Garmin Venu 4 im Test: In einem Bereich schlägt die Smartwatch alle anderen, die ich getestet habe

Die Garmin Venu 4 ist der perfekte Laufbegleiter – aber sie kann noch viel mehr.

Die Garmin Venu 4 trage ich nun seit über zwei Wochen am Handgelenk. Es ist Zeit für den Test. Die Garmin Venu 4 trage ich nun seit über zwei Wochen am Handgelenk. Es ist Zeit für den Test.

Garmin hat die Venu 4 kräftig aufgemotzt: Es gibt ein neues Design, besseres Material, Dual-Band-GPS, ein helleres und knalligeres Display sowie eine LED-Taschenlampe auf Knopfdruck.

All das mit den bewährten Sensoren und Algorithmen, die man von Garmin kennt und liebt. Hier steckt also einiges drin.

Transparenzhinweis: Garmin hat mir die Venu 4 für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.

Leistungstipp
Garmin Venu 4
Garmin Venu 4
Wo soll man bei der Garmin Venu 4 schon meckern? Abgesehen von Garmin Pay, dem Abonnement und der gelegentlich überschätzten Schlafenszeit gibt es nicht viel zu bemängeln. Das Display ist hell und knackscharf, die Akkulaufzeit ist solide und die Herzfrequenzmessung beim Laufen ist erschreckend genau. Mit der integrierten Taschenlampe erhält das Mittelklassemodell sogar eine Funktion der Fenix-Reihe. Wenn ihr eine präzise Sportuhr mit einigen smarten Features sucht, muss die Venu 4 auf eurer Excel-Tabelle stehen.
  • Extrem präzise Herzfrequenzmessung
  • Hoher Tragekomfort und hochwertige Verarbeitung
  • Gute Akkulaufzeit
  • App mit zahlreichen Funktionen und hoher Informationsaufbereitung
  • Dual-Band-GPS
  • LED-Taschenlampe
  • Kostenpflichtiges Abonnement für alle Funktionen
  • Garmin Pay begrenzt verfügar
  • Schlafdauer wird sporadisch zu hoch eingeschätzt
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Wissenswertes zum Test
Inhaltsverzeichnis
Spezifikationen

SpezifikationVenu 4 (41 mm)Venu 4 (45 mm)
Display1,2 Zoll AMOLED1,4 Zoll AMOLED
Auflösung390 x 390 Pixel454 x 454 Pixel
Gehäusedurchmesser41 Millimeter45 Millimeter
Gehäusedicke12 Millimeter12 Millimeter
Gewicht ohne Armband33 Gramm38 Gramm
GehäusematerialEdelstahlEdelstahl
LünetteEdelstahlEdelstahl
Wasserdichtigkeit5 ATM5 ATM
Akku-Laufzeit Smartwatch-ModusBis zu 10 TageBis zu 12 Tage
Akku-Laufzeit Always-onBis zu 4 TageBis zu 4 Tage
Akku-Laufzeit GPSBis zu 20 StundenBis zu 20 Stunden
DisplayglasGorilla Glass 3Gorilla Glass 3
SensorenElevate V5 mit EKG, SpO2, HF, Hauttemperatur, Barometer, Kompass, Gyroskop, Thermometer, UmgebungslichtsensorElevate V5 mit EKG, SpO2, HF, Hauttemperatur, Barometer, Kompass, Gyroskop, Thermometer, Umgebungslichtsensor
GPSMulti-GNSS, MultibandMulti-GNSS, Multiband
Sportprofile80+ inkl. Triathlon/Multisport80+ inkl. Triathlon/Multisport
FunktionenEKG, LED-Taschenlampe (weiß/rot), Telefonie, Musik, Garmin Pay, Smart Notifications, Schlafanalyse, Health Status, Rollstuhlmodus, SprachassistentenEKG, LED-Taschenlampe (weiß/rot), Telefonie, Musik, Garmin Pay, Smart Notifications, Schlafanalyse, Health Status, Rollstuhlmodus, Sprachassistenten
BesonderheitenZwei Tasten, Fokus auf TouchZwei Tasten, Fokus auf Touch

Preis und Verfügbarkeit

Die Gramin Venu 4 ist bereits zu einem Preis ab 549 Euro (UVP) erhältlich.

