Kaum sind die Steam Decks ausverkauft, werden sie zu unverschämt hohen Preisen auf eBay verkauft – wir zeigen euch drei günstige Alternativen

Das Steam Deck ist inzwischen ausverkauft. Wir zeigen euch drei exzellente Alternativen.

Trotz der ausverkauften Steam Decks müsst ihr 2026 nicht auf Handhelds mit ähnlichem Preis verzichten. Wir zeigen euch drei Alternativen. (Bildquelle: Lenovo, Zotac, Asus) Trotz der ausverkauften Steam Decks müsst ihr 2026 nicht auf Handhelds mit ähnlichem Preis verzichten. Wir zeigen euch drei Alternativen. (Bildquelle: Lenovo, Zotac, Asus)

Das Steam Deck ist weltweit gerade schwer erhältlich. Die aktuelle Hardware-Knappheit ist der Grund und noch ist nicht klar, wann wieder neue Handhelds verfügbar werden.

Ihr müsst aber nicht warten: Inzwischen gibt es viele Alternativen zum Steam Deck, die nicht nur mehr Gaming-Leistung bieten, sondern sogar weniger kosten. 

Wir zeigen euch drei, mit denen ihr 2026 nichts falsch macht und das Beste: auf SteamOS müsst ihr auch nicht verzichten.

Update 20.02.2026: Inzwischen sind alle Steam Decks in Deutschland ausverkauft. Einige nutzen das aus und verkaufen den Handheld zu unverschämt hohen Preisen auf eBay und anderen Plattformen. Wir raten euch davon ab, so ein Steam Deck zu kaufen und stattdessen zu den hier gelisteten Alternativen zu greifen oder abzuwarten, bis Valve wieder aufstockt. Wir haben außerdem den Zotac Zone in die Liste der Alternativen mit aufgenommen.

Screenshot von eBay am 20.02.2026. Steam Decks werden für über 1.000 Euro angeboten. Screenshot von eBay am 20.02.2026. Steam Decks werden für über 1.000 Euro angeboten.

Update 17.02.2026: Wie zu erwarten, hängt die aktuelle Knappheit mit der schlechten Verfügbarkeit von Speicherkomponenten zusammen.

Offiziell von Valve unterstützt: Lenovo Legion Go S mit SteamOS

Das Steam Deck OLED ist 2026 noch immer eine Empfehlung wert, obwohl die Gaming-Leistung längst für viele aktuelle Spiele kaum ausreicht. Der Bildschirm gehört zu den besten, die haptischen Trackpads sind bis heute unerreicht und SteamOS liefert eine Erfahrung, die an Konsolen erinnert.

Letzter Punkt ist heute jedoch kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Es gibt noch einen Handheld, der mit vorinstalliertem SteamOS ausgeliefert wird und sogar von Valve offiziell unterstützt wird: der Lenovo Legion Go S.

Der Lenovo Legion Go S mit SteamOS besitzt ein dunkelviolettes Gehäuse. Die weiße Variante kommt mit Windows 11. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Lenovo Legion Go S mit SteamOS besitzt ein dunkelviolettes Gehäuse. Die weiße Variante kommt mit Windows 11. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was der Lenovo Legion Go S besser als das Steam Deck macht: 

  • Größerer 8-Zoll-Bildschirm mit höherer Auflösung und Bildwiederholrate: Gerade beim Spielen von PC-Spielen, die in erster Linie für größere Bildschirme entwickelt wurden, ist der Legion Go S im Vorteil.
  • Besserer Controller: Der Legion Go S kommt standardmäßig mit Hall-Effekt-Sticks. Solche sind weniger anfällig für den berüchtigten Stick-Drift. Außerdem sind Instant-Trigger verbaut. Sie verkürzen den Aktivierungsweg, was insbesondere beim Spielen von Shootern und Action-Spielen praktisch ist.
  • Höhere Gaming-Leistung: Der Lenovo Legion Go S ist in der günstigsten Variante mit einem AMD Ryzen Z2 Go bestückt, der etwas schneller ist als der Chip im Steam Deck. Durch die höhere Auflösung des Bildschirms relativiert sich der FPS-Vorteil jedoch etwas.
  • Zwei USB-C-Anschlüsse: Ihr könnt den Handheld gleichzeitig aufladen und USB-C-Peripherie verwenden. Dank USB4 ist auch der Einsatz von schnellen SSDs sinnvoll.
  • Es ist derzeit günstiger: Aktuell ist nur das Steam Deck OLED mit einem Terabyte Speicher für 680 Euro verfügbar. Der Lenovo Legion Go S startet hingegen schon bei 500 Euro.

