»Ich mache mir Sorgen um die Kinder«: Streit um den vielleicht teuersten Mobilfunkmast der Welt, den es bis heute nicht gibt

Es geht um einen umstrittenen Standort an einer US-amerikanischen Schule in New Jersey.

Ob es je wie geplant zum Bau des Mastes kommen wird, ist unklar. (Bild: stock.adobe.com - HTGanzo, nsit0108) Ob es je wie geplant zum Bau des Mastes kommen wird, ist unklar. (Bild: stock.adobe.com - HTGanzo, nsit0108)

T-Mobile klagt in den USA gegen die Gemeinde Wanaque des Bundesstaates New Jersey, weil sie den eigentlich längst genehmigten Bau eines Mobilfunkmastes wegen gesundheitlicher Bedenken unterbinden will.

Wichtige Hintergründe der Klage: T-Mobile zahlt schon seit ungefähr 14 Jahren Miete für den Standort, wie The Register berichtet. Das könnte den Mast zu einem der teuersten der Welt machen, falls er überhaupt je noch dort gebaut wird.

  • T-Mobile hat im Jahr 2009 erfolgreich für den passenden Mietvertrag des Standorts geboten.
  • Die ursprünglichen Pläne wurden im Jahr 2010 genehmigt, durch andere Finanzierungsprioritäten kam es aber bisher nie zum Bau des neuen Mastes, so The Register.
  • Anstrengungen, den Bau endlich doch noch zu vollziehen, starteten erstmals im März 2023. Sie wurden aber letztlich durch die Gemeinde vor Ort gestoppt.

Dabei gab es ein mehr als ein Jahr andauerndes Hin und Her mit zwischenzeitlicher Genehmigung und dann doch wieder entzogener Zusage.

Nun hat T-Mobile offenbar genug davon und Klage gegen die Gemeinde Wanaque eingereicht.

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Was ist der Grund für die Sorge?

Die Bedenken der Gemeindemitglieder, die gegen den Bau des Mastes abgestimmt haben, beziehen sich auf möglicherweise schädliche gesundheitliche Auswirkungen für die Kinder an der Schule, wie die folgenden Zitate bei The Register zeigen:

Erstes Zitat:

Meine Antwort lautet "Nein, ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist". Ich mache mir Sorgen um die Kinder.

Zweites Zitat:

Ich kann nicht glauben, dass das sicher und gesund für die Kinder unserer Stadt ist.

Was T-Mobile dagegen hält

Der Mobilfunk-Provider führt zwei Hauptargumente gegen die Blockade des Baus ins Feld:

  1. Einerseits habe man der Gemeinde bereits Daten zu möglichen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken des Mobilfunkmasts bereitgestellt (die Bedenken dazu offenbar entkräften sollten).
  2. Andererseits seien gesundheitliche Bedenken laut T-Mobile kein rechtlicher Grund für die Ablehnung des Antrags zum Bau des Mastes.

Um für den Bau zu werben, hat T-Mobile der Gemeinde laut The Register beim Neuantrag aus dem März 2023 auch Daten zur Netzabdeckung bereitgestellt.

Sie sollen zeigen, dass der Mast vorhandene Lücken in der bestehenden Abdeckung schließen würde, und zwar als die am wenigsten störende Lösung.

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Wie ist die Lage in Deutschland?

Hierzulande ist die Position von Mobilfunkmasten ebenfalls ein Thema, das immer wieder für Diskussionen sorgt, auch mit Blick auf die Strahlungsbelastung.

Laut Bundesamt für Strahlenschutz gibt es deshalb klar festgelegte Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen.

  • Die Grenzwerte basieren auf Empfehlungen der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung, der deutschen Strahlenschutzkommission und des Bundesamtes für Strahlenschutz selbst.
  • Sie gelten für orstfeste Mobilfunkanlagen, die elektromagnetische Felder im Frequenzbereich von 9 Kilohertz bis 300 Gigahertz erzeugen, also für die besagten Mobilfunkmasten (und nicht etwa für Handys selbst).
  • Laut Bundesamt für Strahlenschutz nimmt die Feldstärke mit jedem Meter Abstand von der Anlage klar ab. Dort, wo sich die Menschen in der Nähe befinden, werden die Grenzwerte daher meist nur zu weniger als einem Prozent ausgeschöpft, so das Amt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt in einer Informations-Broschüre zum Thema Mobilfunk an, dass die Strahlungsbelastung von Mobilfunkmasten bereits bei geringem Abstand stark sinkt. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt in einer Informations-Broschüre zum Thema Mobilfunk an, dass die Strahlungsbelastung von Mobilfunkmasten bereits bei geringem Abstand stark sinkt.

Allerdings ist der Mobilfunk für die Forschung ein vergleichsweise junges Feld. Auch deshalb ist der grundsätzliche Wunsch, andere Standorte als Schulen und Kindergärten für entsprechende Funkanlagen zu finden, aus unserer Sicht nachvollziehbar.


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Wie es im Falle von Wanaque vor über zehn Jahren zu der Vergabe und Genehmigung der Schule als Standort für einen Mobilfunkmast kam, geht aus dem Bericht von The Register nicht hervor.

Gleiches gilt für die Frage, ob es gut geeignete alternative Standorte in der Gegend gibt, auf die man ausweichen könnte.

Noch mehr Geld für einen Mobilfunkmast zu zahlen, den es bis heute nicht gibt, ist T-Mobile aber offenbar ein Dorn im Auge.

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