Seite 2: Smart Home sicher machen: Mehr Schutz dank Geräten und Netzwerk

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Mit diesen Tools schützt ihr euer Zuhause

Neben dem Schutz von Seiten der Software und dem Aufbau eures Smart Homes, könnt ihr euch vor allem gegen Wohnungseinbrüche besser schützen. Smarte Geräte verwandeln euer Zuhause in eine Festung, in die niemand ungebeten hineinkommt.

Überwachungskameras

Mithilfe einer Überwachungskamera bekommt ihr direkt mehrere Funktionen auf einen Schlag, die wohl zu den größten Einbrecherschrecks zählen, die man sich für das eigene Heim installieren kann. Ihr könnt euer Zuhause live per Video überwachen und auf Wunsch sogar direkt per Sprache kommunizieren. Sollte also mal wirklich jemand Ungebetenes in euren vier Wänden wuseln, schlagt ihr ihn so schnell in die Flucht. Außerdem habt ihr, je nach Vorfall, was auch bei Versicherungsthemen eine Rolle spielen kann, eine neue Beweismöglichkeit.

Abgesehen von den Sicherheitsfeatures, sind solche Kameras aber auch in alltäglichen Dingen sinnvoll. Als Tierbesitzer kann man ja oft nur vermuten, was der geliebte Vierbeiner so treibt, wenn man mal nicht da ist. Jetzt könnt ihr es euch einfach anschauen. Glaubt mir, dabei erlebt man auch die eine oder andere Überraschung. Aber auch die Überwachung vor eurer Haustüre oder an der Terrasse ist möglich. Stichwort: Klingelkamera.

Welche Funktionen bietet eine Überwachungskamera?

Videoaufzeichnung: Der wohl offensichtlichste Punkt. Je nach Auflösung und Winkel, könnt ihr ganze Bereiche eures Zuhauses per Bild im Blick haben. Manche Modelle kommen mit Weitwinkel, andere mit 360°-Rundumblick. Es gibt sogar Kamera-Roboter, mit denen ihr durch euer Haus fahren könnt!

Bewegungsmelder: Die meisten Kameras haben mittlerweile auch eine Bewegungserkennung. Manche zeichnen erst dann auf, wenn sie Bewegungen registrieren, andere durchgehend. Erstere verbrauchen natürlich viel weniger Strom und Daten. Ebenso könnt ihr auch bei fast allen sogenannte "Aktivitätszonen" einrichten. Das sind die Bereiche, in denen sich die Kamera aktiviert, wenn Bewegung registriert wird. Zum Beispiel ist das in der Einfahrt sehr hilfreich. So könnt ihr die Straße "ausblenden", also die Kamera ignoriert passierende Autos, und markiert nur eure Einfahrt als die zu überwachende Zone.

Nachtsicht: Ebenfalls häufig zu finden ist mittlerweile die Nachtsichtfunktion. Hier sind die Qualitätsunterschiede deutlich erkennbar, denn die günstigeren Modelle ähneln eher verwackelten Aufnahmen aus dem Blair Witch Project. Gerade aber zum Einbruchschutz würde ich niemals zu einer Kamera ohne Nachtsichtfunktion raten.

Mikrofon und Lautsprecher: Besonders sicherheitsrelevant ist auch die Gegensprechfunktion. Damit könnt ihr direkt auf Bedrohungen (oder Katzen mit Dekorationswut) reagieren und die Unholde in die Flucht schlagen. Wer Blumenvasen auf den Tischen und Katzen hat, wird darüber sehr glücklich sein.

Klingelkamera: Eine mittlerweile immer weiter verbreitete Variante der Überwachungskamera. Die meisten von ihnen schalten sich nur an, wenn die Klingel betätigt wird. Andere Modelle reagieren auf Bewegung. Hier muss man aufgrund des Persönlichkeitsrechts und der Datenschutzregelungen allerdings Acht geben, wohin die Kamera gerichtet ist. Manchmal reicht sogar aus, wenn der Nachbar sich gefilmt "fühlt".