Was der Lenovo Legion G S schlechter macht als das Steam Deck:

  • Winziges Trackpad: Der Lenovo Legion Go S hat zwar ein Trackpad, was nicht selbstverständlich ist, aber es ist lächerlich winzig. Ihr könnt damit rudimentär den Mauszeiger steuern, aber Spielen macht damit eher wenig Spaß. Solltet ihr viele Spiele spielen, die primär mit der Maus gesteuert werden (etwa Strategiespiele oder Point-and-Click-Adventures), dann greift lieber zum Steam Deck, solange es noch verfügbar ist.
  • OLED statt LCD: Der Bildschirm vom Legion Go S ist keineswegs schlecht, aber an das Kontrastverhältnis, dem perfekten Schwarz und den leuchtenden Farben vom Steam Deck OLED kommt das LCD-Panel nicht ran. 
  • Nur zwei zusätzliche Tasten auf der Rückseite: Das Steam Deck hat vier frei belegbare Tasten auf der Rückseite, die die Steuerungsmöglichkeiten erweitern. Der Lenovo Legion Go S hat nur zwei.
  • Weniger Speicher: Gegenüber der einzig verfügbaren Variante des Steam Deck OLEDs, bietet euch der Lenovo Legion Go S in der günstigsten Variante nur 512 GB Speicher statt 1 TB.

Der Legion Go S hat zwar nur zwei zusätzliche Tasten auf der Rückseite, aber ist einer der komfortabelsten Handhelds auf dem Markt. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Legion Go S hat zwar nur zwei zusätzliche Tasten auf der Rückseite, aber ist einer der komfortabelsten Handhelds auf dem Markt. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was beide Handhelds ungefähr gleich gut machen:

  • Offizielle Unterstützung von Valve: Beide Handhelds werden mit SteamOS ausgeliefert und erhalten Updates direkt von Valve. 
  • Herausragende Ergonomie: Der Lenovo Legion Go S ist überaus komfortabel – so aber auch das Steam Deck. 
  • Ähnliche Akkulaufzeit: Bei der Akkulaufzeit gibt es kaum Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Das Steam Deck OLED hat einen 50-Wh- und der Lenovo Legion Go S einen 55-Wh-Akku.

Asus ROG Ally: Mehr Leistung und SteamOS-kompatibel

Obwohl Asus inzwischen drei aktuellere Handhelds im Portfolio hat, lohnt sich 2026 noch immer der Blick auf ihr erstes Gerät.

Der Asus ROG Ally ist etwa 50 Prozent schneller als das Steam Deck. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Asus ROG Ally ist etwa 50 Prozent schneller als das Steam Deck. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was der Asus ROG Ally besser macht als das Steam Deck:

  • Mehr Leistung: Der Asus ROG Ally ist trotz des Alters noch immer in der Lage, die neuesten Spiele mit mindestens 30 FPS und niedrigen Einstellungen darzustellen. Solltet ihr auch neuere Spiele spielen wollen, lohnt sich der Griff hierzu mehr, als zum Steam Deck oder dem Legion Go S.
  • Höhere Auflösung und variable Bildwiederholrate: Statt einem 800p-Display mit 90 Hz erhaltet ihr bei der Asus ROG Ally einen Full-HD-Bildschirm mit 120 Hz und VRR. Die Darstellung ist bei nativer Auflösung etwas schärfer und die FPS der Spiele synchronisieren sich mit der Bildwiederholrate vom Bildschirm. Das sorgt für flüssigere Darstellung und weniger Bildfehler. 
  • Leiserer Lüfter: Asus hat beim Asus ROG Ally gleich zwei Lüfter verbaut, die mehr Luft mit geringeren Drehzahlen durch das Gehäuse bewegen können. Im Betrieb bleibt der Handheld daher die meiste Zeit besonders leise.
  • Höhere Spielkompatibilität: Der Asus ROG Ally kommt standardmäßig mit Windows 11 und ist somit mit nahezu allen PC-Spielen kompatibel. Solltet ihr Spiele, wie Battlefield 6 oder Apex Legends spielen wollen, bleibt Windows ohne Alternative.

Was das Steam Deck besser als den Asus ROG Ally macht:

  • Dual-Trackpads vs. gar keine: Der Asus ROG Ally hat leider gar keine Trackpads. Bei Spielen, die ihr mit der Maus steuert, müsst ihr also auf den Touchscreen ausweichen oder den Analog-Stick zur Steuerung des Mauszeigers verwenden.
  • Kleinerer Akku: Im ersten Asus-Handheld ist ein relativ kleiner 40-Wh-Akku verbaut. Gerade beim Spielen mit höherer TDP-Leistung ist nach etwa zwei Stunden Schluss. Eine Powerbank ist also ein Muss, solltet ihr viel unterwegs spielen wollen.
  • OLED vs. LCD: Obwohl der Bildschirm des Asus ROG Ally höher auflöst und schneller ist, macht das OLED-Panel des Steam Decks subjektiv einen stärkeren Eindruck.
  • Ergonomie: Der Asus ROG Ally ist keineswegs ein unkomfortabler Handheld, aber sein Design ist etwas kantiger und flacher als das Steam Deck. Der Valve-Handheld hat mit seinen größeren und abgerundeten Griffen die Nase vorn.
  • Weniger Speicher: Der Asus ROG Ally hat nur 512 GB Speicher.