Garmin Venu 4: Neues Design, neues Display, neues Gefühl

Die vierte Generation der Venu-Reihe fühlt sich erwachsen an. Während ich das Tragegefühl der Venu 3 noch als »federleicht« beschrieben habe, nenne ich die Venu 4 »edel«.

Das liegt einerseits am neuen, hochwertigen Edelstahlgehäuse und andererseits am optional erhältlichen Lederarmband.

Dieses Armband taugt weniger zum Sport, dafür aber umso mehr für die Abendgarderobe. Mir persönlich gefällt das Silikon-Armband deutlich besser, da es bequemer ist.

Deutlich besser gefällt mir zudem das Display, das laut Hersteller nun 2.000 Nits erreicht. Die Garmin Venu 3 schaffte dagegen nur schlappe 1.000 Nits. Gerne hätte ich die dritte Generation für einen direkten Vergleich gehabt, aber das braucht es im Grunde nicht: Das Display ist nun sehr hell und knackscharf. Fertig.

Außerdem knackig: die zwei Tasten an der Seite des Gehäuses. Der Widerstand ist hoch genug, damit sie nicht versehentlich auslösen, genau richtig.

Herzfrequenzmessung: Das gab es bei uns noch nie

Inzwischen bin ich sieben Mal mit der Garmin Venu 4 Laufen gewesen. Wenn ihr diesen Text lest und ich keine Ausrede gefunden habe, dann sind es inzwischen acht Workouts (oder sogar mehr). Bis auf einmal hatte die Smartwatch identische Werte wie der Polar-Brustgurt, der als Referenz dient.

Messungen zur Herzfrequenz
Messung #1
ModellDurchschnittMax
Garmin Venu 4159187
Polar H10158 188
Garmin Venu 4 Polar H10 Garmin Venu 4 Polar H10

Messung #2

ModellDurchschnittMax
Garmin Venu 4167188
Polar H10167188
Garmin Venu 4 Garmin Venu 4 Garmin Venu 4 Garmin Venu 4

Messung #3

ModellDurchschnittMax
Garmin Venu 4161184
Polar H10161184
Garmin Venu 4 Polar H10 Garmin Venu 4 Polar H10

Warum ein Brustgurt als Referenz?

Ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz gilt als Goldstandard und bietet gegenüber anderen Methoden wie der optischen Pulsmessung am Handgelenk entscheidende Vorteile.

Brustgurte messen die elektrischen Signale des Herzens direkt, was potenziell zu wesentlich genaueren Herzfrequenzmessungen führt. Externe Faktoren wie Hautfarbe, Haarbewuchs oder Passform des Geräts beeinflussen zudem die Messung mit einem Brustgurt weniger.

So ein Ergebnis habe ich bei den zahlreichen Tests von Wearables noch nie gesehen. Natürlich gibt es viele andere Geräte, die sehr zuverlässige Messungen aufweisen, aber keines ist so präzise.

Chapeau, Garmin! Das macht Spaß zu sehen. Besonders, wenn man wie ich auf ausführliche Statistiken und Diagramme steht. Davon gibt es in der App nämlich reichlich.

Abgesehen davon liefert Garmin bei der vierten Generation das äußerst präzise Dual-Band-GPS, das während des Trainings genaue Standort- bezieheungsweise Routendaten liefert. Abgesehen davon liefert Garmin bei der vierten Generation das äußerst präzise Dual-Band-GPS, das während des Trainings genaue Standort- bezieheungsweise Routendaten liefert.

Besonders gefällt mir nach dem Training die Anzeige, was mir die Anstrengung überhaupt gebracht hat. Garmin nennt diese Funktion »Evaluierung«.

Hilft mir das aktuelle Training dabei, meine allgemeine Fitness zu verbessern? Reize ich die Schwelle weiter aus oder verbessere ich die Fähigkeit, eine mäßige Pace über einen längeren Zeitraum beizubehalten? Die App liefert die Antwort.

Für Profis mag das überflüssig sein. Als laufbegeisterter Mensch, der sich weiter steigern möchte, helfen mir diese Hinweise jedoch sehr. Optional kann man dem Training zudem eine Selbsteinschätzung abgeben.

