Asus ZenBook S14 im Test: Überzeugende Alternative zum Apple MacBook Air mit sagenhafter Akkulaufzeit

Wer unterwegs arbeiten möchte, braucht einen Laptop mit langem Atem. Und genau hier kommt das Asus ZenBook S14 ins Spiel.

Das Asus ZenBook S14 glänzt mit sehr guter Akkulaufzeit. (Quelle: Asus) Das Asus ZenBook S14 glänzt mit sehr guter Akkulaufzeit. (Quelle: Asus)

Es gibt das Klischee, dass MacBooks gut aussehen, aber mit Windows-Notebooks die Arbeit erledigt wird. Das stimmt so natürlich nicht, mit MacOS lässt sich vorzüglich arbeiten und es gibt Windows-Laptops, die toll aussehen. Ein solches Modell haben wir heute im Test: das Asus ZenBook S14.

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Asus ZenBook S14
Asus ZenBook S14
Das ZenBook S14 ist die perfekte Alternative für alle, die gerne ein MacBook Air hätten, aber nicht auf MacOS umsteigen wollen. Es ist kompakt, dünn und macht optisch was her. Dazu kommt ein gutes OLED-Display und exzellente Akkulaufzeiten. Die Leistung ist für alle alltäglichen Aufgaben mehr als ausreichend, selbst das ein oder andere Spielchen ist mit dem Gerät möglich. Kurz gesagt, es ist das ideale Notebook für Office und Uni.
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolles OLED-Display
  • Leise unter Last & meist lautlos im Idle
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Display könnte etwas heller sein
  • Chassis dürfte etwas verwindungssteifer sein
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Ausstattung

Asus ZenBook S14 Spezifikationen
Technische Daten
  • CPU: Intel Core Ultra 9 288V mit 8 Kernen und maximal 5,1 GHz
  • Grafik: Intel Arc 140V IGP
  • RAM: 32-GB-LPDDR5X (verlötet)
  • Display: 14-Zoll-OLED-Touchscreen mit einer Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln bei 120 Hertz
  • SSD: 1x 1 TByte PCIe 4.0 NVMe
  • Konnektivität: WiFi 7, Bluetooth 5.4
  • Audio: 2x Lautsprecher
  • Akku: 72 Wh
  • Abmessungen: 31,03 x 21,47 x 1,19 bis 1,29 Zentimeter
  • Gewicht: 1,183 kg, Netzteil 219 g
Testverfahren

Zum Testverfahren gibt es einen eigenen Artikel: Testverfahren ausführlich erklärt: So testen wir die Notebooks auf GameStar Tech Eventuelle Abweichungen wie etwa bei einem Gerät mit integrierter Grafik (IGP) oder Apple Laptops werden im Artikel erklärt.

Preis und Verfügbarkeit

Die Version mit Intel Core Ultra 7 258V Prozessor ist ab 1.499 Euro im Handel erhältlich. Leider ist die hier getestet Variante mit Intel Core Ultra 9 288V aktuell nicht verfügbar.

Design

Mit einer Dicke von 1,2 bis ca. 1,3 Zentimeter wirkt das Asus ZenBook S14 ausgesprochen zierlich und elegant. Laut Hersteller besteht das flache Gehäuse aus Aluminium, während beim Deckel sogenanntes Ceraluminium zum Einsatz kommt. Dabei scheint es sich um Alu mit einer keramischen Beschichtung zu handeln. 

Das ZenBook S14 hat ein modernes Design. Das ZenBook S14 hat ein modernes Design.

Das Material fühlt sich sehr hochwertig an und gibt Fingerabdrücken keine Chance. Einige reliefartige Linien unterbrechen die ansonsten glatte Fläche, hier schimmert das auf Hochglanz polierte Alu durch. 

Qualitativ hinterlässt das S14 einen sehr hochwertigen Eindruck. Aufgrund der geringen Dicke lässt sich das Chassis mit etwas Kraftaufwand allerdings verwinden. Dem hätte Asus mit etwas dickerem Material oder internen Verstrebungen entgegenwirken können, dann wäre das Gewicht allerdings auch höher ausgefallen.

Auch das Keyboard gibt bei moderatem Druck etwas nach, hier hätte ich dann doch etwas mehr Stabilität erwartet. Wer aber normal mit seinem Laptop umgeht, muss sich wegen der Stabilität aber keine Gedanken machen.

