Ein Spieler hat ein defektes Steam Deck für 50 Dollar gekauft und mit nur drei Schritten wieder zum Laufen gebracht

Mit etwas Geduld und Tüftelei hat dieser Spieler ein 50-Euro-Steam-Deck ergattert.

Nach etwas Tüftelei hat der glückliche Spieler sein 50-Euro-Steam-Deck zum Laufen gebracht. (Bildquelle: jonesla9 Reddit) Nach etwas Tüftelei hat der glückliche Spieler sein 50-Euro-Steam-Deck zum Laufen gebracht. (Bildquelle: jonesla9 / Reddit)

Solltet ihr euch ein Stück weit mit Technologie und Hardware auskennen, kann es sich lohnen, auf dem Gebrauchtmarkt nach defekten Geräten Ausschau zu halten. Viele davon sind nur ein paar Handgriffe davon entfernt, wieder voll funktionsfähig zu werden.

Das ist aber immer ein Risiko. Im schlimmsten Fall bekommt ihr nur Elektroschrott oder einen Haufen Ersatzteile.

Doch manchmal wird aus genau diesem Risiko eine richtig schöne Geschichte – wie bei einem Reddit-Nutzer, der ein Steam Deck mit dem berüchtigten »Black Screen of Death« für nur 50 US-Dollar ergattert hat.


Video starten 1:25 Zotac Zone 2 Hands-On – ein echter Steam Deck OLED-Herausforderer


Nach etwas Tüftelei, Frust und Glücksmomenten gelang es ihm tatsächlich: Das Gerät startete wieder!

Ein Steam Deck für 50 Dollar – wo ist der Haken?

Der Käufer entdeckte das Angebot zufällig auf dem Marketplace von Facebook.

Das Steam Deck wurde als »nicht funktionsfähig« verkauft. Der Bildschirm blieb schwarz, es ist keine SSD installiert und kein Netzteil dabei.

Eigentlich wollte er keines kaufen, doch er hat ein Faible für defekte Geräte, die er wiederbelebt.

»Ich habe schon viele Konsolen repariert und als ich das für 50 Dollar sah, musste ich einfach zuschlagen«, so der Reddit-Nutzer.

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Zuerst besorgte er sich ein passendes Ladegerät. Zu seiner Erleichterung leuchtete die LED auf: Der Akku des Steam Decks wurde also aufgeladen. Ein Schimmer von Hoffnung! Doch der Bildschirm blieb zunächst weiter schwarz.

Als Nächstes versuchte er, über einen externen Bildschirm ein Bild zu bekommen. Auch hier: kein Signal. Erst nach Kontakt mit dem Valve-Support kam die entscheidende Wende.

Valve eilt zur Rettung

Der Support erklärte ihm, wie er das Boot-Menü aufrufen kann und tatsächlich: auf dem externen Monitor erschien das Menü. Weiter kam er jedoch nicht, weil nach wie vor keine SSD in dem Steam Deck installiert war.

Valve bot eine kostenpflichtige Reparatur für 185 Dollar an. Doch der Käufer hatte eine bessere Idee:

»Ich hatte diesen blöden Aha-Moment. Natürlich kann das Ding ohne SSD gar nicht starten!«, schrieb er lachend.

Er bestellte sofort eine neue SSD, installierte SteamOS neu und siehe da: Das Steam Deck lief wieder.

»Es gab wohl ein Problem mit der Firmware. Es schien eine endlose Geschichte zu sein, denn ich musste das Betriebssystem neu installieren, was ohne SSD nicht ging. Da der interne Bildschirm nichts anzeigte, musste ich einen externen anschließen. Dann ging es auch nicht weiter, weil ich keine Optionen ohne Tastatur und Maus auswählen konnte. Also musste ich mir eine Dockingstation besorgen und die Geräte anschließen.«

Was steckt hinter dem »Black Screen of Death«?

Der Fehler, der das Steam Deck lahmgelegt hat, ist in der Community kein Unbekannter. Einige Nutzer berichten, dass in seltenen Fällen das Steam Deck in einen Zustand geraten kann, bei dem die Display-Firmware und die System-Firmware asynchron sind

  • So ein Problem wird etwa durch ein fehlgeschlagenes Update ausgelöst. Das Gerät startet technisch normal, aber der Bildschirm bleibt schwarz.
  • Die einfachste Lösung ist laut einigen Berichten ein BIOS-Reset, bei dem man Power-Taste, Drei-Punkt-Taste und Lautstärke-Leiser gleichzeitig drückt, bis die Lade-LED blinkt.
  • Danach sollte man das Gerät einfach stehen lassen. Das BIOS wird dadurch zurückgesetzt, was einige Minuten in Anspruch nimmt. Anschließend startet das Steam Deck (hoffentlich) wieder.

Andere Betroffene, wie der Nutzer aus diesem Artikel, mussten jedoch tiefer graben: Sie konnten das Problem nur durch eine Neuinstallation lösen. Dabei hilft das SteamOS-Recovery-Image, das per USB-Stick installiert wird.

So oder so: Das Phänomen scheint weniger ein Hardwaredefekt als eine Firmware-Synchronisationsstörung zu sein. Das ist zwar nervig, aber in vielen Fällen reparabel.

Der ursprüngliche Besitzer meldet sich zu Wort

Unter dem Reddit-Beitrag meldete sich sogar der Verkäufer des defekten Decks:

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Happy End für 50 Dollar

Am Ende bleiben ein funktionierendes Steam Deck, ein stolzer Bastler und eine Erinnerung daran, dass sich Geduld, Neugier und ein bisschen technischer Mut lohnen können.

Denn manchmal braucht man nur eine SSD, ein paar Stunden Fehlersuche und den Glauben, dass selbst ein »totes« Gerät wieder Leben finden kann. Sei es bei euch selbst oder bei jemand anderem.

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