Einfach ab in die Garage mit dem summenden Stromspeicher? Für viele Hausbesitzer scheint das auf den ersten Blick eine bequeme Lösung zu sein – doch genau das ist aufgrund von strengen Vorgaben und Brandschutzregeln meistens streng verboten.
Die oft zentnerschweren Akkus stellen im Haus nicht nur ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar, sondern können im Betrieb auch unerwartet laut werden. Daher muss der Standort sorgfältig geplant werden.
Luca Arenz, Experte für nachhaltige Bauplanung und Geschäftsführer der ARCenergie GMBH, hat in einem Artikel auf Chip die wichtigsten Aspekte zusammengefasst.
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Der ideale Ort für den Batteriespeicher im Haus
Laut dem Experten sollten Hausbesitzer den Energiespeicher idealerweise im Keller mit einer separaten Brandtür installieren, die im Falle eines Brandes der Einwirkung des Feuers für 30 Minuten standhält. Zusätzlich sollte der Keller eine konstante Temperatur aufweisen und nicht anderweitig, wie etwa als Lager, genutzt werden.
Brennbare Materialien und Geräte sollten zudem nicht in dem Raum mit dem Speicher abgestellt werden.
Andere Orte im oder beim Haus seien gleich aus mehreren Gründen nicht ideal. So würde die Platzierung des Speichers in Wohn- und Schlafräumen das Risiko bei einem Brand deutlich erhöhen. Auch Treppenhäuser würden deswegen wegfallen. Richtlinien würden zudem in vielen Bundesländern das Aufstellen von Energiespeichern in Garagen untersagen.
Eine möglichst konstante Temperatur sei ebenfalls notwendig, so der Experte. Hierbei sollte der Betrieb im Außenbereich sowie im Dachgeschoss ebenfalls vermieden werden. Auch in Fensternähe sollte der Speicher durch mögliche Erwärmung durch Sonnenbestrahlung nicht stehen.
Fazit: Planung ist das halbe Leben – und beim Stromspeicher unverzichtbar
Letztlich gilt: Der Standort des Energiespeichers sollte niemals eine spontane Bauchentscheidung aus reiner Bequemlichkeit sein. Wer die Installation gut plant und sich von einem zertifizierten Fachbetrieb beraten lässt, dürfte nicht nur böse Überraschungen mit den örtlichen Bauvorschriften umgehen, sondern auch für maximale Sicherheit und eine lange Lebensdauer der Anlage sorgen.
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Ein gut belüfteter, kühler und trockener Raum im Haus – wie beispielsweise ein geeigneter Keller oder der Hauswirtschaftsraum – erweist sich dabei in den meisten Fällen als die beste Wahl.
Jetzt ist eure Meinung gefragt. Habt ihr bereits einen Energiespeicher installiert oder plant die Installation? Oder kommt ein Speicher für euch gar nicht infrage? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.
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