Am Boden gibt es nur einen relativ kleinen Lufteinlass. Am Boden gibt es nur einen relativ kleinen Lufteinlass.

Was mir sehr gut gefällt, sind dagegen die schmalen Ränder, die sich um das Display ziehen, das wirkt sehr modern. An Anschlüssen gibt es schon wegen der geringen Dicke nur eine kleine Auswahl. Diese besteht aus:

  • 1x USB-Typ-A-3.2-Gen2
  • 2x Thunderbolt 4
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x 3,5-mm-Audio

Geladen wird das Asus ZenBook S14 über einen der beiden USB-C-Thunderbolt-Anschlüsse.

Anschlüsse rechts 1x USB-Typ-A-3.2-Gen2

Anschlüsse links 2x Thunderbolt 4, 1x HDMI 2.1, 1x 3,5-mm-Audio

Eingabegeräte

Unser Testmuster hat eine Tastatur mit US-Layout, an der einzeiligen Enter-Taste ändert sich aber scheinbar auch im QWERTZ-Layout nichts. Davon abgesehen besitzen die Tasten des Keyboards einen recht kurzen Hub. Insgesamt liefert die Tastatur eine überzeugende Leistung, es lassen sich auch längere Texte komfortabel tippen. 

Gute Tastatur mit kurzem Hub und weißer Hintergrundbeleuchtung. Gute Tastatur mit kurzem Hub und weißer Hintergrundbeleuchtung.

Das Touchpad ist in Anbetracht des kompakten Formfaktors mit 12,7 × 7,9 Zentimeter schon fast üppig bemessen, die Gleiteigenschaften sind sehr gut. Insgesamt hat das S14 praxistaugliche Eingabegeräte, mit denen es sich unterwegs gut arbeiten lässt.

Display

Das Prunkstück des Asus S14 ist ganz klar das exzellente OLED-Panel, das der Hersteller von Samsung (ATNA40CU09-0) einkauft. Das 14-Zoll-Panel bietet eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz, tolle Kontraste und einen perfekten Schwarzwert, so wie das bei einem OLED sein muss.  

Die Helligkeit des OLED-Panels ist noch ausreichend, um Spiegelungen zu überstrahlen.

Die Helligkeit von 363 cd/m² (rund 610 cd/m² im Peak bei HD) dürfte für einen Einsatz im Außenbereich allerdings gerne noch etwas höher ausfallen. Dafür deckt das Panel den DCI-P3-Farbraum zu 100 Prozent ab, damit eignet sich das Display auch für professionelle Videobearbeitung.

Innenraum

Nachdem die Bodenplatte entfernt ist, zeigt sich, dass der Großteil des Innenraumes vom Akku eingenommen wird. Davon abgesehen gibt es hier nicht viel zu sehen und auch nicht viel auszutauschen. Lediglich die M.2 SSD ist austauschbar, während RAM und WLAN-Modul verlötet sind. Bei der Kühlung setzt Asus auf eine kompakte Vaporchamber und zwei Lüfter. Eon Konfiguration, die man in Laptops dieser Größe nicht allzu oft findet.

Der größte Teil des Gehäuses wird vom Akku ausgefüllt. Der größte Teil des Gehäuses wird vom Akku ausgefüllt.

Performance

Im Geekbench schlägt sich der Core Ultra 288V gut. Im Single-Core erreicht fast die Leistung von AMDs HX 370. Im Multi-Core muss er sich im Testfeld hinten anstellen. Allerdings besitzt der 288V auch nur 8 Kerne während das AMD Modell 12 und der Intel Core 9 185H sogar 16 Kerne hat.

Die Intel Arc 140V IGP hat in der Presse viele Vorschusslorbeeren bekommen. Zumindest im Geekbench sind aber die Kontrahenten in Form der Intel Arc und der Radeon 890m schneller.

Leider fehlen beim Time-Spy-Benchmark noch die Vergleichswerte mit anderen IGP-Modellen. Die 8-Kern-CPU schlägt sich mit 3.677 Punkten ganz gut, der Intel Core 9 185H mit doppelt so vielen Kernen kommt auf 9.359 Punkte.

