Ich mag simple Lösungen und Herangehensweisen im Alltag. Dazu zählte bei mir lange Zeit, die Spülmaschine ausschließlich im Eco-Modus zu verwenden. Bei vielen Geräten ist das auch beim Start stets ausgewählte Standardmodus.
Erstmals darauf gestoßen, dass das keine so gute Idee ist, bin ich durch euch beziehungsweise durch einen Kommentar unseres Nutzers Haehnchen81 (an dieser Stelle danke dafür!).
Unter dem Artikel Die Sache mit der Tür der Spülmaschine: Bosch klärt auf, was ihr nach dem Beenden des Spülvorgangs am besten tun solltet
weist er darauf hin, dass Bakterien erst ab einer gewissen Temperatur abgetötet werden, die im Eco-Modus oft nicht erreicht wird.
Meiner Recherche nach zu urteilen ist, das durchaus ein valider Punkt – und ein zweiter Aspekt wurde mir kürzlich durch die Sendung Haushalts-Check im WDR bewusst: die Pflege der Maschine selbst.
Ablagerungen richtig loswerden
- Auf Dauer können sich in den verschiedenen Teilen einer Spülmaschine wie Abflussrohren und Siebkonstruktionen durch die Reinigung des schmutzigen Geschirrs fetthaltige Ablagerungen bilden.
- Wenn es besonders schlecht läuft, führt das zu einem Ausfall der Maschine beziehungsweise zu einer nötigen Reparatur.
- Im Eco-Modus bleiben solche Ablagerungen hartnäckiger bestehen, weil er mit weniger Wasser und bei niedrigerer Temperatur arbeitet. Auch deshalb ist es nicht ratsam, immer nur den Eco-Modus zu verwenden.
Zu diesem Fazit kommen im WDR-Beitrag gleichermaßen ein Servicemitarbeiter für die Reparatur von Spülmaschinen & Co. sowie die Professorin Britta Rummler, Leiterin des Labors für Haushaltstechnik und eines Experiments zu der Reinigungsleistung dieser Geräte an der FH Münster.
Ergebnisse aus dem WDR-Test
Bei der Untersuchung der FH Münster wurden drei identische Spülmaschinen in drei verschiedenen Modi getestet: Eco, Intensiv und Automatik.
Da also nur ein Modell verwendet wurde, haben die Testergebnisse begrenzte Aussagekraft, interessant sind sie aber dennoch.
Ebenfalls interessant: Bosch antwortet auf die Frage, ob Magneten am Kühlschrank den Verbrauch erhöhen und erklärt, was ihn am stärksten beeinflusst.
Der Eco-Modus verbraucht wenig überraschend die geringste Wassermenge mit 8,9 Liter. Das Intensivprogramm kommt dagegen auf 13,3 Liter und der Automatikmodus auf 10,7 Liter.
Da die subjektiv von zwei Laborangestellten beurteilte Reinigungsleistung im Eco-Modus nicht weit hinter der des Intensiv-Programms liegt, gibt es auf Basis dieser Zahlen durchaus gute Gründe dafür, den Eco-Modus häufig einzusetzen – aber eben nicht ausschließlich.

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