Welche Auflösung brauche ich?

Die Auflösung ist vor allem dann wichtig, wenn eine genaue Identifizierung der Personen oder Tiere notwendig sein soll. Viele Kameras kommen mit einer KI-basierter Personenerkennung, sodass sie keinen Alarm schlagen, wenn ihr selbst das Haus betretet - oder ein registrierter Freund zu Besuch kommt. Das klappt mittlerweile auch bei den geliebten Tieren. Wäre auch nervig, wenn ihr jedes Mal benachrichtigt werdet, wenn die werte Miezekatze mal wieder über den Esstisch spaziert.

Die Auflösungen rangieren von 480P bis hin zu 4K. Letztere sind zwar mittlerweile erschwinglich, fressen jedoch extrem viel Speicherplatz. Da hilft nur ein starkes Komprimierungsformat, bei 4K sollte es mindestens H.264 oder besser sein. In den meisten Anwendungsfällen reicht aber Full-HD. Nur, wenn Objekte in größerer Entfernung scharf erkennbar sein sollen, wie in einer langen Hofeinfahrt, könnte sich eine höhere Auflösung wirklich lohnen.

Wie werden die Aufnahmen gespeichert?

Eine der wichtigsten Fragen, schließlich will man einerseits Zugriff auf die Daten haben, falls tatsächlich mal etwas passiert ist (oder man man den Bekannten zeigen möchte, wie die Katze und Hund beim Kuscheln erwischt wurden) und andererseits sollen die vielen Daten auch nicht Terabyte an Speicher auffressen. Zur Speicherung gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Cloud-Speicher
  2. SD-Karte / USB-Stick
  3. WLAN-Speicher / NAS
  4. Recorder

Gerade die erste Variante ist die am weitesten verbreitete, jedoch auch die unsicherste. Denn hier werden die Daten nicht nur außerhalb eurer vier Wände gespeichert, sondern sie müssen natürlich auch übertragen werden. Das geschieht meist verschlüsselt, bietet aber dennoch einen Angriffspunkt, zumal ihr auch damit leben müsst, dass der Hersteller oder Cloud-Anbieter eben in Kontakt mit den Videoaufzeichnungen eures Zuhauses kommt.

Am sichersten ist die direkte Speicherung an der Kamera selbst oder mit einem Recorder - und leider auch die seltenste. Viel häufiger könnt ihr über euer eigenes WLAN speichern. Gerade, wer ein NAS sein Eigen nennt, der kann das relativ einfach einrichten. Vor allem aber könnt ihr euer NAS auch mit Festplattenverschlüsselung sichern, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Hacks extrem sinkt.

Aboabschluss nötig? Bei einigen Modellen ist es Pflicht ein Abonnement abzuschließen, manche hingegen bieten das optional an. Hier werden die Daten dann automatisch in der Cloud gespeichert, wofür ein monatlicher Obolus von einigen Euros fällig ist. Bei manchen Anbietern braucht ihr das nicht zwingend, sondern nur, wenn ihr den gesamten Videoverlauf haben möchtet, bei anderen ist gar kein Abo notwendig.

Ich persönlich würde immer auf eine lokale Speicherung der Daten setzen. Gerade sensible Videodaten sollten nicht auf fremden Servern herumfliegen.

Wie verbinde ich die Kamera?

Es gibt auch hier verschiedene Möglichkeiten, unterschieden wird vor allem zwischen drahtlos und kabelgebunden. Kabelgebundene Kameras werden per LAN an den Router gesteckt, was zwar am sichersten, aber vor allem im Outdoorbereich oft wenig praktikabel ist. Drahtlose Verbindungen verwenden das WLAN, beziehungsweise je nach System ZigBee oder Z-Wave. Es gibt auch vereinzelte Modelle mit Bluetooth, das ist aber aufgrund der unterschiedlichen Übertragungsarten und Kapazitäten nicht sonderlich sinnvoll.

