Suchmaschine DuckDuckGo - Google ändert Duck-Domain nach Kritik

Laut der Suchmaschine DuckDuckGo nutzt Google nicht nur bei Android seine Marktmacht aus, um es Konkurrenten auf fragwürdige Weise möglichst schwer zu machen.

von Georg Wieselsberger,
24.07.2018 09:07 Uhr

DuckDuckGo wirft Google feindliches Verhalten vor. (Bildquelle: Public Domain)DuckDuckGo wirft Google feindliches Verhalten vor. (Bildquelle: Public Domain)

Update: Nach der Beschwerde hat Google nun die Domain, die aus ganz anderen Gründen erworben worden sei, angepasst. Das hat Rob Shilkin, der Vizepräsident des Bereichs Global Communications bei Google, auf Twitter bekanntgegeben. Man habe die Domain bereits im Jahr 2010 erworben, als man ein Unternehmen namens On2 übernommen habe, das früher Duck Corporation hieß.

Die Domain zeigt nach der Meldung von Shilkin nun eine Auswahl an Möglichen Duck-Webseiten an, darunter auch einen Link auf DuckDuckGo. Gabriel Weinberg, der Gründer und CEO von DuckDuckGo, hat daraufhin zwar angefragt, ob Google die Domain vielleicht verkaufen würde, darauf aber keine Antwort von Shilkin erhalten - zumindest nicht öffentlich.

Originalmeldung: Nachdem Google von der EU zu eine Strafe von 4,34 Milliarden Euro wegen Missbrauchs der Android-Marktstellung verurteilt wurde, hat sich nun auch die Suchmaschine DuckDuckGo zu Wort gemeldet. Die von der Europäischen Union bestraften und wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen von Google beschränken sich laut dem Tweet von DuckDuckGo nicht nur auf Android.

Probleme mit der Chrome-Erweiterung

Als Beispiel nennt der Google-Konkurrent auch den Webbrowser Chrome, für den DuckDuckGo eine Erweiterung anbietet. Nach jedem Update für die Browser-Erweiterung seitens DuckDuckGo würden alle Nutzer mit einem »offiziell aussehenden« Fenster gefragt, ob sie ihre Suchmaschinen-Einstellungen zurücksetzen und damit die gesamte Erweiterung deaktivieren wollen.

Darüber hinaus hätte sich Google die Domain duck.com gesichert und dafür gesorgt, dass sie direkt zur Google Websuche weiterleitet. Das sorge bei Nutzern von DuckDuckGo immer wieder für Verwirrung. DuckDuckGo existiert seit dem Jahr 2008, Google hat sich laut The Verge die Domain duck.com aber wohl erst im Jahr 2011 gesichert.

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Google Analystics ignoriert DuckDuckGo

Im weiteren Verlauf der Twitter-Nachrichten von DuckDuckGo ist auch zu lesen, dass Google bei seinem wichtigen Analytics-Dienst, den viele Webseiten zur Analyse von Zugriffen (Anzahl, Quelle, Verweildauer, etc.) verwenden, zwar über andere 50 Suchmaschinen im Report nennt, doch den Konkurrenten DuckDuckGo ignoriert.

Damit können Webmaster nicht feststellen, wie viele Nutzer nach einer DuckDuckGo-Suche ihre Webseite aufrufen. DuckDuckGo speichert keine persönlichen Informationen von Nutzern und teilt diese auch nicht mit Dritten. Das Geschäftsmodell basiert auf angezeigter Werbung, die sich an den Suchbegriffen der Nutzer der aktuellen Sitzung orientiert. Jeder Besuch bei DuckDuckGo ist daher laut den Angaben des Unternehmens wie der erste und anonym.

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