Zuletzt bietet mir der Trainingszustand einen groben Überblick über meine Entwicklung der letzten vier Wochen.

Garmin bietet viele Informationen für Profis und Einsteiger. Neben diesen Features gibt es altbekannte Optionen wie Garmin Coach oder Challenges. Garmin bietet viele Informationen für Profis und Einsteiger. Neben diesen Features gibt es altbekannte Optionen wie Garmin Coach oder Challenges.

Wenn ihr unterwegs Musik über die Smartwatch hören möchtet: kein Problem! Vorausgesetzt, ihr seid kein Kunde von YouTube Music. Die App gibt es nämlich (noch) nicht für die Venu 4, weshalb ich mein Smartphone während des Laufens in der Hüfttasche trage.

Und weil es immer noch kein LTE-Modell der Venu-Reihe gibt. Das wäre neben der LED-Taschenlampe ein weiterer Schritt in Richtung einer breiteren Zielgruppe gewesen. Apropos Schritte: Die sind im Vergleich zum Omron Walking Style IV ziemlich akkurat.

Omron Walking Style IVGarmin Venu 4
Messung #11.003998
Messung #22.0212.015

Das ist bei Smartwatches allerdings nichts Besonderes mehr.

Die Garmin Venu 4 patzt leicht bei der Schlaflänge

Bei der Schlaflänge schaufelt die Venu 4 immer rund 10 bis 20 Minuten drauf. Das wird besonders im Vergleich mit dem Oura Ring 4 und der Withings Scanwatch 2 deutlich:

Messungen zum Schlaftracking
Messung #1
ModellGesamtLeichtTiefREMWach
Garmin Venu 407:1004:5101:0101:1800:01
Oura Ring 406:4904:0901:0501:3500:39
Withings Scanwatch 206:5802:1303:1701:28-

Withings gibt in der App leider keine Auskunft über die Wachzeiten.

Messung #2

ModellGesamtLeichtTiefREMWach
Garmin Venu 407:4604:3501:4401:2700:02
Oura Ring 407:2104:1301:2001:4800:35
Withings Scanwatch 207:2905:3801:2200:49-

Wissenswertes zum Schlaftracking

Kein Wearable kann so präzise Daten liefern wie ein Schlaflabor. Die Daten sind daher immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.

Ich vergleiche die Testprodukte überwiegend mit anderen Geräten. Der Vergleich soll vor allem zeigen, dass die Werte des Testprodukts nicht aus der Luft gegriffen sind und sich nicht zu stark vom Testfeld unterscheiden.

Dazu führe ich mindestens sieben Messungen durch, um einen Gesamteindruck zu gewinnen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo zwischen diesen Ergebnissen.

Zwar liegt die Garmin Venu 4 nicht sehr weit daneben, aber die aufgezeichnete Schlafdauer passt oftmals nicht zum subjektiven Empfinden. Wachzeiten von zwei Minuten bei sehr unruhigen Nächten stimmen ebenfalls überhaupt nicht.

Neben der Aufbereitung der Schlafwerte bietet die App einen Schlafcoach, dessen Empfehlungen mit Vorsicht zu genießen sind. Eine Schlafdauer von 8,5 Stunden erscheint mir (für meinen Körper) zu lang. In der Regel bin ich mit sieben bis siebenundeinhalb Stunden absolut ausgeruht. Neben der Aufbereitung der Schlafwerte bietet die App einen Schlafcoach, dessen Empfehlungen mit Vorsicht zu genießen sind. Eine Schlafdauer von 8,5 Stunden erscheint mir (für meinen Körper) zu lang. In der Regel bin ich mit sieben bis siebenundeinhalb Stunden absolut ausgeruht.

Neben der Schlafdauer und den Schlafphasen zeichnet die Garmin Venu 4 eine Reihe weiterer Gesundheitsdaten während des Schlafs auf:

  • Veränderung des Attemmusters sowie die Atemfrequenz
  • Unruhige Momente
  • Ruhefrequenz
  • Durchschnittliche und Niedrigste Blutsauerstoffsättigung
  • Veränderung

Sowohl bei der Ruhefrequenz als auch bei der durchschnittlichen Blutsauerstoffsättigung stimmen alle drei Geräte überein und weisen keine auffälligen Patzer auf.

