Ein Student verbrachte über 100 Stunden vor einem 3D-Drucker, um für seine 7-jährige Schwester eine Multifunktionsprothese zu entwickeln

Dank wechselbarer Aufsätze kann seine Schwester mit der Prothese unter anderem Karten und Pinsel halten.

Das kleine Mädchen Bella zeigt stolz verschiedene Aufsätze für die Prothese, die ihr Bruder für sie entwickelt hat. (Bild: people.com) Das kleine Mädchen Bella zeigt stolz verschiedene Aufsätze für die Prothese, die ihr Bruder für sie entwickelt hat. (Bild: people.com)

Vitaliy Bondarchuk hat als Ingenieurstudent an der Bob Jones Universität in Greenville in den USA ein ganz besonderes Abschlussprojekt gewählt (via asme.org).

Er hat sich damit beschäftigt, für seine jüngere Schwester Bella eine Armprothese zu entwickeln, die ihr den Alltag erleichtert. Ihr linker Arm endet von Geburt an am Ellbogen.

  • Seine Grundidee bestand darin, eine Prothese zu entwerfen, an der Aufsätze für verschiedene Zwecke angebracht werden können.
  • Zu den Einsatzbereichen gehören das Halten von Spielkarten, eine Taschenlampe und ein Pinselhalter.
  • Gegenüber people.com gab Bondarchuk im Sommer 2025 an, geschätzt mehr als 100 Stunden mit Hilfe eines 3D-Druckers an dem Projekt gearbeitet zu haben.

Sein Ziel dabei war simpel: Die Herausforderung bestand darin, ihr zu helfen, einfache Aufgaben zu erledigen – simple Dinge, die ihr Spaß machen. Doch die Umsetzung erwies sich als durchaus kompliziert.


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Die größten Herausforderungen bei dem Projekt

Der erste Schritt zählte bereits zu den schwierigsten: Mithilfe eines 3D-Druckers eine Prothese zu entwickeln, deren Design möglichst organisch ist. So erklärt er:

Das Modellieren hat viel Mühe gekostet. Okay, der nächste Druck. Wie passt alles? Und das Ganze beginnt wieder von vorn, mit neuen Anpassungen.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor war eine abriebfreie Polsterung. Man möchte ja nicht, dass der Kunststoff an der Haut reibt oder so etwas – allein das zu entwerfen, war meiner Meinung nach eine der größten Herausforderungen, so Bondarchuk.

Alles in allem hat er vier Monate mit seiner Abschlussarbeit verbracht, inklusive des Erstellens von Planungshandbüchern und Projektvorschlägen. Dafür bekam er die Bestnote A.

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Wie es danach weiterging

Laut people.com nutzt Bella ihre Prothese täglich. Dass Bondarchuk sie entwickelte, lag auch an einem Mangel an Alternativen:

Ich habe noch nie wirklich ein Multitool gesehen. Ich dachte, das wäre eine ganz einfache Idee: eine Armprothese mit verschiedenen Aufsätzen. Aber so etwas habe ich nie wirklich gefunden.

Bei der Umsetzung des Projekts half ihm auch sein älterer Bruder, der ebenfalls ein Ingenieur ist. Bondarchuk gab außerdem an, auch nach Projektende weiter an Verbesserungen der Prothese und neuen Aufsätzen zu arbeiten.


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Bondarchuk hat inzwischen seinen Abschluss an der Bob Jones Universität gemacht. Nach dem Studium wurde er Teil des Operations Management Leadership Program (OMLP) von GE Vernova.

GE Vernova ist ein großer Energietechnik-Konzern in Massachusetts mit 75.000 Mitarbeitern. Beim OMLP handelt es sich um ein Trainingsprogramm für Berufseinsteiger, das strukturiert und rotierend aufgebaut ist, um sie gezielt auf Führungsaufgaben vorzubereiten.


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