Eine lange Akkulaufzeit gehört für viele mit zu den wichtigsten Eigenschaften beim Kauf einer Smartwatch. Dieser Meinung hat sich auch die Mehrheit der GameStar-Community in einer Umfrage von uns angeschlossen.
Ich habe 2025 einige Smartwatches getestet, die eine beeindruckende Laufzeit aufs Parkett bringen.
1. Withings Scanwatch 2
- Preis: 290 Euro
Wenn ihr das Design einer klassischen Uhr bevorzugt, ist die Scanwatch 2 von Withings vielleicht das Richtige für euch.
Die Smartwatch ist vollgepackt mit Gesundheitsfeatures:
- Sie misst kontinuierlich die Herzfrequenz und die Herzfrequenzvariabilität, ermöglicht ein klinisches EKG, eine 24/7-Temperaturüberwachung, die Messung des Blutsauerstoffgehalts, die Atemfrequenz und das Zyklustracking.
- Die Vitaldaten und Messwerte könnt ihr über die dazugehörige App verfolgen, die sowohl für Android als auch iOS zum Download bereitsteht.
Über das kleine 0,63 Zoll große OLED-Display empfängt die Uhr Benachrichtigungen. Diese sind absolut minimalistisch gehalten.
Zu den herausragendsten Eigenschaften der Smartwatch zählt ihre Akkulaufzeit, die durch ein Software-Update sogar noch verbessert wurde. Bei moderater Nutzung schafft die Uhr mühelos drei Wochen, eher mehr.
Wo ist der Haken? Wenn ihr die Smartwatch für Sport nutzt, müsst ihr für die Auswertung sämtlicher Daten das Smartphone dabei haben. Nur dann wird beispielsweise die Route in der App nach dem Training aufbereitet.
Gegen eine Abo-Gebühr in Höhe von 10 Euro pro Monat oder 100 Euro pro Jahr erhaltet ihr außerdem Zugriff auf tiefgreifende Analysen. Die Grundfunktionen bekommt ihr auch ohne Abo.
- Charme einer analogen Uhr
- Umfangreiche und übersichtliche App
- Extrem hohe Akkulaufzeit
- Handy wird beim Sport für detaillierte Auswertung benötigt
- Krone kann versehentlich beim Beugen betätigt werden
- Abo für tiefgreifende Auswertungen
2. Amazfit Balance 2
- Preis: 260 Euro
Die Amazfit Balance 2 gehört zu meinen Preis-Leistungs-Tipps. Die Uhr bietet für ihren Preis ein sehr ordentliches Gesamtpaket.
Bei moderater Nutzung schafft die Smartwatch knapp elf Tage. Aber Vorsicht: Wenn ihr das Always-On-Display aktiviert und die GPS-Funktion mehrere Stunden lang nutzt, reduziert sich die Akkulaufzeit erheblich.
In einer »extremeren« Woche habe ich es sogar geschafft, die Akkukapazität nach 5 1/2 Tagen auf 10 Prozent zu reduzieren. Für mich ist das dennoch ein guter Wert.
Im Test überzeugte die Uhr außerdem mit einer präzisen Herzfrequenzmessung. Das 1,5 Zoll große Display ist mit 2.000 Nits (Spitze) sehr hell und macht bei Sonnenlicht viel Spaß.
Zu den Gesundheitsfeatures zählen ein Blutsauerstoffmonitor, eine kontinuierliche Herzfrequenzmessung, ein Belastungsscore, Stresstracking, Ernährungstracking und mehr.
Zu meckern habe ich vor allem beim Schlaftracking. Die Gesamtschlafzeit wird oftmals zu optimistisch eingeschätzt. Leider ist das Angebot an Apps zudem vergleichsweise gering. Musik-Apps wie Spotify oder YouTube Music sucht man hier beispielsweise vergebens.
Insgesamt ist die Amazfit Balance 2 aber eine schicke und hochwertige Smartwatch zu einem fairen Preis.