Beim PC Mark 10 hält das Asus S14 relativ gut mit dem 185H Prozessor des Acer Neo 14 mit, zumindest wenn man berücksichtigt, dass die CPU des S14 mit 8 Kernen weniger auskommen muss. Den Gaming-Teil dominiert wenig überraschend das Acer Neo 14 mit seiner RTX 4070m, die mehr als doppelt so schnell ist. Dennoch hält sich die Arc 140V im Asus Laptop für eine integrierte Grafiklösung durchaus wacker.

Im Cinebench trifft der Intel Core Ultra 9 288V Prozessor mit 8 Kernen auf den AMD Ryzen HX370 mit 12 Kernen. Im Single-Core schlägt die Intel CPU das AMD-Modell um immerhin 10 Punkte. Beim Multi-Core-Benchmark macht sich dann bemerkbar, dass die AMD CPU 4 Kerne mehr hat.

Spiele Benchmarks

Bei einer integrierten Grafiklösung (IGP) wie der Arc 140V macht es wenig Sinn Spiele in 4K-Auflösung zu testen, dafür fehlt es aktuell noch an Leistung. Daher wird der Benchmark-Parcours für IGPs etwas reduziert

Wie üblich geht es mit Cyberpunk 2077 los. In FHD mit Ultra-Details erreicht die Arc 140V immerhin knapp über 27 FPS, mit Intels Upscaling-Technologie XeSS werden durchaus spielbare 36,49 FPS erreicht. In HD (720p) mit mittleren Details ist das Spiel mit über 50 FPS sehr gut spielbar. 

In AC Valhalla erreicht die Arc 140V mit Ultra Settings 35 FPS, das Spiel ist damit spielbar. In HD-Auflösung mit Medium-Setting sind  dagegen 67 FPS möglich. Auch hier kann man der IGP eine durchaus beachtliche Leistung bescheinigen.

Temperatur & Lautstärke

Beim Blick auf die Temperaturen könnte man meinen, dass Asus die Notebook-Kühlung revolutioniert hätte. Beim genaueren Hinsehen ist dem aber natürlich nicht so. Der eingebaute Intel Core Ultra 9 288V Prozessor ist besonders sparsam und somit perfekt für dünne und kleine Laptops geeignet. 

Ein Intel 14900HX verfügt über eine Grundleistungsaufnahme von 55 Watt (kurzfristig sind sogar über 150 Watt möglich), während es beim 288V des Asus S14 lediglich 30 Watt (kurzfristig bis 37 Watt) sind. Unter anhaltender Volllast bleiben weniger als 20 Watt davon übrig. Das kleine Kühlsystem hat also deutlich weniger Arbeit zu bewältigen, als es bei den großen Gaming-Boliden der Fall ist.

Die erreichten Temperaturwerte der CPU inkl. der integrierten Grafik sind völlig unbedenklich. Lediglich die SSD dürfte unter Last etwas kühler sein, aber auch hier sind die Werte unkritisch.

Auch bei den Oberflächentemperaturen gibt es keinen Anlass zur Kritik. Mit maximal 44,5 °C erwärmt sich das Gehäuse am Boden zwar deutlich, dieser Wert ist aber noch kein Problem. Das S14 kann also unterwegs problemlos auf den Oberschenkeln abgelegt werden.

Mit maximal 37,8 Dezibel bleibt das Asus S14 auch unter Volllast erstaunlich leise. Mehr als ein leises Rauschen ist nicht zu vernehmen. Im Idle stehen die Lüfter meistens still und der Laptop arbeitet lautlos.

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit zeigt das kleine Asus S14, was wirklich in ihm steckt. Im PC-Mark-Gaming-Benchmark ist die Leistung mit unter 2 Stunden nicht weltbewegend, das ändert sich dann aber im Office-Benchmark Modernes Office.

Über 17 Stunden hält das kompakte Notebook durch, ein wirklich exzellenter Wert. Noch eine Stunde mehr sind es im Reader-Test des Battery-Eater-Benchmarks. Damit eignet sich das Asus ZenBook S14 uneingeschränkt für den mobilen Einsatz. An die fantastischen Werte eines Apple MacBook Pro M4 kommt das S14 allerdings nicht heran.

Solltet ihr euch das Asus ZenBook S14 kaufen?