Bei Indoor-Kameras kann man sich eine LAN-Verbindung durchaus überlegen. Das hängt aber auch damit zusammen, wo ihr sie platziert und wie der Aufbau allgemein bei euch daheim funktioniert. Es kommt dabei auch darauf an, ob die Kamera selbst per Batterie, Akku oder Kabel mit Saft versorgt wird. Akkus haben den Vorteil, dass die Kamera auch bei einem Stromausfall läuft.

Strom: Neben den drei eben genannten Varianten gibt es mittlerweile auch für viele Modelle Solarmodule zu kaufen. Einige haben diese bereits vorinstalliert, andere hingegen können damit geupgradet werden. Das ist vor allem für die Außenkameras sinnvoll, ihr solltet aber dennoch immer wieder den Akkustand überprüfen. Befindet sich die Kamera innen nah an einem Fenster, kann das unter Umständen auch schon ausreichen, um die Laufzeit stark zu erhöhen.

Darf ich auf meinem Grundstück alles filmen? Rechtliche Grundlagen:

Bei der Videoüberwachung gibt es zwei Gesetze zu beachten: Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Die wichtigsten Fragen klären wir hier auf.

Darf ich an meinem Haus eine Überwachungskamera anbringen? Ja! Das eigene Haus, die Räumlichkeiten und das Grundstück zu überwachen ist erlaubt. ABER: Sollten die Kameras auf eure Nachbarn gerichtet sein oder auch nur den Anschein haben als filmten sie diese, so kann euch die Verwendung untersagt werden. Heißt also: Die Kamera möglichst so installieren, dass Nachbarn keine Sorge vor Überwachung haben müssen. Selbiges gilt übrigens auch für Attrappen.

Gemeinsame Zugangswege, also geteilte Hofeinfahrten oder das Treppenhaus, dürfen nicht überwacht werden.

Wie lange darf ich die Aufnahmen speichern? Unbegrenzt, solange wirklich nur das eigene Grundstück gefilmt wird. Sollte jemand Unbefugtes bei euch eingebrochen sein, dürft ihr diese Aufnahmen aber unter keinen Umständen ins Netz stellen, um Informationen zu erhalten. Gefilmte Personen können allerdings der Speicherung widersprechen und Löschung fordern, insofern sie nicht widerrechtlich gehandelt haben.

Muss ich darauf hinweisen, dass ich videoüberwache? Ein entsprechendes Hinweisschild solltet ihr anbringen, damit ihr rechtlich abgesichert seid. Hier ist die Rechtslage nicht eindeutig, jedoch steht Gefilmten das Recht zu, dass die Aufnahmen von ihnen gelöscht werden, insofern sie sich nicht widerrechtlich auf eurem Grundstück befinden. Die heimliche Observation Bediensteter - also Handwerker oder Babysitter - ist nicht erlaubt, sie müssen ausdrücklich zustimmen.

Gibt es einen staatlichen Zuschuss für Kameras zum Einbruchschutz? Die tragische Antwort: Jein. Die Förderbank Kfw vergibt gestaffelte Zuschüsse, insofern die Überwachung maßgeblich dem Einbruchschutz gilt. Für die ersten 1000€ Aufwendungen erhaltet ihr 20% Zuschuss, für jeden weiteren Euro 10%. Bedeutet: Wendet ihr dafür also 2000€ auf, erhaltet ihr 300€ Zuschuss. Genauere Infos zu den Zuschüssen gibt es bei der hier.

Leider sind die Fördermittel aktuell aufgebraucht. Ob sich der Topf wieder füllt, ist noch nicht bekannt.

Smart Home-Türschloss

Eine Kamera wirkt abschreckend und hilft nachträglich bei der Beweissicherung, so richtig in den Weg stellen wird sie sich einem Eindringling allerdings nicht. Viel besser ist es doch, wenn er erst gar nicht die Chance hat, in euer Heim einzudringen. Auch hier gibt es mehrere Varianten.

