Wenn ihr euer Steam Deck für einen längeren Zeitraum nicht eingeschaltet habt, kann das unter Umständen schwerwiegende Folgen für den verbauten Akku haben. Warum das so ist und wie ihr das Problem vorbeugt, erfahrt ihr hier.
Das ist passiert: Nach einer halbjährigen Geschäftsreise schaltet ein Spieler sein Steam Deck wieder ein und stellt fest, dass der Akku nur noch wenige Sekunden hält. Die Kosten für eine offizielle Reparatur durch Valve liegen mittlerweile bei bis zu 180 US-Dollar. Wer selbst Hand anlegen will, zahlt für ein Original-Kit bei iFixit zwischen 90 und 130 Euro (je nach Modell). Dazu kommt, dass der Austausch des Akkus beim Steam Deck nicht leicht ist, weil der Original-Akku verklebt ist. Zum Glück gibt es eine Funktion, wie ihr dem Problem vorbeugen könnt.
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Der Akkuspeichermodus ist die Lösung
Valve hat für dieses Problem eine Funktion in das Steam Deck integriert, die genau diesem vorbeugen soll. Sie nennt sich »Akkuspeichermodus« und befindet sich im UEFI-Menü (auch BIOS-Menü genannt).
Was macht der Akkuspeichermodus? Dieser Modus schaltet euer Steam Deck aus und trennt die Verbindung zum Akku. Ihr könnt den Handheld dann das nächste Mal nur noch einschalten, wenn ihr ein Stromkabel ansteckt.
Das ist wichtig, wenn ihr euer Steam Deck für Reparaturen und Mods zerlegen müsst oder eben für die Lagerung über einen längeren Zeitraum.
So aktiviert ihr den Modus:
- Stellt sicher, dass euer Akku etwa 50 bis 60 Prozent Ladung besitzt. (Lagerung bei 100% oder 0% schadet dem Akku zusätzlich!)
- Schaltet euer Steam Deck aus.
- Haltet die Lautstärke Hoch-Taste gedrückt und drückt auf die Power-Taste.
- Lasst beide Tasten los und euer Steam Deck ruft das UEFI-Menü auf.
- Wählt »Setup Utility« aus.
- Navigiert zum »Power«-Menü.
- Wählt »Akkuspeichermodus« (Battery storage mode) aus. Sollte euer Menü auf Englisch sein, heißt der Punkt »Battery storage mode«.
- Wählt »Yes«, um eure Auswahl zu bestätigen.
Ist der Modus aktiviert, wechselt euer Steam Deck in den Akkuspeichermodus und ihr könnt unbesorgt für mehrere Monate verreisen, ohne euch Sorgen über einen beschädigten Akku machen zu müssen.
Wieso können Akkus nach langer Zeit ohne Ladung unbrauchbar werden?
Akkus, wie die in einem Steam Deck, entladen sich langsam von selbst, auch wenn sie nicht benutzt werden. Wenn sie über einen langen Zeitraum nicht aufgeladen werden, kann die Spannung so weit sinken, dass der Akku »tiefentladen« wird. Das kann ihn unbrauchbar machen oder seine Leistung stark mindern, wie es dieser Fall zeigt. Besonders beim Steam Deck OLED ist die Selbstentladung zwar optimiert, aber der Speichermodus bleibt die sicherste Methode für alles, was länger als 2-3 Wochen dauert.
Dieses Problem ist nicht nur auf das Steam Deck beschränkt, sondern kann bei vielen Geräten mit Lithium-Akkus auftreten, wie Smartphones, Tablets oder Laptops. Regelmäßiges Aufladen, auch wenn das Gerät nicht in Gebrauch ist, kann helfen, solche Probleme zu vermeiden – oder ihr nutzt den Akkusparmodus, wenn so eine Funktion verfügbar ist.
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