So sehen eure PCs und Laptops in Zukunft aus, glaubt Intel

Intel hat ein Konzept für modular aufgebaute Laptops und Mini-PCs vorgestellt.

(Quelle: Intel) (Quelle: Intel)

Die modularen Laptops von Framework habt ihr vielleicht schon mal gesehen. Die Idee ist spannend, da der Anwender die meisten Teile des Rechners leicht selbst aufrüsten kann, für ein Laptop ist das ein Novum. Natürlich sind speziell vom Hersteller angepasste Module nötig, um diese Aufrüstbarkeit realisieren zu können.

(Quelle: Framework) (Quelle: Framework)

Leider sind bisherige Modelle ein Nischenprodukt geblieben. Das ist sehr schade, denn ein modulares Notebook könnte helfen, die Lebensdauer des Computers zu verlängern und Elektronikmüll zu vermeiden.

Doch nun könnte die Idee des modularen Laptops frischen Wind bekommen. Kein geringeres Unternehmen als Intel hat in einem Blog-Post ein entsprechendes Konzept für Laptops und Mini-PCs vorgestellt.

Modulares Konzept bringt viele Vorteile

Das Unternehmen verspricht sich von einem solchen modularen Design einiges:

  • Reduzierung der Umweltbelastung durch Minimierung des CO₂-Fußabdrucks
  • Skalierbare Systeme, die sich mit den sich ändernden Benutzeranforderungen und -interessen weiterentwickeln können
  • Unterstützt das Recht auf Reparatur mit vor Ort austauschbaren, Komponenten
  • Ermöglicht nahtlose System-Upgrades und vermeidet den kompletten Geräteaustausch
  • Ermöglicht kostenoptimierte Produkte
  • Schnellere Markteinführung

Während bei Framework eine einteilige Hauptplatine zum Einsatz kommt, sieht das Design von Intel ein dreigeteiltes Mainboard vor. Der zentrale Hauptteil scheint dabei CPU, Chipsatz, WLAN-Modul und RAM zu beherbergen. 

(Quelle: Intel) (Quelle: Intel)

Beim Arbeitsspeicher setzt Intel nicht auf gewöhnliche SO-DIMM-Module, sondern auf LPCAMM-Speicher, der auf dem PCB verschraubt wird. Zu beiden Seiten werden über die FPC-Schnittstelle sogenannte I/O-Module angeschlossen. Für die Datenübertragung sieht das Unternehmen das Thunderbolt-Protokoll vor.


Falls ihr ein besonders kompaktes Notebook für Beruf und / oder Schule sucht, kann ich euch das Asus ZenBook S14 empfehlen.


Dreiteiliges Mainboard

Das Entkoppeln der USB, Audio- und HDMI-Anschlüsse hat den Vorteil, dass sich die I/O-Module über mehrere CPU-Generationen hinweg nutzen lassen. Dazu ist es möglich, sie bei einem Defekt oder falls es irgendwann mal bessere Schnittstellen geben sollte, einfach selbst zu tauschen.

(Quelle: Intel) (Quelle: Intel)

Intels Konzept sieht in der aktuellen Form leider noch keine leistungsstarken Gaming-Laptops vor, sondern beschränkt sich auf Geräte ohne dedizierte GPU. Beschrieben wird ein Modell, das passiv gekühlt wird, sowie ein Gerät mit einem Lüfter das eine Verlustleistung von maximal 20 Watt abführen kann.

Das Spitzenmodell soll dagegen eine Kühllösung mit zwei Lüftern haben, die CPUs mit einer TDP von maximal 30 Watt kühlen kann. Damit bleibt Intel deutlich hinter dem Konzept von Framework zurück. Dort gibt es Rechner mit leistungsstärkeren CPUs und dedizierten GPUs. 

Auch Mini PCs sollen modular werden

Neben einem modularen Laptop hat Intel im gleichen Blog-Post auch Pläne für einen ebenfalls modular aufgebauten Mini-PC gezeigt. Das Gehäuse soll dabei ein Volumen von 5 Litern haben. Ungewöhnlich sind bei dem gezeigten Konzept-Rechner zwei Hot-Swap-fähige-SSDs, die scheinbar das M.2-Format aufweisen. 

(Quelle: Intel) (Quelle: Intel)

Anhand der einzigen Abbildung lässt sich erkennen, dass Intel auf ein Gehäuse mit zwei Kammern setzt. Während in der rechten Kammer ein Modul mit vermutlich RAM und CPU eingebaut wird, soll auf der linken Seite ein nicht näher spezifiziertes GPU-Modul unterkommen. 

Es ist aber davon auszugehen, dass Intel hier auf die eigenen Arc Grafikkarten aus der aktuellen Battlemage-Serie zurückgreifen würde. Dabei gibt das Unternehmen eine maximale Verlustleistung von 230 Watt an. 

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Das ist interessant, da das aktuell stärkste Modell B580 lediglich 190 Watt verbraucht. Vielleicht ist hier schon eine Reserve für die kommende Arc B770 eingeplant. Das Kühlsystem für die CPU soll dagegen bis zu 125 Watt vertragen. 

Verfügbarkeit?

Auf die Frage, wann und ob überhaupt die modularen Rechner auf den Markt kommen gibt Intel in seinem Post leider keine Antwort. Es wäre aber mit Sicherheit ein bedeutender Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und so bleibt zu hoffen, dass das Konzept seinen Weg in den Markt finden wird.

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