Sind smarte Türschlösser unsicherer oder sicherer als normale? Experten sind sich einig: Es besteht kein Unterschied. Nach wie vor habt ihr ein Türschloss verbaut. Zwar ist es theoretisch denkbar, dass man sich über Funk in das System einhacken kann, in der Realität wählen Einbrecher aber den schnellsten Weg. Und der lautet: Brechstange und Stemmeisen. Der Aufwand, um sich erst in das System einzuhacken ist schlichtweg zu groß als dass es wirklich "profitabel" wäre.

Welche Vorteile haben smarte Türschlösser? Vor allem erleichtern sie den Zugang und sind tendenziell auch noch sicherer, weil sie die Türschlosszylinder abdecken, wodurch man sie also nicht mit Dietrich knacken kann. Sie werden auf euer vorhandenes Türschloss montiert und bieten euch so verschiedene Öffnungsmöglichkeiten, die allesamt ohne Schlüssel auskommen:

  • Fingerabdruck
  • Zahlencode
  • Chip
  • Smartphone

Vor allem aber könnt ihr remote öffnen und absperren und werdet benachrichtigt, wenn jemand euer Heim betritt. Das bietet einerseits nochmal mehr Schutz, andererseits auch neue Möglichkeiten. So müsst ihr nicht immer Ersatzschlüssel verteilen und euch keine Gedanken mehr darüber machen, ob ihr mal den Schlüssel vergessen habt. Euren Finger habt ihr (hoffentlich) immer dabei.

Worauf muss ich beim Kauf achten? Grundsätzlich solltet ihr vorher immer überprüfen, ob das ausgewählte Modell zu eurer Tür passt. Hier gibt es unterschiedliche Vorgaben, Breiten und natürlich auch Schließzylinder. Generell ist ein solcher mit Notfallfunktion unbedingt zu empfehlen. Das bedeutet, dass die Tür auf- und zugesperrt werden kann, selbst wenn auf der anderen Seite des Schlosses bereits ein Schlüssel steckt. Die Informationen hierzu findet ihr entweder direkt bei Amazon oder auf der Website des Herstellers. Manche bieten auch ein Tool dafür an.

Was sind die Nachteile? Vor allem solltet ihr immer im Blick haben, dass die Türschlösser auch mit Strom versorgt sind. Batterien und Akkus halten bei den meisten Modellen etwa ein Jahr. Ein Termin im Kalender schadet da nicht, damit ihr nicht eines Tages vor verschlossener Haustür steht.

Fenster- und Terrassentür: Den Riegel vorschieben

Gerade Fenster sind ein gern genutzter Einstiegspunkt für die Halunken. Besonders dann, wenn sie gekippt sind oder ihr sie offen gelassen habt, ist das eine Einladung. Fenster können jedoch auch im geschlossenen Zustand aufgehebelt werden. Dem könnt ihr mit smarten Fensterriegeln entgehen. Dasselbe gilt auch für Terrassentüren, die sind in der Regel genauso anfällig wie die Fenster, da der Mechanismus nahezu identisch ist.

Fenster- und Türriegel gibt es natürlich auch rein analog, allerdings könnt ihr diese eben nicht aus der Ferne steuern. Mit Smart Home habt ihr nämlich die Möglichkeit, euer gesamtes Zuhause mit einem Sicherheitsnetz zu verwalten - ob Türschlösser, Fensterriegel oder Alarmanlage. Unsicherer wird es dadurch nicht wirklich - für den physischen Einbruch ist das Hacken viel zu aufwändig. Außerdem geben euch die smarten Riegel Bescheid, wenn ihr mal vergessen habt, ein Fenster zu schließen.