Ebenfalls wichtig ist die Herzfrequenzvariabilität der letzten Nacht, die in weitere Metriken der Smartwatch einfließt.

Body Battery und Trainingsbereitschaft

Sport und Erholung sind wichtig, auch für die Bestimmung weiterer Gesundheitsmetriken wie der »Body Battery«. Was dieser Wert genau aussagt und wie der Score zustande kommt, ist simpel:

  • Wenn ihr den Tag zuvor entspannt verbracht habt und eine erholsame Nacht hinter euch liegt, ist die Body Battery für gewöhnlich sehr hoch. Ein perfekter Tag für das Training.
  • Absolviert ihr das Training oder andere Aktivitäten wie Gehen, sinkt die Batterie.
  • Je nachdem, was das Training dem Körper abverlangt hat, sinkt der Wert am nächsten Tag im Vergleich zum Vortag.

In der Regel spiegeln die Zahlen in der App mein subjektives Körpergefühl wider.

Mit Erholung und Sport lädt beziehungsweise entlädt sich die Body Battery. Das ist im Grunde die ganze Magie dahinter. Mit Erholung und Sport lädt beziehungsweise entlädt sich die Body Battery. Das ist im Grunde die ganze Magie dahinter.

Garmin liefert euch zusätzlich Einblicke in die Trainingsbereitschaft. Das System ordnet sämtliche Gesundheitsmetriken ein und gibt eine Trainingsempfehlung in Zahlen aus.

War der Schlaf gut? Wie sehen die Schlafwerte der letzten Tage aus? Ist die Erholungszeit ausreichend?

Die Trainingsbereitschaft steht gewissermaßen im Einklang mit der Body-Battery-Funktion. Hier gibt es eine detaillierte Empfehlung sowie Informationen darüber, wie sie zustande kommt. Die Trainingsbereitschaft steht gewissermaßen im Einklang mit der Body-Battery-Funktion. Hier gibt es eine detaillierte Empfehlung sowie Informationen darüber, wie sie zustande kommt.

Wenn ihr also euren Alltag und das Training stärker an objektive Daten zur Erholung und Belastung ausrichten möchtet, bietet Garmin eine ganze Menge. Ich selbst höre in erster Linie auf meinen Körper und schaue mir dann derartige Zahlen an.

Zwar war ich anfangs diesen Werten und Zahlen gegenüber skeptisch eingestellt, heute sehe ich sie jedoch als zusätzliches Argument, mehr Sport zu treiben oder doch eine Pause einzulegen. Natürlich immer im Einklang mit meinem Körpergefühl.

Garmin Venu 4: Mehr als eine Uhr zum Laufen

Eine Garmin-Uhr kauft man in erster Linie zum Sport. Dafür ist die Venu 4 konzipiert. Wie erwähnt, liefert sie präzise Messungen der Herzfrequenz.

Allerdings spendiert der Hersteller seinen Smartwatches stetig neue, smarte Funktionen:

  • Habt ihr das Smartphone in der Nähe, können Anrufe über die Venu 4 tätigen oder entgegen nehmen.
  • Mit Hilfe des Mikrofons kann man unterwegs problemlos Sprachnotizen aufzeichnen und später abspielen.
  • Ein Sprachassistent ist für rudimentäre Aufgaben an Bord, etwa um ein Lauftraining zu starten.
  • Es gibt eine Taschenrechner-Funktion.
  • Die LED-Taschenlampe übertrifft jede Pseudo-Taschenlampenfunktion, bei der lediglich das Display einer Smartwatch erhellt wird.
  • Mit »Lifestyle Logging« erhält die Smartwatch zudem eine Funktion, mit der sich der Koffeinkonsum, späte Mahlzeiten oder andere Verhaltensweisen protokollieren lassen.
  • Mobile Zahlung via Garmin Pay. Leider wird die Bezahlfunktion derzeit nur von ausgewählten Banken in Deutschland unterstützt.

