Das Smartphone-Jahr 2024 war vor allem vom Wettlauf der Hersteller im Bereich der künstlichen Intelligenz geprägt. Allen voran Samsung, das mit seinem Unpacked-Event Anfang des Jahres eine Welle von KI-Ankündigungen für mobile Computer auslöste.
Dieser Trend wird sich höchstwahrscheinlich im kommenden Jahr fortsetzen. Darüber hinaus gibt es weitere Entwicklungen, auf die ich mich freue, und einen Trend, den ich mit großer Skepsis beobachte.
Ultradünne Smartphones – wofür?
Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum: Smartphones, die besonders dünn sein sollen. Sowohl Apple als auch Samsung planen angeblich für 2025 ein äußerst dünnes Smartphone.
Während das Galaxy S25 Slim weniger als 7 Millimeter dick sein soll, spricht die Gerüchteküche beim iPhone 17 Air vom dünnsten iPhone aller Zeiten. Mark Gurman von Bloomberg prognostiziert eine Dicke von stolzen 6,25 Millimetern.
So erstaunlich das technisch klingen mag, schwirren doch einige Fragezeichen über meinem Kopf:
- Ergonomie: Wie liegt ein so dünnes und gleichzeitig großes Smartphone in der Hand?
- Wärmeableitung: Viele Hersteller (auch Apple und Samsung) haben in der Vergangenheit mit der Hitzeentwicklung ihrer Geräte zu kämpfen gehabt. Ein dünnes Gehäuse bedeutet auch weniger Spielraum für die Wärmeableitung im Inneren.
- Akkukapazität: Dünneres Gehäuse bedeutet weniger Platz, logisch. Ich bezweifle, dass die Hersteller bei dünnen Smartphones keine Kompromisse beim Akku eingehen müssen.
Ich bin skeptisch, vor allem, was den Mehrwert solcher Versuche betrifft. Statt dünnerer Geräte wünsche ich mir eine Rückbesinnung auf alte Stärken: Smartphones mit kleinen Displays. Gebt mir ein iPhone 17 Mini, gebt mir ein Galaxy S25 Mini statt der Plus-Smartphones im Portfolio, die sich vergleichsweise kaum verkaufen.
Mehr Akkukapazität für herkömmliche Smartphones
Große Akkukapazitäten sind bei Outdoor-Smartphones so normal wie die Kamera auf der Rückseite. Bei »normalen« Handys ist aber noch Luft nach oben, was sich 2025 zunehmend ändern könnte.
Schon jetzt schlummert etwa im OnePlus 13 ein Akku mit 6000 mAh, während der BBK-Konzern-Kollege Realme in seinem GT7 Pro einen Akku mit 6500 mAh verbaut. Gerüchten zufolge arbeitet der Hersteller an einem Flaggschiff-Handy, das sogar 8000 mAh haben soll.
Solche Akkus basieren auf der Silizium-Kohlenstoff-Anoden-Technologie. Stark vereinfacht ausgedrückt: Durch die höhere Energiedichte von Silizium lassen sich größere Akkukapazitäten in vergleichbar kleinen Gehäusen unterbringen.
Im Zusammenspiel mit effizienteren Chips wie dem Snapdragon 8 Elite und dem MediaTek Dimensity 9400 könnten die Geräte eine höhere Ausdauer erreichen.
Großer Leistungssprung
Kollege Linh hat sich bereits das Asus Rog Phone 9 mit dem neuen Snapdragon 8 Elite genauer angesehen und war beeindruckt. Das Smartphone zeigte durchaus, dass die Versprechungen von Qualcomm (weitgehend) eingehalten werden.
- Zum Einsatz kommt die hauseigene CPU-Architektur »Oryon«, auf der auch Laptop-CPUs wie der Snapdragon X Elite basieren.
- Der neue Prozessor ist wesentlich energieeffizienter
- Die Spieleleistung ist im Vergleich zum Vorgänger um 40 Prozent gestiegen.
- 45 Prozent mehr NPU- und CPU-Leistung
Ob damit das Handy in Zukunft unseren Laptop ersetzen wird, wie Qualcomm andeutete, wage ich zu bezweifeln. Aber die Leistung und Effizienz des Chips sind beeindruckend. Neben dem Snapdragon 8 Elite wird der Mediatek Dimensity 9400 kommende Flaggschiffe antreiben und vor allem für Mobile Gaming interessant sein.
Endlich clevere Sprachassistenten?
Sprachassistenten haben sich in den letzten zehn Jahren kaum weiterentwickelt. Google, Samsung und Apple arbeiten derzeit aktiv an der Erweiterung ihrer mobilen Betriebssysteme um Funktionen der generativen KI, einschließlich neuer Sprachassistenten:
- Mit Android 16 soll Gemini eine vollständige Sprachsteuerung ermöglichen.
- Erste Verbesserungen für Siri werden im Frühjahr 2025 erscheinen.
- Samsung hat mit Next Generation Bixby bereits Ambitionen gezeigt, die mit künftigen One UI 7-Updates debütieren könnten (via Techradar).
2025 scheint das Jahr zu werden, in dem wir (vielleicht) von verwirrenden Antworten auf unsere Fragen an die Assistenten verschont bleiben.
Neue Standards
Mit der Schutzart IP69 halten Smartphones einem potenziell höheren Wasserdruck stand. Konkret sind Smartphones mit dieser Klassifizierung gegen Hochdruck und hohe Strahlwassertemperaturen geschützt.
Für die meisten von uns wird diese Verbesserung keinen nennenswerten Vorteil bringen. Trotzdem finde ich es beeindruckend, wie widerstandsfähig Smartphones geworden sind – und noch sein werden. Im Jahr 2025 werden wahrscheinlich immer mehr Hersteller mit dieser IP-Zertifizierung auf ihren Geräten werben.
Neben Staub- und Wasserschutz steht auch Bluetooth 6.0 auf dem Programm:
- Der neue Standard ermöglicht etwa eine zentimetergenaue Ortung verlorener Gegenstände.
- Bluetooth 6.0 soll auch den Abstand zwischen zwei Geräten genau bestimmen können. So könnte eingestellt werden, ab welcher Entfernung ein (intelligentes) Schloss automatisch entriegelt werden soll.
- Weitere Vorteile sind etwa höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzzeiten.
Ob sich all das bewahrheiten wird, bleibt natürlich abzuwarten. Ich freue mich auf viele der kommenden Neuheiten, sehe aber den ultradünnen Smartphones mit Sorge entgegen. Aber wer weiß, vielleicht haben sowohl Samsung als auch Apple noch einen Trumpf im Ärmel, der mich am Ende überzeugt.
Was haltet ihr von diesen Trends? Empfindet ihr andere Entwicklungen als spannender? Worauf freut ihr euch am meisten, auch über Smartphones hinaus? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!












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