Wie funktionieren die Riegel? Die meisten von ihnen werden durch Bohren in den Fensterrahmen befestigt. Manche Modelle wollen gar in die Wand hinein. Vor allem aber sollen sie das Fenster oder die Türe daran hindern, dass sie sich öffnen lässt. Grundsätzlich haben zwei Riegel hier natürlich eine größere Widerstandskraft als einer. Sie sollten aber wirklich massiv sein. Manche kommen zusätzlich noch mit Schließzylinder, sodass ihr quasi doppelt sicher seid

Können sie an jedes Fenster montiert werden? Das lässt sich pauschal nicht beantworten, in der Regel aber solltet ihr die Riegel an jedes Fenster montieren können. Manche sind allerdings nicht für solche mit Holzrahmen geeignet, manche nicht für Kunststoffrahmen mit Metallkern. Hier solltet ihr euch vorher kurz schlau machen. Die Montage selbst ist nicht ganz unfrickelig, da je nach ausgesuchtem Modell mit großer Präzision gearbeitet werden muss. Ein starkes Scharnier sollte euch auf jeden Fall gut 20 Euro oder mehr wert sein.

Bewegungsmelder und Alarmanlage

Alarmanlagen und Bewegungsmelder gehen oft Hand in Hand. Im Smart Home kommunizieren die meisten über WLAN und bilden gemeinsam mit Kamera, Rolladensteuerung und Riegeln ein System. Eine Alarmanlage sollte unbedingt anzeigen, wenn beim Scharfschalten Fenster oder Türen geöffnet sind.

Was sind die Voraussetzungen für eine Alarmanlage? Im Grunde genommen nur: Strom und WLAN. Sie selbst kommunizieren zumeist über ZigBee oder Z-Wave untereinander. Sobald ihr die Basisstation und den ersten Sensor installiert habt, könnt ihr loslegen. Im Normalfall wird das System über eine App gesteuert.

Welche Arten von Bewegungssensoren gibt es? Man unterscheidet zwischen den klassischen Bewegungsmeldern und sogenannten Präsenzmeldern. Letztere kommen vor allem im Gewerbe zum Einsatz, da sie auf kleinste Bewegungen reagieren. Erstere hingegen brauchen "größere" Bewegungen. Das bedeutet aber nicht, dass ein Elefant durch euer Wohnzimmer stolpern muss, sondern, dass eine Oberfläche mit Mindestgröße eine Bewegung verzeichnet. Zumeist funktionieren sie über Infrarot. Es gibt auch Laser Bewegungsmelder mit Lichtschranke, diese eignen sich aber meist nur bedingt im Wohnraum. Vielmehr bringt man diese an Fenstern und Türen an.

Was muss ein Bewegungssensor können? Vor allem: Zuverlässig sein. Nehmt nicht den günstigsten China-Sensor, sondern achtet auf bekannte Marken wie Homematic IP, Bosch, Burg-Wächter, EQ-3 oder Abus. Die besseren Varianten sind außerdem intelligent genug, zu erkennen, ob sich ein Mensch oder ein Tier im Raum befindet. Ansonsten würden Tierbesitzer ganz schön oft Herzattacken erleiden, wenn sie außer Haus sind und die Alarmanlage schrillt. Von den Nachbarn ganz zu schweigen.

Was muss die Alarmanlage können? Sie soll vor allem die Aktore eures Systems vereinen und einen stabilen Anlaufpunkt geben. Besonders sinnvoll ist ein integriertes Notstromaggregat oder ein Akku, der im Falle eines Stromausfalls das System am Laufen hält.

Worauf muss man beim Kauf achten? Vor allem ist wichtig, dass sich die Station mit euren übrigen Smart Home-Geräten verträgt. Meist kann man das gesamte System über eine Konsole laufen lassen. Hersteller wie Gigaset lassen nur Gigaset-Geräte und Philips Hue zu. Offene Systeme sind zwar tendenziell "anfälliger", da womöglich mehrere Funkstandards verwendet werden, aber dafür auch viel flexibler. Die Wahl ist letztlich Geschmackssache.