Über die Uhr stehen verschiedene clevere Funktionen direkt bereit. Die Sprachbefehle haben im Test gut funktioniert, auch wenn ich sie persönlich nur selten genutzt habe. Über die Uhr stehen verschiedene clevere Funktionen direkt bereit. Die Sprachbefehle haben im Test gut funktioniert, auch wenn ich sie persönlich nur selten genutzt habe.

Eines meiner Highlights: Morgen- und ein Abendreports, die alles Wichtige für den kommenden beziehungsweise den vergangenen Tag zusammenfassen, direkt auf der Uhr. Dabei werden die Vitaldaten berücksichtigt und Termine sowie das Wetter angezeigt.

Weitere Apps, Funktionen und Zifferblätter sind über die Connect-IQ-App verfügbar. Erwartet allerdings nicht im Ansatz den Umfang der Stores von Google Wear OS oder Apple watchOS.

Mit der Connect-IQ-App könnt ihr entweder ein eigenes Zifferblatt erstellen (Face it) oder welche aus der Community herunterladen. Mit der Connect-IQ-App könnt ihr entweder ein eigenes Zifferblatt erstellen (Face it) oder welche aus der Community herunterladen.

Die Auswahl an Drittanbieter-Apps ist sehr begrenzt, beinhaltet aber immerhin Anwendungen wie Komoot oder Musik-Streaming-Dienste. Mehr benötige ich zumindest auch nicht.

Optionales Abonnement

Für die zuvor genannten Features benötigt ihr kein Abonnement von Garmin. Ich hatte außerdem zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir etwas fehlt.

Trotzdem ist Garmin mit Connect+ in das ungeliebte Geschäft der zusätzlichen monatlichen Kosten eingestiegen. Für 9,00 Euro pro Monat oder 90,00 Euro pro Jahr erhaltet ihr die folgenden Funktionen:

  • Garmin Trails: »Tausende« Trails stehen euch zur Verfügung, die ihr direkt auf eure kompatible Smartwatch laden könnt.
  • Erweiterte LiveTrack Funktionen: Beim Training oder bei Rennen können ausgewählte Kontakte per SMS benachrichtigt werden. Nutzer können einen personalisierten LiveTrack-Link erstellen und teilen.
  • Active Intelligence: Das Dashboard wird um einen von KI-generierten Abschnitt erweitert. Die künstliche Intelligenz hinterlässt »personalisierte Einblicke und Hinweise« zu den Aktivitäten.
  • Performance Dashboard: Mithilfe des Performance Dashboards können individuelle Grafiken zu Trainings- und Gesundheitsdaten erstellt werden.
  • Exklusive Badges: Ihr erhaltet Zugang zu exklusiven Auszeichnungen und Herausforderungen.
  • Live Aktivität: Spiegelt in Echtzeit Daten von Indoor-Trainings, wie etwa Herzfrequenz und Pace, sowie animierte Workouts von der kompatiblen Smartwatch auf das verbundene Smartphone.
  • 3D Karten: Detaillierte 3D-Karten für die Kartennutzung.
  • Videos und Anleitungen: Exklusive Coaching-Anleitungen inklusive Videomaterial.

Bis auf weiteres bleibt unklar, ob und welche weiteren Funktionen in das Abonnement mit aufgenommen werden. Seid euch also darüber im Klaren, dass ihr nach dem Kauf nicht sämtliche Funktionen ohne Abonnement erhaltet.

Bevor ihr das Abonnement abschließt, solltet ihr zudem klären, ob das Modell überhaupt mit den Funktionen kompatibel ist.

Video starten 16:02 Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!

Die Akkulaufzeit

Die Garmin Venu 4 erreicht in meinem Test eine Laufzeit von 10,5 Tagen. Dabei waren folgende Einstellungen aktiviert und es wurden folgende Aktivitäten durchgeführt:

  • Kein Always-on-Display, kein Musikstreaming
  • Mittlere Displayhelligkeit
  • Benachrichtigungen stummgeschaltet (nicht ausgeschaltet!)
  • Fünf Aktivitäten mit jeweils 30 bis 40 Minuten (Dual-Band-GPS eingeschaltet)
  • Die Uhr wurden an allen Nächten für das Schlaftracking getragen.

