Smartphone aus Deutschland verzichtet auf alle Google-Dienste und war bei Kickstarter ein voller Erfolg

Das Volla Phone Quintus schreibt Datenschutz groß und ist jetzt erhältlich. Es kommt komplett ohne Google-Dienste aus.

Jetzt wird ausgeliefert: Volla Phone Quintus ist nun erhältlich. (Bildquelle: Volla Phone) Jetzt wird ausgeliefert: Volla Phone Quintus ist nun erhältlich. (Bildquelle: Volla Phone)

Im Sommer 2024 erreichte der Hersteller Volla Systeme auf Kickstarter 200 Prozent seines Finanzierungsziels für das Volla Phone Quintus. Jetzt wird das Smartphone endlich ausgeliefert. Das Besondere: Das Smartphone ist Made in Germany und verzichtet auf Google-Dienste.

Worin unterscheidet sich dieses Smartphone von größeren Anbietern?

Wie chip.de berichtet, startet der Hersteller nun mit der Auslieferung seines Flaggschiffmodells, dem Volla Phone Quintus, das unter anderem seine eigene Cloud mitbringt: die Volla Cloud.

Diese basiert auf Holochain-Technologie und kommt ohne zentrales Rechenzentrum aus. Die digitale Souveränität liegt ganz bei den Nutzern, denn die Cloud entsteht durch miteinander vernetzte Smartphones und Computer.

Eine eigene Cloud Das Volla Phone Quintus bringt seine eigene Cloud mit. (Bildquelle: Volla Phone)

Vorder- und Rückseite Die Vorder- und Rückseite wurden bereits gezeigt. (Bildquelle: Volla Phone)

Die Volla Messages App ist eine der ersten Apps für die Cloud und jetzt auch für andere Android-Smartphones und Desktop-Betriebssysteme verfügbar. Es handelt sich hierbei um eine Beta-Version, die ihr bei GitHub herunterladen könnt.

Das Smartphone kostet euch rund 720 €. Ihr könnt zwischen zwei Betriebssystemen wählen:

  • Volla OS (Android-basiert)
  • Ubuntu Touch (Linux-basiert)

Alle technischen Details:

  • Display: Ausgestattet mit einem 6,78-Zoll-AMOLED-Display, das eine Helligkeit von bis zu 980 nits und eine Auflösung von 1080 x 2400 Pixeln bei 120 Hertz bietet.
  • Hardware: Angetrieben von einem 8-Kern-Mediatek Dimensity 7050 Prozessor, 8 GB RAM und 256 GB internem Speicher für flüssige Leistung.
  • Kamerasystem: Dreifache Kamera mit 50-MP-Weitwinkel-, 8-MP-Ultraweitwinkel- und 2-MP-Makrosensor, unterstützt 4K-Videoaufnahmen mit 30 fps.
  • Alternative Betriebssystemoption: Erhältlich mit Ubuntu Touch, einem mobilen Linux-Betriebssystem, ideal für Nutzer, die volle Kontrolle über ihr Gerät wünschen.
  • Konvergenz-Funktion: Unterstützt die Nutzung als PC mit angeschlossenem Display, Tastatur und Maus, wodurch die Synchronisation zwischen Geräten entfällt.
  • Multi-Boot-Funktion: Ermöglicht die Verwendung von zwei Betriebssystemen auf einem Gerät ohne externe Speicherkarte.

Außerdem verzichtet der Hersteller komplett auf Google-Dienste. Eine intelligente Benutzeroberfläche soll Ablenkungen verhindern und den Alltag der Nutzer vereinfachen.

Datenschutz soll bei Volla System großgeschrieben werden

Das Smartphone läuft auf dem Betriebssystem Volla OS 14, einer veränderten Android-Version ohne Google-Dienste. Über einen speziellen Sicherheitsmodus soll das Blockieren von Hintergrundaktivitäten ermöglicht werden und das Filtern des Datenverkehrs, um Tracking und Malware zu verhindern.

Zudem können die Nutzer mit dem vorinstallierten VPN von Hide.me anonym im Internet surfen, da es mit spezieller Verschlüsselung und ohne Protokollierung der Internetaktivitäten daherkommt.

Die Volla System GmbH hat ihren Sitz in Remscheid. Das Unternehmen hat sich dem Datenschutz verschrieben und gemeinsam mit weiteren Unternehmen eine Allianz für mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Schutz der Privatsphäre ins Leben gerufen, die Themen wie Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, Open Source, Privatsphäre und Unabhängigkeit von den großen Technologie-Firmen vorantreiben möchte.

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