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Sylvester Stallone bereut seine Rolle als Fitness-Idol: »Ohne Steroide wäre das gar nicht möglich gewesen«

Sylvester Stallone ist für seinen gestählten Körper bekannt. Nun erklärt der Schauspieler, was er dafür alles ertragen musste.

Sylvester Stallone war jahrelang ein Körperidol in Hollywood. Sein muskulöses Aussehen hatte aber wohl einen sehr hohen Preis. Sylvester Stallone war jahrelang ein Körperidol in Hollywood. Sein muskulöses Aussehen hatte aber wohl einen sehr hohen Preis.

Sylvester Stallone macht immer noch eine sehr gute Figur. Da ist es schwer zu glauben, dass der Schauspieler inzwischen 80 Jahre alt ist. Auch Jahrzehnte nach seinen großen Filmerfolgen wie Rocky oder Rambo, ist er immer noch fit. Sein ikonischer Körper geht aber auf einen unerbittlichen Kreislauf aus Druck und Besessenheit mit seinem Aussehen zurück, wie er nun in einem Interview mit der New York Times erklärte (via JoBlo).

Stallone sprach währenddessen offen über die Schattenseiten seines beeindruckenden Körperbaus, der vielen Männern jahrelang als Vorbild diente. Er berichtete unter anderem von Bulimie, Steroidmissbrauch und anderen extremen Methoden, die es ihm ermöglichten, Look und Gewicht für seine Filme zu halten.

Zwanghafter Körperkult: So litt Stallone unter seinen eigenen Fitness-Standards

Laut Stallone habe seine Karriere sehr stark das Verhältnis zu seinem Körper definiert. Je nach Filmrolle, sei er anders an sein Aussehen herangegangen:

Es wurde etwas sehr Intimes. Es war meine Rüstung. Ich habe mir Rocky angesehen; er ist ein sehr geschmeidiger, normal aussehender Typ. Dann dachte ich mir: Wenn man darüber hinausgeht, würde die Figur anfangen, sehr eitel zu werden. Wenn man Rambo spielt, einen Krieger, würde man etwas animalischer werden. Also fing ich an, darüber nachzudenken: Gestalte deinen Körper wie einen Jaguar, wie eine Katze. Nicht groß wie Arnold, sondern wild, aggressiv, geschmeidig und athletisch.

Wie Stallone aß, aussah oder trainierte, wurde also durch seine Arbeit definiert, nicht darüber, wie er sich in seiner Haut wohl fühlen konnte. Etwas, das typisch für Schauspieler ist und nicht zwangsläufig ungesund. Allerdings gibt Stallone an, dass er es in der Vergangenheit oft maßlos übertrieben hat:

Es wurde zu einer Obsession. Ich wurde bulimisch. Für Rocky 3 habe ich meinen Körperfettanteil auf 2,6 Prozent heruntergebracht. Ich konnte nichts drinbehalten. Und selbst wenn, ich wollte nicht, weil ich so besessen davon war, meinen Fitness-Standard zu halten. Zumindest, bis ich den Kreislauf schließlich durchbrochen habe. Es hat mich völlig vereinnahmt und wurde zu einem zwanghaften Körperkult.

Aktuell ist Stallone etwa in der vierten Staffel von Tulsa King zu sehen:

Video starten 1:48 Tulsa King: Sylvester Stallones Mafia-Imperium steht vor dem Zusammenbruch – Staffel 4 schickt ihm einen neuen Feind an den Hals

Ich würde heute meiner Gesundheit den Vorzug geben

Er sagt auch klar, dass dieses Fitness-Level ohne die Einnahme von Hilfsmitteln und Drogen niemals möglich gewesen wäre. Niemand würde nur mit Joghurt und Pudding dahinkommen, wo er war. Er wird anschließend noch konkreter und erklärt, dass er sich auf Steroide bezieht. Er habe sich erst davon lösen können, als er für Cop Land in die Rolle eines schmächtigeren Charakters schlüpfen musste. Es habe sich befreiend angefühlt, auch wenn er danach in Hollywood in Ungnade gefallen sei.

Inzwischen habe sich die Beziehung zu seinem Körper wieder gewandelt. Rückblickend hätte er vieles anders gemacht - etwa auf künstliche Hilfsmittel verzichtet und jemand anderen seine Stunts machen lassen, um die eigene Gesundheit zu schonen.

Auch heute spielt der Körper bei Männern und Frauen auf Social Media und auch in Hollywood weiterhin eine große Rolle und viele investieren viel, um den vermeintlichen Standards zu entsprechen. Deshalb ist es schön zu hören, dass jemand wie Stallone sich Jahre später für mehr Umsicht und Achtung vor der eigenen Gesundheit ausspricht, statt Extremen nachzujagen.


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