Die Laufzeit stimmt in etwa mit den Herstellerangaben von 12 Tagen überein. Wenn ihr das Always-on-Display aktiviert, verkürzt sich die Laufzeit laut Hersteller auf bis zu vier Tage – abhängig natürlich von weiteren Einstellungen und der Nutzung.

Im Aktivitätsmodus erreicht die smarte Uhr mit GPS und ohne Musik laut Garmin bis zu 20 Stunden. Die Garmin Venu 4 benötigt etwa eine Stunde, um vollständig aufgeladen (10 Prozent bis 100 Prozent) zu werden

Wie lange bekommt die Smartwatch Updates?

Garmin gibt keine Auskunft darüber, wie lange die jeweilige Smartwatch mit (Funktions-)Updates versorgt wird.

Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt jedoch, dass die Venu-Reihe über mehrere Jahre hinweg mit neuen Versionen, Sicherheitsudpates und Bugfixes versorgt wird.

Datenschutz

Wenn man ein Konto bei Garmin Connect anlegt und die Synchronisation der Daten zwischen Smartwatch und App erlaubt, werden die persönlichen Daten auf den Servern von Garmin gespeichert.

Smartwatches können jedoch auch ohne Datenübertragung genutzt werden. Dann stehen aber einige Funktionen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung.

Der Hersteller gibt an, die personenbezogenen Daten nicht an Dritte zu verkaufen.

Wo werden eure Daten gespeichert? Garmin gibt an, dass personenbezogene Daten auf Servern in den USA, Großbritannien und/oder Australien gespeichert werden.

Leider geht aus den Richtlinien nicht eindeutig hervor, wo die Daten von Personen mit Wohnsitz in Europa gespeichert werden. Geht also davon aus, dass eure Daten im Zweifel den Kontinent verlassen.

  • Weitere Informationen zu den Datenschutzbestimmungen gibt es auf der Webseite des Herstellers.
  • Die Datenverwaltung zum Einsehen, Exportieren und Löschen befindet sich auf der Account-Seite.

Solltet ihr die Garmin Venu 4 kaufen?

Die Garmin Venu 4 lohnt sich für euch, wenn ihr …

  • … eine hochwertige Smartwatch zum Laufen sucht.
  • … einen hohen Tragekomfort zu schätzen wisst.
  • … auf einen vielfältigen App-Store verzichten könnt.
  • … schon immer eine LED-Taschenlampe am Handgelenk haben wollt.

Mögliche Alternativen zur Garmin Venu 4

Sucht ihr eine günstige Alternative zur Venu 4, lohnt sich noch immer ein Blick auf die Venu 3, die inzwischen deutlich günstiger zu haben ist. Sie ist nach wie vor eine hervorragende Sport-Smartwatch mit vielfältigen Funktionen.

Wenn euch hingegen möglichst viele smarte Funktionen sowie ein vielfältiger App-Store wichtig sind, kann die Galaxy Watch 8 eine hervorragende Wahl für euch sein. Sie ist ebenso leicht und edel wie die Garmin Venu 4, liefert bei der Herzfrequenzmessung sehr gute Werte und ist eine hervorragende Wahl, wenn ihr ein Samsung-Handy besitzt.

Zu guter Letzt möchte ich die Amazfit Balance 2 erwähnen. Die Uhr bietet ein starkes Preis-Leistungs-Paket. Mit einer Akkulaufzeit von rund elf Tagen, guten Ergebnissen bei der Herzfrequenzmessung und einer hochwertigen Verarbeitung ist sie sehr empfehlenswert. Allerdings liegen ihre Schlafdaten weiter daneben als die der Garmin Venu 4.

Die Garmin Venu 4 ist ein klarer Leistungstipp, besonders im Hinblick auf Sport. Trotz der vielen Verbesserungen und Features reicht es nicht für die volle Punktzahl. Das Schlaftracking erreicht nicht das Niveau eines Oura Rings oder der Apple Watch, und das optionale Abonnement hinterlässt nach wie vor einen faden Beigeschmack. Trotzdem ist die Garmin Venu 4 eine glasklare Empfehlung und möglicherweise die beste Smartwatch des Jahres 2025.

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