Das Asus ZenBook S14 ist das richtige Notebook für euch, wenn ihr …

  • ... Wert auf eine lange Akkulaufzeit legt.
  • … einen kompakten Laptop mit hochwertigem OLED-Panel sucht.
  • ... ein Gerät möchte, das gut aussieht und hochwertig verarbeitet ist.
<br>ASUS Zenbook S 14

ASUS Zenbook S 14
14" WQXGA+ OLED Display | 32 GB RAM | 1 TB SSD | Intel Core Ultra 7 258V - AI Prozessor | Intel Arc | Windows 11
1.499 €

Mögliche Alternativen

MSI Prestige 13 AI Evo: Das Gerät von MSI ist deutlich günstiger als das Asus S14, hat dafür allerdings weniger Speicher und RAM sowie einen schwächeren Prozessor. Auf ein schönes 13,3-Zoll-OLED-Panel müsst ihr aber nicht verzichten. Die Akkukapazität ist mit 75 Wh auf dem gleichen Level wie beim S14. Die Nase vorn hat Prestige 13 beim Gewicht, hier ist es mit 990 Gramm noch etwas leichter als das Asus Notebook.

Apple MacBook Air M3: Wenn ihr euch auf Apples Betriebssystem MacOS einlassen könnt, ist auch das aktuelle MacBook Air mit M3-Prozessor eine gute Alternative. Es ist minimal schwerer, aber dafür noch einen Hauch dünner. Die Akkulaufzeit ist ebenso überzeugend wie die Verarbeitung. Das Gerät ist in der kleinsten Konfiguration schon für unter 1.000 Euro zu haben.

Microsoft Surface 7: Dieser Laptop kommt mit Qualcomms Snapdragon X Elite Prozessor. Die ARM-CPU sollte für eine hohe Effizienz und lange Laufzeiten sorgen. Ihr müsst allerdings berücksichtigen, dass Windows for ARM noch nicht gänzlich ausgereift ist. Die Qualität ist gewöhnlich bei Microsoft Laptops hoch. Für das Modell mit kleiner 512-GB-SSD und 16-GB-RAM werden aktuell mindestens 1.249 Euro fällig.

Fazit zum Asus ZenBook S14

Mir hat das Asus ZenBook S14 im Test wirklich sehr gut gefallen. Das Gerät ist erstklassig verarbeitet und kommt in einem unaufdringlichen, modernen Design daher. Die Abmessungen sind gering und das Gewicht mit weniger als 1,2 Kilo nicht zu hoch. Die Stabilität des Chassis ist gut, aber nicht sehr gut. Auch die Tastatur dürfte unter Druck weniger nachgiebig sein. 

Das OLED-Display überzeugt dagegen mit tollen Farben und einem nahezu perfekten Kontrast. Lediglich die etwas zu geringe maximale Helligkeit trübt den Eindruck etwas.

Bei der Leistung liefert die Intel Core Ultra 9 288V CPU genau die Leistung, die man von ihr erwarten darf. Sie ist für die alltäglichen Aufgaben mehr als ausreichend schnell und mit der Arc 140V laufen mit geringerer Auflösung und reduzierten Details auch modernere Spiele annehmbar.

Und dann wäre da noch die Akkulaufzeit: Mehr als 17 Stunden im PC Mark (Modernes Office) sind eine echte Ansage. Selbst ein langer Arbeitstag lässt sich so problemlos bewältigen.  

Am Ende stellt sich dann natürlich noch die Frage nach dem Preis. Aktuell gibt es das ZenBook S14 scheinbar nicht mit der Intel Core Ultra 9 288V CPU in Deutschland sondern lediglich mit dem kleineren Core Ultra 7 258V Prozessor. Dieser verfügt ebenfalls über 8 Kerne, taktet allerdings niedriger. Das Modell bekommt ihr bereits für 1.499 Euro. Das ist viel Geld, aufgrund der gezeigten Leistung halte ich den Preis aber für angemessen

Wenn ihr auf der Suche nach einem hochwertigen, kompakten und leichten Begleiter seid, ist das Asus S14 eine sehr gute Wahl. Es eignet sich auch perfekt für alle, die gerne ein MacBook Air hätten, aber nicht den Umstieg zu MacOS wagen wollen.

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