Automatische Rolladensteuerung

Wer von euch kennt noch den ersten Teil von "Kevin allein zuhause"? Es gibt da diese schöne Szene, in der die "feuchten Banditen" Marv und Harry vor dem Haus der McCallisters stehen, während im inneren vermeintlich eine Party stattfindet. Mit lauter Musik, Pappaufstellern auf Schienen und Pizza. Damit ihr aber nicht euer Kind daheim lassen müsst, um den Eindruck zu erwecken, ihr wäret nicht im Urlaub, gibt es smarte Rollosteuerungen.

Wie mache ich meine Rollos "smart"? Wie immer die Antwort: Kommt darauf an. Und zwar, was für Rollos ihr habt, wie genau sie verbaut sind und ob sie bereits mit einem elektrischen Motor verbunden sind. Das Prinzip ist allerdings immer das Gleiche: Ihr habt den Rollo mitsamt Motor, einen Aktor, der die Steuersignale erhält und weitergibt, und die zentrale Steuereinheit respektive euer Smartphone.

Wie installiere ich smarte Rollosteuerung? Es gibt drei verschiedene Wege, wie das - je nach Beschaffenheit eurer Rollos - funktioniert:

  1. Plissees: Die meisten werden über eine kleine Kette geöffnet und geschlossen. Dafür gibt es smarte Rollo-Kettenmotoren. Die werden simpel am Fensterrahmen oder der Wand angebracht und steuern so den Vorgang
  2. Rollläden mit elektrischem Motor: Wenn ihr bereits elektrische Rollläden habt, ist die Sache am einfachsten. Hier wird ein Unterputz-Aktor hinter den Wandschalter angebracht, alternativ wird einfach der Wandschalter ersetzt. Diese können dann je nach Modell per App oder über die Smart Home Zentrale gesteuert werden. Was kompliziert klingt, ist verhältnismäßig einfach. Grundsätzlich gilt aber: Bei Arbeiten mit dem Strom ist der Elektriker empfehlenswert.
  3. Rollladen ohne elektrischen Motor: Solltet ihr eure Rollläden manuell mit einem Gurt schließen und öffnen, gibt es zwei Möglichkeiten, das zu ändern. Das kann je nach Umständen etwas aufwändiger sein, da ihr für beide Lösungen Strom benötigt. Zum einen gibt es Rollläden Funkmotoren. Diese werden oben im Rollokasten als Aufwickler eingesetzt. Sie müssen aber größentechnisch genau passen und eben mit Saft versorgt werden.
    Die einfachere Lösung ist ein elektrischer Gurtwickler. Diese gibt es entweder als Unterputz- oder als außenstehende Variante, je nachdem, wie ihr ihn benötigt. Der macht im Grunde genommen das Gleiche, wie ihr sonst manuell. Die Installation ist ungemein einfacher.

Persönliches Fazit

Damals, in grauer Vorzeit, als ich noch jung und frisch war, hatte ich mein Studenten-Appartement im Erdgeschoss. Das Wohnheim war schon etwas in die Jahre gekommen und dementsprechend "wabbelig" war der Fensterriegel. Weil Hausmeister und Studentenwerk untätig blieben, habe ich mir irgendwann selbst einen separaten Fensterriegel installiert - und nur zwei Wochen später heilfroh darüber, weil tatsächlich in ein anderes Erdgeschosszimmer eingebrochen worden ist.

Jetzt, wo ich dem idyllischen Landleben fröne, ist es mir auch sehr wichtig, dass wir daheim sicher sind. Ich denke, dass wirklich jeder das Thema angehen sollte und zumindest ein paar Dinge ändert, die dafür umso größere Wirkung haben. Seien es ein sicheres Türschloss, ein mit starkem Passwort geschütztes Netzwerk oder eben eine Überwachungskamera innen. Sicherheit sollte das wert sein.

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