- Schlankes, unauffälliges Design mit hochwertiger Verarbeitung
- Präzise Herzfrequenzmessung
- Preis-Leistung
- Gesamtschlafzeit wird zu oft hoch eingeschätzt
- Hoher Energieverbrauch bei Spezialfunktionen
- App-Ökosystem
3. Amazfit T-Rex 3 Pro
- Preis: 360 Euro
Wenn ihr euch im Amazfit-Kosmos wohlfühlt, könnte die T-Rex 3 Pro die richtige Wahl für euch sein. Vor allem, wenn Outdoor-Features und Akkulaufzeit ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.
Ein ausführlicher Testbericht für GameStar Tech ist zwar noch geplant, aber ich kann schon ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern:
- Das 48-Millimeter-Modell schafft etwa 15 Tage bei moderater Nutzung (Vier Lauftrainings mit GPS zwischen 45 und 60 Minuten sowie zweimal eine Stunde HIIT).
- Wenn ich die Smartwatch zusätzlich mit GPS-Routennavigation (Offline-Karten) und Always-On-Display nutze, verkürzt sich die Akkulaufzeit auf knapp sieben bis acht Tage. Für mich ist das ein sehr solider Wert.
Ebenfalls für Outdoor interessant: Die T-Rex Pro 3 hat eine integrierte LED-Taschenlampe. Warum ich auf diese nicht mehr verzichten möchte, habe ich bereits in meiner Kolumne beschrieben:
Smartwatches: Ich kaufe kein Modell mehr, dem diese unterschätzte Funktion fehlt
Wie die Amazfit Balance überzeugt auch diese Uhr im Vergleich zu einem Brustgurt mit präzisen Herzfrequenzdaten beim Laufen.
In puncto Design gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Die Uhr wird den Outdoor-Ansprüchen gerecht und wirkt mit der Lünette und den Knöpfen aus Titan absolut »rugged«. Lediglich schmaleren Handgelenken wird die Tactical Edition zu klobig sein.
- Rugged-Design
- Offline-Karten und GPS
- Integrierte LED-Taschenlampe
- Hoher Energieverbrauch bei Spezialfunktionen
- App-Ökosystem
- Design speziell für Outdoor (kein Allrounder)
4. Garmin Venu 4
- Preis: 470 Euro
Garmins Venu 4 ist weniger klobig als die T-Rex und macht mit einer Akkulaufzeit von über 10 Tagen im Smartwatch-Modus eine gute Figur.
Zu ihren Stärken gehört die äußerst genaue Herzfrequenzmessung, die fast immer mit der Messung eines Brustgurts übereinstimmt. Die vierte Version setzt auf Edelstahl statt Kunststoff, was Vor- und Nachteile hat.
- Die Venu 3 ist federleicht.
- Die Garmin Venu 4 ist robuster und sieht besser aus.
Natürlich ist das zum Teil Geschmackssache. Die Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits ist aber definitiv eine große Verbesserung gegenüber dem Vorgänger, ebenso wie die integrierte LED-Taschenlampe.
Der Hersteller bietet inzwischen eine beachtliche Datenanalyse: Die Evaluierung des Trainings und Funktionen wie »Body Battery« bieten sowohl Einsteigern als auch Profis wertvolle Einblicke in Fitness und Erholung.
Der Funktionsumfang der Begleit-App gehört ohnehin zu den größten auf dem Smartwatch-Markt.
- Edles, schickes Design
- Extrem hoher Funktionsumfang
- Sehr genaue Herzfrequenzmessung
- Connect+-Abo für sämtliche Funktionen
- Schwächen beim Schlaftracking
5. Suunto Vertical 2
- Preis: 508 Euro
Die Suunto Vertical 2 hat definitiv ihre Schwächen: So ist die Schrittzählung im Vergleich zu den vier anderen Modellen nicht präzise. Das habe ich im Test entsprechend abgestraft.
