Sonos gilt seit Jahren auf dem Markt der smarten Lautsprecher und Soundbars als etablierter Hersteller. Im vergangenen Mai geriet das Unternehmen allerdings ins Schlingern, wenn es nach Ansicht zahlreicher Kunden geht.
Im Zuge einer neuen App-Version wurden zahlreiche Funktionen beschnitten oder gänzlich gestrichen; auch die Zugänglichkeit habe sich in den Augen der Nutzer verschlechtert.
- Die Kritik wurde in den Monaten seitdem so groß, dass CEO Patrick Spence seinen Rücktritt anbot. Am 13. Januar 2025 erfolgt schließlich die Trennung.
- Auch der für die neue Sonos-App verantwortlich gemachte Produktchef Maxime Bouvat-Merlin musste gehen; zudem verließ CCO Deirdre Finlay das Unternehmen. In ihrem Fall soll das Ende der Anstellung allerdings nichts mit der App selbst zu tun haben.
Die schwierigen Monate sollen aber nun Geschichte sein und der Blick nach vorn gerichtet werden. Gelingen soll dies mit einem neuen Projekt, das unter dem Codenamen »Pinewood« geführt wird.
»Pinewood«: Streaming-Box und HDMI-Switch in einem
Laut The Verge soll es sich hierbei um eine neue Streaming-Box handeln. Diese soll als quaderförmiger, schwarzer Kasten zum Erfolg führen und »etwas dicker als ein klassisches Kartenspiel« sein.
- Dem Bericht zufolge will Pinewood mit den Premium-Anbietern konkurrieren. In der Warengruppe der Streaming-Boxen sind das unter anderem der Apple TV 4K, das Nvidia Shield oder der Roku Ultra.
- Mindestens ebenso premium soll der veranschlagte Preis werden: The Verge spricht von einer möglichen UVP zwischen 200 und 400 US-Dollar. Damit wäre Sonos Pinewood unter Umständen signifikant teurer als die genannte Konkurrenz.
Immerhin soll sich Pinewood auch mit einer technischen Besonderheit von allen anderen Produkten abheben. Laut The Verge könne das Gerät auch als HDMI-Switch zur Verbindung weiterer externer Geräte mit dem Fernseher dienen. Wie viele Anschlüsse hierfür zur Verfügung stehen, ist nicht bekannt.
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Die Streaming-Box selbst wird wohl auf Basis von Android arbeiten. Hiermit kann Sonos effektiv alle namhaften Streaminganbieter auf die Box holen und so etwa Unterstützung für Netflix, Prime Video oder Disney Plus garantieren.
Zur Steuerung der Benutzeroberfläche dient die klassische Fernbedienung, die mit Shortcuts für die beliebtesten Anbieter ausgestattet sein soll. Nach welchen Kriterien diese bei der riesigen Menge an Optionen ausgewählt werden, bleibt unklar.
- Bei dem eingangs erwähnten Portfolio an Lautsprechern, Subwoofern und Soundbars liegt es für Sonos natürlich nahe, die Streaming-Box auch möglichst nahtlos in das eigene Ökosystem zu integrieren - Kritik an der App hin oder her.
- Dem Verge-Bericht zufolge wird eine beispielhafte kabellose Verbindung zu zwei Sonos Era-Lautsprechern genannt, die so als Surround-System fungieren können.
Sonos selbst hat sich bisher nicht zu den Gerüchten geäußert. Laut The Verge soll der Release aber immerhin noch im laufenden Geschäftsjahr erfolgen.
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