen beziffern die Größe des Vorkommens im kanadischen Quebec auf einen Wert zwischen 215 bis 329 Millionen Tonnen Lithium-Oxid. (Bilder: stock.adobe.com- Andrei Armiagov, Fleetspace) Die Statelliten- und KI-gestützten Schätzungen beziffern die Größe des Vorkommens im kanadischen Quebec auf einen Wert zwischen 215 bis 329 Millionen Tonnen Lithium-Oxid. (Bilder: stock.adobe.com- Andrei Armiagov, Fleetspace)

Lithium gehört zu den wichtigsten Rohstoffen der modernen Welt. Das liegt daran, dass die Akkus vieler Geräte wie Smartphones oder Notebooks unter anderem Lithium verwenden.

In reiner, metallischer Form kommt es aufgrund seiner hohen Reaktionsfreudigkeit nicht vor. Der Prozess der Lithium-Gewinnung spielt daher eine große Rolle, auch für die Umwelt. Doch in einem Schritt davor müssen zunächst entsprechende Vorkommen ausgemacht werden.

Ein großes Vorkommen dieser Art befindet sich nach aktuellem Wissensstand in Kanada. Das bestätigen neue Daten von Satelliten, die mithilfe von KI verarbeitet wurden.


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Das ist passiert

  • In Kanada arbeitet die Q2 Metals Corporation im Rahmen des Cisco Lithium Projekts daran, große Vorkommen von Lithiumoxid zu erschließen.
  • Das Projekt in der Region Eeyou Istchee James Bay in Quebec umfasst ein Gebiet von 410 Quadratkilometern, was ungefähr der Größe von Bremen entspricht.
  • Für ein möglichst zielgenaues Vorgehen setzt Q2 Metals auf die Echtzeit-Multiphysik-Bildgebung via Satellit und KI-Unterstützung über das ExoSphere-Programm der Firma Fleet Space.

Riesiges Vorkommen mit großer Bedeutung?

Die aktuellen Schätzungen der Größe des Vorkommens auf Basis dieser Daten und drei erster Bohrungen gehen von einer hohen Menge aus, die von wichtiger Bedeutung für Nordamerika sein könnte, wie Fleet Space betont:

Das Cisco-Lithiumprojekt befindet sich in der Region Eeyou Istchee James Bay in Quebec und erstreckt sich über 41.000 Hektar mit einem Potenzial im Distriktmaßstab und einem anfänglichen Explorationsziel von 215 bis 329 Millionen Tonnen mit einem Gehalt zwischen 1 und 1,38 Prozent Lithiumoxid. Da die Mineralisierung in mehreren breiten Pegmatitzonen bestätigt wurde, hat das Projekt das Potenzial, zu einem Eckpfeiler der Bemühungen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der nordamerikanischen Lithium-Lieferkette zu werden.

Dank der Satellitendaten konnte die bekannte Zone der Mineralisierung vergrößert werden. Aktuell ist der Plan, mithilfe einer vierten Bohranlage bis spätestens Juli 2026 eine erste Mineralressourcenschätzung vorzulegen.

Die potenzielle Bedeutung Kanadas mit Blick auf Lithium ist indes schon etwas länger bekannt. So titelte das Portal Miningscout vor etwa zwei Jahren Historische Chance Lithium - Die Energiewende entscheidet sich in Kanada.

Ein weiterer Fund in den USA und der Blick in die Zukunft

In den USA sorgt aktuell ebenfalls ein möglicher großer Lithiuhm-Fund für Aufsehen, wie unser Schwesterportal Mein-MMO berichtet. Die Karten auf dem globalen Markt könnten also mittel- bis langfristig neu gemischt werden.

Der Artikel von Miningscout betont aber gleichzeitig, dass sich die Entwicklungen in Kanada noch in einem Frühstadium befinden. Zum damaligen Zeitpunkt konnten lediglich 106 der insgesamt 409 Projekte dieser Art einen nennenswerten Fortschritt vorweisen.

Den Bedarf an Lithium für das Jahr 2020 beziffert Miningscout mit 74 Kilotonnen (kt). Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA gehen für 2030 von einem Bedarf von 461 kt aus und für 2040 sogar von 1.160 kt.

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