Genauso wie die teilweise hakelige Steuerung. Trotzdem zählt die Uhr aktuell zu meinen zwei größten Favoriten (neben der Fenix 8 von Garmin). Das hat seine Gründe:
- Akkulaufzeit: Nach 18 Tagen zeigte der Akkustand noch stolze 29 Prozent an. In dieser Zeit habe ich fünf Lauftrainings (je etwa 45 Minuten) sowie zwei Outdoor-Aktivitäten mit GPS (jeweils rund 90 Minuten) absolviert. Zudem war kontinuierliches Schlaftracking mit Blutsauerstoffmessung aktiviert.
- Herzfrequenzmessung: Im Gegensatz zum Vorgängermodell liefert die Vertical 2 nun sehr präzise Werte, die oftmals identisch mit denen eines Polar-Brustgurts sind.
- Outdoor-Navigation: Die detaillierten Offline-Karten, die exakte Positionsbestimmung und Features wie das Höhenprofil machen die Uhr zu einem Top-Begleiter für Outdoor-Freunde.
- Tragekomfort und Verarbeitung: Trotz ihres Formfaktors liegt die Uhr sehr angenehm auf der Haut. Das Silikonarmband gehört zu den besten auf dem Markt.
- OLED-Display: Mit 2.000 Nits Spitzenhelligkeit ist das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar.
- LED-Taschenlampe: Ein nützliches Feature für den Alltag und zur Sicherheit beim Sport in der Dämmerung.
Neben den zuvor erwähnten Mängeln bedarf die App in meinen Augen einer Eingewöhnungszeit. Das liegt an uneindeutigen Symbolen. Suunto bringt in der App aber alles Wichtige mit und hat sogar einige detailverliebte Details integriert.
Wenn ihr eine Strecke gelaufen seid, könnt ihr diese in der App abspielen. Währenddessen werden Tempo, Höhenmeter, Herzfrequenzzone und weitere Daten angezeigt.
- Hervorragende Akkulaufzeit
- Übersichtliche und tolle Routennavigation
- Sehr hoher Tragekomfort
- Vergleichsweise ungenauer Schrittzähler
- Gewöhnungsbedürftige Steuerung
- Sehr maues App-Ökosystem
16:02
Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!
Alle fünf Empfehlungen in der Übersicht
| Modell | Akkulaufzeit (ungefähr) | Highlight | Größter Nachteil |
| Withings Scanwatch 2 | 24+ Tage | Design und Gesundheitsfeatures | Kein integriertes GPS |
| Amazfit Balance 2 | 11+ Tage | Preis-Leistung | Ungenauigkeit beim Schlaftracking |
| Amazfit T-Rex Pro 3 | 15+ Tage | »Rugged«-Gehäuse | Kein Allrounder |
| Garmin Venu 4 | 11+ Tage | Präzise Herzfrequenz und Funktionsumfang | Sporadisch ungenaues Schlaftracking |
| Suunto Vertical 2 | 21+ Tage | Navigation und Akku | Bedienung und Schrittzähler |
Was ist mit Apple, Samsung und Google?
Weder Apple, Samsung noch Google erreichen auch nur annähernd die Akkulaufzeiten dieser Modelle. Dafür bekommt ihr von diesen namhaften Herstellern kleine Smartphones, die ihr euch ans Handgelenk schnallt.
Im Hintergrund laufen ständig Prozesse für Apps, WLAN, Sprachassistenten und andere Aufgaben. Samsung und Google setzen zudem seit 2025 Gemini ein.
Der wohl größte Vorteil ist die große Auswahl an Apps auf diesen Plattformen. Keine der oben genannten Uhren kann damit auch nur im Ansatz mithalten.
Apple, Google und Samsung bieten außerdem eine LTE-Version ihrer Smartwatch an, mit der sich unterwegs ohne Smartphone Nachrichten versenden und telefonieren lässt.
Wie immer lohnt sich der Blick auf die Vorgängermodelle der Smartwatches, die in der Regel günstiger zu haben und gut gealtert sind. Schaut auf der Herstellerseite unbedingt nach, wie lange die Smartwatches mit Updates versorgt werden, wenn euch das wichtig ist.
Welche Modelle könnt ihr empfehlen? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!






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