Oben seht ihr die etwas kantige Rückseite des Asus ROG Ally. Beim Asus ROG Ally X (u.) wurden die Griffe besser abgerundet. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Oben seht ihr die etwas kantige Rückseite des Asus ROG Ally. Beim Asus ROG Ally X (u.) wurden die Griffe besser abgerundet. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was beide Handhelds ungefähr gleich gut machen:

  • SteamOS: Sollte euch Windows 11 nicht liegen, habt ihr die Möglichkeit SteamOS zu installieren. Der Asus ROG Ally ist mit dem Betriebssystem kompatibel, aber noch nicht offiziell von Valve unterstützt. Das heißt, dass ihr Updates unter Umständen später erhaltet oder einige Funktionen nicht ordnungsgemäß funktionieren. Wir haben es selbst auf dem Asus ROG Ally X ausprobiert und können den Wechsel guten Gewissen empfehlen.
  • Nur ein USB-C-Anschluss: Beide Handhelds haben bloß einen USB-C-Anschluss. Immerhin hat der Asus ROG Ally noch einen proprietären Anschluss für externe Grafikkarten, aber das ist nur für die wenigsten relevant.

Zotac Zone: Mit Premium-Controller und AMOLED-Bildschirm

Für knapp 700 Euro bekommt ihr einer der besten Alternativen zum Steam Deck OLED: den Zotac Zone.

Der Bildschirm von Zotac Zone ist eine Wucht. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Der Bildschirm von Zotac Zone ist eine Wucht. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was der Zotac Zone besser macht als das Steam Deck:

  • Besserer Bildschirm: Im Zotac Zone ist ein 1080p-AMOLED-Bildschirm mit 120 Hz verbaut. Wenn ihr nicht auf die perfekten Kontraste und Schwarzwerte von OLED-Bildschirmen verzichten wollt, dann ist der Zotac Zone die beste Wahl unter 1.000 Euro.
  • Besserer Controller: Von allen Handhelds hat der Zotac Zone die besten Controller-Features. Das D-Pad ist mit klickenden Mikroschaltern ausgestattet und hervorragend für Fighting Games oder präzise Plattformer geeignet. Die Trigger verfügen über Trigger-Locks, ebenfalls mit klickenden Mikroschaltern und die Sticks sind dank Hall-Effekt-Sensoren widerstandsfähig gegenüber Stick Drift.
  • Mehr Leistung: Der Zotac Zone ist mit einem AMD Ryzen 7840U ausgestattet, der in etwa genauso schnell ist, wie der AMD Ryzen Z1 Extreme im Asus ROG Ally.
  • Eingebaute Webcam: Der Zotac Zone ist der einzige Handheld mit einer eingebauten Webcam.
  • Kickstand: Der Zotac Zone kann ohne separaten Ständer aufgestellt werden.
  • Zwei USB4-Anschlüsse: Wie beim Lenovo Legion Go S könnt ihr so schnelle Peripherie anschließen und gleichzeitig laden.
  • Spielekompatibilität: Standardmäßig ist Windows 11 installiert. Ihr könnt also auch Spiele spielen, die Anti-Cheat-Maßnahmen auf Kernel-Ebene implementiert haben. Eine Installation von SteamOS oder einem anderen Linux-Betriebssystem ist möglich.

Was das Steam Deck besser als den Zotac Zone macht:

  • Trackpads: Obwohl der Zotac Zone auch über Dual-Trackpads verfügt, ist die Präzision nicht auf dem Level des Steam Decks. Sie haben kein haptisches Feedback und setzen stattdessen auf einen physischen Klick.
  • Besserer Support: Der Zotac Zone bekommt bei weitem nicht so viele Updates, wie das Steam Deck. Beim diesem erhaltet ihr direkten und frequenten Support von Valve.

Die Rückseite des Zotac Zone. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Die Rückseite des Zotac Zone. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Was beide ungefähr gleich gut machen:

  • Akkulaufzeit: Im Zotac Zone steckt ein 48,5-mAh-Akku. Das ist etwas kleiner als der 50-mAh-Akku vom Steam Deck OLED, aber in der Praxis vernachlässigbar.
  • Ergonomie: Beide Handhelds sind sehr bequem. Beim Zotac Zone müsst ihr etwas weiter nach unten greifen, um die Trackpads zu erreichen, und beim Steam Deck muss man für die Sticks etwas weiter nach innen greifen.

Der beste Handheld für PC-Gaming: Unsere Kaufberatung für 2026


Abwarten und Tee trinken?

Es ist noch nicht absehbar, wann und ob die gerade ausverkauften Steam-Deck-Modelle wieder verfügbar werden. Leider ist es auch nicht ausgeschlossen, dass die Preise langfristig steigen.

Solltet ihr also echtes Interesse an einem Handheld für PC-Spiele haben, könnte sich ein früher Kauf eher als ein späterer lohnen. 

Neben den hier genannten Alternativen gibt es noch viele weitere und noch mehr, wenn euch der Gebrauchtmarkt nicht abschreckt. Schaut dafür gerne in unsere Kaufberatung hinein, die wir euch oben verlinkt haben.

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